Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Sonntag, 31. Oktober 2010 um 8:00 pm und eingeordnet unter soz. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
wir sind ein kleiner Wirtschaftskreis und diskutieren
ständig über aktuelle Wirtschaftsthemen! In diesem Bereich darf natürlich “Ludwig Erhard” nicht fehlen. Hätte der Vater der “Sozialen Marktwirtschaft” im Zeitalter der Globalisierung noch eine Chance, oder ist da nur noch “Milton Friedman” gefragt?
Ich grüße Sie,
annimarr
Natürlich hat uns niemand gezwungen und in eine Führungsposition der neoliberalen Entwicklung zu begeben. Wir hätte nach dem Vorbild Skandinaviens durchaus eine soziale Marktwirtschaft behalten können. Jedes Land entscheidet auch im Zeichen der Globalisierung selbst, wieviel soziale Ungleichheit es zulassen will. Auch das Steuersystem ist noch weitgehend national. Deutschland mußte nicht die Vermögenssteuer abschaffen, die andere Länder noch haben und den Spitzensteuersatz und die Unternehmenssteuern stärker absenken als anderswo. Es hätte auch durchaus zur Abwehr unerwünschter Folgen der Globalisierung schon längst flächendeckende Mindestlöhne, wie bei unseren Nachbarn einführen können. Wir mußten schließlich nicht alle Eier in den Korb des Exports legen. Und sehr vieles mehr. So hat uns z.B. niemand gezwungen, eines der am schlechtesten finanzierten und damit besonders chancen-ungleichen Bildungssysteme zu haben. Wir müssen auch nicht eines der höchsten Niveaus an Frauendiskriminierung bei den Arbeitseinkommen und eines der niedrigsten Kindergarten/Kind-Systeme haben, die besonders zu Lasten der Frauen gehen. Erhard müßte sich im Grabe umdrehen und aus der CDU austreten, wenn er das sehen würde!
Wenn Sie das Inforportal verfolgen, sollten Ihnen das eigentlich alles bekannt sein.
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
natürlich lese ich Ihre Ausführungen täglich! Trotzdem habe ich mir erlaubt, Sie um eine kurze Stellungnahme zu bitten.
Mit freundlichen Grüßen
annimarr
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
Ihre angeführten Argumente sind mir auch Dank Ihrer umfangreichen Informationen bestens bekannt.
Ich versuche Ihnen einmal die Gedankengänge von Friedman-Anhängern – in freundlicherweise – wiederzugeben:
“Ludwig Erhard hat sich geirrt, als er glaubte, die Wirtschaft würde bei Produktionsfortschritt die Lohnquote konstant halten und die Arbeitnehmer so mit daran zu beteiligen. Aber in der Wirtschaft gilt nun einmal “shareholder value”, also der Gewinn der Anteilseigner wird maximiert.
Und der von Ihnen so ungeliebte Friedman hat
das eben erkannt und die negative Einkommenssteuer für den Sozialstaat postuliert. Er besteuert nicht die Vermögen des Kapitals, sondern eben gleich deren Einkommen, bevor sie Vermögen werden, genauso wie die Arbeitnehmereinkommen.
Die Ungerechtigkeit heute liegt darin, dass
Kapital- und Unternehmenseinkünfte geringer
besteuert werden als Arbeitnehmereinkünfte, und das hat selbst Ludwig Erhard zugelassen”!
Um diesen Leuten besser zu begegnen, würde ich gerne um Ihre Meinung bitten!
Viele Grüße
annimarr
nach meinen Informationen möchte ich Ihnen “unter üblichen Vorbehalt” folgendes mitteilen:
“Pressemitteilung des Deutschen Bundestages:
Montag, 08.11.2010 13 – 16 Uhr
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3101, Berlin
Der Petitionsausschuss behandelt Petitionen zu den Themen Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens/Althaus/Friedman und Regelungen zum Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz in einer öffentlichen Sitzung.
In der Sitzung haben die Petenten nochmals die Möglichkeit, ihr Anliegen kurz darzustellen, um dann die Nachfragen der Ausschussmitglieder zu beantworten und zu erläutern. Für Rückfragen seitens der Abgeordneten stehen ferner Vertreter der Bundesregierung zur Verfügung.
