Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Montag, 13. September 2010 um 9:33 am und eingeordnet unter Politik. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Wenn Oskar Lafontaine ein „Linkspopulist“ nach der Lesart des Springerverlages sein soll, dann müsste Thilo Sarrazin eigentlich ein „Rechtspopulist“ sein.
Der eine ist nicht mehr in der SPD, weil er sie freiwillig verlassen hat und hat die Linkspartei gegründet, der andere ist noch in der SPD, weil er nicht freiwillig gehen will und wartet auf seinen Rauswurf, der allerdings nicht so einfach zu sein scheint, und wird seit Tagen medial befeuert, doch ebenfalls eine Partei zu gründen „als neue Kraft“ den rechten politischen Flügel zu besetzen, weil es den etablierten Parteien offensichtlich nicht mehr gelingt, die Ränder des politischen Spektrums zu besetzen.
Die Saat, die der Springer-Konzern mit seinen Schlachten „gegen alles Linke“ in Deutschland säet, könnte aufgehen, indem tatsächlich eine rechtspopulistische Partei gegründet wird wie in Österreich oder Holland. Noch aber fehlen wohl die charismatischen Köpfe.
Stammwähler der CDU/CSU werden sicherlich bestätigen, dass Angela Merkel für sie ein charismatischer Kopf ist. Ähnlich wird es auch für Guido Westerwelle ausgehen, wenn die Stammwählerschaft der FDP danach gefragt werden würde. Beide Parteien haben bei der Bundestagswahl natürlich am „rechten Rand mit Erfolg gefischt“. Leider! Mit denselben Wahlsprüchen werden sie allerdings zukünftig keinen sehr großen Erfolg mehr haben.
Abgesehen von den beiden, sollte man schon ein wenig aufhorchen und die Ohren spitzen, wenn insgesamt bei fast allen Parteien eine Mehrheit den Thesen und Sprüchen Sarrazins glauben schenkt. Geschürt wird dies bekanntermaßen besonders von der Springerpresse. Wenn Menschen sich aber so einfach einfangen lassen, dann kann einfach etwas nicht in unserer Gesellschaft in Ordnung sein. Dann fehlt in der Regel die soziale Balance. Mir jedenfalls zeigt es sehr deutlich, dass auf der einen Seite die politisch Verantwortlichen bei den Menschen im großen Stil die Legitimation für ihre Politik verloren hat. Vielleicht sogar bei ganzen Gruppen. Auf der anderen Seite ist dadurch die Gefahr durchaus realistisch, wenn sehr viele Menschen sich von den entscheidenden politischen Vereinbarungen maltretiert und ausgepresst fühlen (und auch werden!), wenn sie sich als sozial verloren und ökonomisch betrogen fühlen, sich Rattenfängern anzuschließen.
Ich will gar nicht bestreiten, dass die Gründung einer rechtspopulistischen Partei gerade in Deutschland wohl eher sehr schwer wäre. Die Befangenheit gegenüber einer solchen Partei ist bei möglichen „charismatischen Köpfen“ vermutlich noch zu groß. Prinzipiell aber möglich.
meines Erachtens beschwört der BILD-Kommentar die „Neue Bürgerlichkeit“, eine neo-konservative Bewegung, die 1983 von Matthias Horx initiiert wurde. Horx stellte fest, dass im Grunde die 68er-Studentenbewegung an allem Übel unserer Nation, auch der wirtschaftlichen, schuld ist und stellte deren Lebensanschauungen Pragmatismus und Realismus gegenüber.
