1858

Gedanken zur Zeit 1858 17-09-10: Darf es noch verlogener sein? Angebliches deutsches Wirtschaftswunder und doch Sparen bei den Armen

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8 Antworten zu 1858

  1. carolus sagt:

    es lebe die gehirnwäsche.wenn man lügen nur oft genug wiederholt,werden sich genügend leute finden lassen,die daran glauben.auch wenn die eigene erfahrung dem widerspricht.

  2. Heiner sagt:

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,718205,00.html
    Gespart wird weiter unten(ALG I Bezug soll weiter zeitlich begrenzt werden)und oben wird weiter in das Fass ohne Boden reingekippt!
    MfG

  3. HandaufsHerz sagt:

    der neueste Slogan der FDP (mindestens 10* wiederholt während der Haushaltsdebatte des Bundestags):

    “Auf einem Schuldenberg können Kinder nicht spielen”.

    Mit einem solchen Satz wollen die FDP-Abgeordneten jetzt bei der Bevölkerung hausieren gehen und Zustimmung erheischen für ihre Politik.
    Die glauben wohl, sie könnten mit den zurzeit am häufigsten gebrauchten Wörtern wie: Schulden, Berg, und Kinder automatisch positive Rückschlüsse auf die FDP generieren.
    Wer auf sowas reinfällt, dem ist wirklich nicht zu helfen.
    Das Schlimme an der Sache ist, das die FDP-Spezies fest daran glauben, dass man das Leben inszenieren kann, ohne auf Konsequenzen zu achten. – Aus dem Vollen schöpfen – für das Leid, das sie Anderen zufügen, tragen sie selbstverständlich keine Verantwortung.
    Dafür gibt es ja die Möglichkeit der eingebürgerten sarrazinischen Hetzargumentation, mittels derer man das Leid, die Not, die Arbeitslosigkeit und die Armut
    hinwegdiskrimieren und -diskreditieren kann (leider kann ich mir hier den ironischen Unterton nicht verkneifen).
    Das gebetsmühlenartige Wiederholen von Behauptungen ergibt keine Wahrheit, bestenfalls nur Scheinwahrheiten oder Täuschungen, auf die, die Unerfahrenheit reinfällt.
    Denn ein Versprechen auf neoliberale und grenzenlose Freiheit ohne Verantwortung kann im eigentlichen Sinn nur Kapital- und Finanzanarchismus zum Ziel haben.

    Liebe Grüße
    Gisela

  4. langweiler sagt:

    Was soll man/frau wirklich glauben? Fast alle Medien sagen die Krise ist vorbei, die Wirtschaft wächst, die Alo sinkt und Deutschland steht besser als andere da. In Radio, ob dradio, TV tageschau, heute usw wird überall das gleich wiederholt und der Weg und die Konsolidierungsmaßnahmen der Regierung gelobt. Ich weiss nicht was ich glauben soll. Das ist die sogen. Medienwirklichkeit. Aber ich sehe auch Menschen im Müll nach brauchbarem wühlen. Ich höre in meinem Umkreis von vielen, dass zurzeit die Arbeit so belastend ist und man weniger bekommt und weniger kaufen kann. Das ist meine subjektive Sicht. Was stimmt denn nun.
    Also mit dem Aufschwung und der sinkenden Alo quote (bald 3 Mio) kann ich nicht glauben.
    Aber können Wirtschaftsdaten lügen. Die Börse prosperiert wieder, zwar nicht bei ca. 8000 Punkten vor der Krise. Aber alle sind optimistisch. Bin ich ein Pesimist oder ein “in-den-Krümmel-suchender” wenn ich dem ganzen Optimismus nicht glaube bzw. die schönen worte hinterfrage?

    • globalnote sagt:

      Das Infoportal versucht, im Rahmen der Gegenöffentlichkeit ein notwendiges Korrekturbild an dem amtlichen Optimismus und Manipulation von Arbeitslosendaten zu vermitteln. Mehr kann ich nicht tun. Es gibt einen Aufschwung, doch der erreicht vor allem die Best- und Besserverdiener und Vermögenden.

      Die Medien sind weitestgehend vor den Regierungskarren gespannt. Kritischen Journalismus gibt es kaum noch.

      • langweiler sagt:

        Natürlich ist mir das ganze auch klar und ich bin auch sehr froh über die detaillierte und nicht einfache Arbeit des Infoportal mit allen Protagonisten. Deren Arbeit im Sinne mehr Licht uns Dunkel zu bringen möchte ich ausdrücklich hier loben. Aber es ist nicht einfach als Minorität gegen den Mainstream anzukämpfen. Stellenweise ist es nichht einfach gegen solche Menschen nicht aufzustecken. Manchmal frage ich wer ist denn auf dem falschen Dampfer. Ich oder die anderen. Oder bin ich shon zu eingefahren, gefangen in meiner Denke. Denn die anderen behaupten das Gegenteil.
        Es ist nicht einfach, aber das Portal zeigt mir immer noch ich bin nicht allein. Das ist gut so.