Die Sitzung wir im Internet auf bundestag.de
und im Parlamentsfernsehen live übertragen und anschließend auch im Video-on-Demand-Bereich auf der Internetseite des Bundestages bereitgestellt.
Vielleicht interessiert Sie diese Entwicklung!
Viele Grüße
annimarr
Ludwig Erhard war gegen den Beitritt Deutschlands zur EWG, der Freihandelsfanatiker befürchtete Europrotektionismus. Er musste von Adenauer mit Richtlinienkompetenz auf Linie gebracht werden. So ist auch die heutige Ludwig Erhard Stiftung ist sehr euroskeptisch. Der Vorsitzende Hans D. Papier sagte jüngst: “Das Europa der Staaten unter dem Dach einer gemeinsamen Währungsunion ist immer ein Irrtum gewesen.” Die Devise der deutschen Wirtschaft war immer: Unser Feld ist die Welt. Soll sich der Exportweltmeister mit den Wirtschaftsproblemen einer Transferunion belasten?
Die Devise der deutschen Wirtschaft war umgekehrt: Drosseln wir die Löhne in Deutschland mehr als es die anderen können, haben wir einen gewaltigen Vorteil in der Eurozone, weil die anderen nicht mehr abwerten können. Wenn einer verloren hat, ist es Frankreich und natürlich die deutschen Arbeitnehmer.
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
wie sehen Sie die “Negative Einkommenssteuer” von Friedman? Sehen sie darin eine Möglichkeit den Verteilungsschlüssel für die 70 % der Haushalte mit
10 % Vermögensanteile zu verbessern?
Welche Lösung wäre nach Ihrer Ansicht die Beste, um die Finanzprobleme der 70% Haushalte nachhaltig zu verändern?
Mit freundlichen Grüßen
annimarr
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
wir sind ein kleiner Wirtschaftskreis und diskutieren
ständig über aktuelle Wirtschaftsthemen! In diesem Bereich darf natürlich “Ludwig Erhard” nicht fehlen. Hätte der Vater der “Sozialen Marktwirtschaft” im Zeitalter der Globalisierung noch eine Chance, oder ist da nur noch “Milton Friedman” gefragt?
Ich grüße Sie,
annimarr
Natürlich hat uns niemand gezwungen und in eine Führungsposition der neoliberalen Entwicklung zu begeben. Wir hätte nach dem Vorbild Skandinaviens durchaus eine soziale Marktwirtschaft behalten können. Jedes Land entscheidet auch im Zeichen der Globalisierung selbst, wieviel soziale Ungleichheit es zulassen will. Auch das Steuersystem ist noch weitgehend national. Deutschland mußte nicht die Vermögenssteuer abschaffen, die andere Länder noch haben und den Spitzensteuersatz und die Unternehmenssteuern stärker absenken als anderswo. Es hätte auch durchaus zur Abwehr unerwünschter Folgen der Globalisierung schon längst flächendeckende Mindestlöhne, wie bei unseren Nachbarn einführen können. Wir mußten schließlich nicht alle Eier in den Korb des Exports legen. Und sehr vieles mehr. So hat uns z.B. niemand gezwungen, eines der am schlechtesten finanzierten und damit besonders chancen-ungleichen Bildungssysteme zu haben. Wir müssen auch nicht eines der höchsten Niveaus an Frauendiskriminierung bei den Arbeitseinkommen und eines der niedrigsten Kindergarten/Kind-Systeme haben, die besonders zu Lasten der Frauen gehen. Erhard müßte sich im Grabe umdrehen und aus der CDU austreten, wenn er das sehen würde!
Wenn Sie das Inforportal verfolgen, sollten Ihnen das eigentlich alles bekannt sein.
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
natürlich lese ich Ihre Ausführungen täglich! Trotzdem habe ich mir erlaubt, Sie um eine kurze Stellungnahme zu bitten.
Mit freundlichen Grüßen
annimarr
Sind Sie denn mit meiner Stellungnahme nicht zufrieden??