  5. Manfred Steingrube sagt:

    Ich trage die Feststellung des Infoportals. Es hat so gut wie keine kritische Berichterstattung über das wahre Ausmaß der Krise gegeben – abgesehen vom Infoporatal. Auch bei den öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten gab es so gut wie keine kritische Berichterstattung, die ohnehin in fester politischer Hand sind wie der Fall Roland Koch – Nikolaus Brender zeigte. Wenn dann tatsächlich kritisch berichtet wird, dann meist in den späten Abendstunden und oft leider sehr einseitig wie am 15.09.2010 im Ersten mit der Sendung „Zocken bis der Staat hilft“ deutlich wurde, denn man konnte sich nicht des Eindrucks erwehren, dass das Klischee bedient werden werden sollte, dass der Staat (Landesbanken!) nicht mit Geld umgehen kann und der schlimmste Zocker war. Verschwiegen wurde dabei allerdings, dass gerade die Privatbanken (HRE, IKB und unzählige mehr!) wohl mindestens ebenso große Zocker waren. Gewinner dieser Krise sind die Wohlhabenden und Reichen dieser Welt. Die Verlierer müssen nun für diese Klientel die Lasten tragen.

    Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch lange nicht vorbei. Folglich kann die konjunkturelle Lage auch nicht als kraftstrotzend bezeichnet werden für die uns andere Länder beneiden müssten wie dies vielfach vom Mainstream immer wieder behauptet wird (Vorreiter ist besonders BILD und Spiegel-Online). Die Produktivitätskapazitäten vieler Unternehmen kann noch lange nicht als ausgelastet bezeichnet werden. Die Arbeitslosigkeit sinkt nicht wirklich, sondern überwiegend aufgrund statistischer Manipulation (abgesehen von der Leiharbeits-branche!), die vom Infoportal ausführlich jeden Monat neu analysiert wird und für sich eigentlich selbstredend ist.

  6. georg sagt:

    Aufschwung 2007.
    Ende des Jahres sagte Frau Merkel, im Einklang mit den gleichgeschalteten Medien: Der Aufschwung gewinnt an Fahrt, Breite , Tiefe , der Aufschwung kommt bei der breiten Masse an und bla bla bla. Das ganze kommt doch ziemlich bekannt vor.
    Zu heute,
    Ich glaube auch dass die Billionen an Rettungsgeldern irgendwo ankommen….
    Ist auch klar bei wem. Meine Oma sagte, immer wer hat dem wird gegeben und wer einen Kredit braucht bekommt keinen wer keinen braucht dem wird er geschenkt.
    Die billionen Rettungsgelder führen bestimmt zu einem
    gewaltigem Anstieg der Einkommen aus Geld und Vermögen. Dies ist positiv für die Berechnung des BSP.
    Die Reichen sind sich sicher der Aufschwung ist da, und die 1 Euro Jobber ?
    Maschinenbau und damit verbunden der Export, sind enorm wichtig für den Aufschwung. Doch wer hat was davon ?
    BSP. Maschinenbauunternehmen xyz bekommt Riesenauftag
    vom Retter Deutschlands CHINA. Die Ingenieure und Arbeiter sind glücklich. Die Maschinen werden nach CHINA geliefert und produzieren dort genau dieselben Produkte wie in Deutschland nur viel billiger. Folge:
    In Deutschland werden viele Arbeitskräfte freigesetzt, die für zunehmende Mobilität und Dynamik auf dem Arbeitsmarkt sorgen.. Übersetzt: HARZ 4, 1Euro jobs;, Leiharbeit.. Der Aufschwung kommt also an
    Beispiel 2 Maschinenbauunternehmen bekommt Grossauftrag aus dem Inland, Pressemeldung des Auftraggebers: Wir optimieren unsere Fertigung und investieren in eine für alle sichere Zukunft.. Belegschaft ist happy. Die Belegschaft beim Maschinenbauer auch.
    Nach einem halben Jahr, das Projekt ist erfolgreich beendet worden und das auch noch vor der Zeit, ist die Hälfte der Belegschaft überflüssig und kann freigesetzt werden. Das führt natürlich zu zusätzlicher Mobilität und Dynamik auf dem Arbeitsmarkt und so weiter und so weiter.
    Fazit: Auf Aufschwünge dieser mieserablen Sozialen Qualität müssen wir verzichten.
    gruss georg

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