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
Ihre angeführten Argumente sind mir auch Dank Ihrer umfangreichen Informationen bestens bekannt.
Ich versuche Ihnen einmal die Gedankengänge von Friedman-Anhängern – in freundlicherweise – wiederzugeben:
“Ludwig Erhard hat sich geirrt, als er glaubte, die Wirtschaft würde bei Produktionsfortschritt die Lohnquote konstant halten und die Arbeitnehmer so mit daran zu beteiligen. Aber in der Wirtschaft gilt nun einmal “shareholder value”, also der Gewinn der Anteilseigner wird maximiert.
Und der von Ihnen so ungeliebte Friedman hat
das eben erkannt und die negative Einkommenssteuer für den Sozialstaat postuliert. Er besteuert nicht die Vermögen des Kapitals, sondern eben gleich deren Einkommen, bevor sie Vermögen werden, genauso wie die Arbeitnehmereinkommen.
Die Ungerechtigkeit heute liegt darin, dass
Kapital- und Unternehmenseinkünfte geringer
besteuert werden als Arbeitnehmereinkünfte, und das hat selbst Ludwig Erhard zugelassen”!
Um diesen Leuten besser zu begegnen, würde ich gerne um Ihre Meinung bitten!
Viele Grüße
annimarr
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
nach meinen Informationen möchte ich Ihnen “unter üblichen Vorbehalt” folgendes mitteilen:
“Pressemitteilung des Deutschen Bundestages:
Montag, 08.11.2010 13 – 16 Uhr
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3101, Berlin
Der Petitionsausschuss behandelt Petitionen zu den Themen Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens/Althaus/Friedman und Regelungen zum Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz in einer öffentlichen Sitzung.
In der Sitzung haben die Petenten nochmals die Möglichkeit, ihr Anliegen kurz darzustellen, um dann die Nachfragen der Ausschussmitglieder zu beantworten und zu erläutern. Für Rückfragen seitens der Abgeordneten stehen ferner Vertreter der Bundesregierung zur Verfügung.
Die Sitzung wir im Internet auf bundestag.de
und im Parlamentsfernsehen live übertragen und anschließend auch im Video-on-Demand-Bereich auf der Internetseite des Bundestages bereitgestellt.
Vielleicht interessiert Sie diese Entwicklung!
Viele Grüße
annimarr
Vielen Dank!
Ludwig Erhard war gegen den Beitritt Deutschlands zur EWG, der Freihandelsfanatiker befürchtete Europrotektionismus. Er musste von Adenauer mit Richtlinienkompetenz auf Linie gebracht werden. So ist auch die heutige Ludwig Erhard Stiftung ist sehr euroskeptisch. Der Vorsitzende Hans D. Papier sagte jüngst: “Das Europa der Staaten unter dem Dach einer gemeinsamen Währungsunion ist immer ein Irrtum gewesen.” Die Devise der deutschen Wirtschaft war immer: Unser Feld ist die Welt. Soll sich der Exportweltmeister mit den Wirtschaftsproblemen einer Transferunion belasten?
Die Devise der deutschen Wirtschaft war umgekehrt: Drosseln wir die Löhne in Deutschland mehr als es die anderen können, haben wir einen gewaltigen Vorteil in der Eurozone, weil die anderen nicht mehr abwerten können. Wenn einer verloren hat, ist es Frankreich und natürlich die deutschen Arbeitnehmer.
Sehr geehrter Herr Dr. Jahnke,
wie sehen Sie die “Negative Einkommenssteuer” von Friedman? Sehen sie darin eine Möglichkeit den Verteilungsschlüssel für die 70 % der Haushalte mit
10 % Vermögensanteile zu verbessern?
Welche Lösung wäre nach Ihrer Ansicht die Beste, um die Finanzprobleme der 70% Haushalte nachhaltig zu verändern?
Mit freundlichen Grüßen
annimarr
Was man tun müßte lesen Sie doch permanent im Infoportal: Das Gegenteil dessen, was ich kritisiere! Warum muß ich das hier alles wiederholen??