Helmut Kohl quasselte zu Beginn seiner Amtszeit von einer „geistig-moralischen Wende“ und Gerhard Schröder beschwor während der rot-grünen Koalition die „Neue Mitte“. Sekundärtugenden rückten wieder verstärkt in den Blickwinkel der Öffentlichkeit und Feministinnen, so auch ich, beklagen seither einen patriarchalischen Backslash. Mehrere Shell-Studien erforschten, dass unter unseren Jugendlichen ein verstärktes Interesse an der Bürgerlichkeit erwacht. Das Wort „Cocooning“ wurde populär. Es bezeichnet den Rückzug der Menschen aus dem öffentlichen und politischen Raum hin zum Privaten. Die Terroranschläge des 11. September 2001 beendeten endgültig unsere angebliche Spaßgesellschaft und förderten das neue Lebensgefühl der neo-konservativen Bürgerlichkeit.
Aktuelle Vertreter des Neo-Konservatismus sind unter anderem: Bernhard Bueb, Eva Herman, Frank Schirrmacher, Arnulf Baring, Oswald Metzger, Mathias Matussek, Peter Hahne etc. pp. Sarrazin kann in einem Atemzug erwähnt werden.
Der mir missfälligste Vertreter der Neuen Bürgerlichkeit ist der Philosoph Sloterdijk, der in seinem Buch „Regel für den Menschenpark“, das in 1999 erschien, von „Menschenzucht“, „Zähmung des Menschen“, und „Titanenkampf… unter Züchtern“ faselt, die an das Vokabular von Spengler und seinen „stahlharten Rassemenschen“ erinnert. Weiterhin ist von „Menschenhaltung… als einer zoopolitischer Aufgabe“ die Rede, von der „Menschenhütekunst“, vom „Expertenkönigtum“ um das Wissen der Züchtung einer Elite, die um des Ganzen willens gezüchtet werden muss. Was Sloterdijk mit dem „Ganzen“ meint, bleibt offen. Ich vermute, er meint den immer krisenhafter werdenden Kapitalismus. Der ist aber nicht mit den Mitteln der Eugenik und der Schädelvermessung zu retten!
Gemessen an Sloterdijk ist Sarrazin harmlos. Aber letzt Genannter hat viel, viel mehr Gewicht in der Öffentlichkeit, schließlich gehört er zu unseren bundesdeutschen Autoritäten und wenn Sarrazin was sagt, kann es nicht falsch sein und wenn er angebliche Tabus bricht, dann darf das eine großangelegte Zahl der Deutschen genau so. Basta! Der Deutsche ist traditionell blind vernarrt in Leitfiguren, auch wenn sie des Volkes Henker sind.
Warum nur wird mir schon lange Angst, ängster, am engsten in dieser globalisierten, weltoffenen Exportrepublik????
Etwas “schizophren” sind die Meinungen von Herrn Jahnke zur Einwanderung schon.
Einerseits sieht er ganz klar, daß der Anlaß für die Massenimigration Import von Billigarbeitskräften war, um die Löhne (und Lebensbedingungen) der einheimischen Bevölkerung zu drücken, also Kapitalismus übelster Art.
Auch legt er detailliert dar, daß die Massenimmigration starken Anteil and der Kriminalität und dem sinkenden Bildungsniveau hat, von anderen sozialen Effekten ganz zu schweigen.
Als ‘Umweltbewußter’ müßte er auch sehen, daß eines der übervölkertsten Industrieländer statt noch Millionen Einwanderer aufzunehmen, die Chance der geringen Geburtsraten nutzen sollte, um auf eine vernünftige Bevölkerungsdichte zu gelangen.
Er müßte also logischerweise mindestens einen Einwanderungsstop verlangen.
Stattdessen befürwortet er – politisch korrekt – bessere Integration, ohne uns zu erklären, woher er den Optimismus nimmt, daß das, was jahrzehntelang gescheitert ist, nun wundersamerweise funktionieren soll.
Die extrem niedrige deutsche Geburtenrate ist nicht ein natürliches Auspendeln auf ein Niveau der Nachhaltigkeit, sondern Ausdruck einer tiefunglücklichen Gesellschaft mit einem extremen Altersprozeß.
Was Sie nicht verstehen: Ein Einwanderungsstopp würde nicht helfen, da es die qua viel höherer Geburtenrate stark wachsende Zahl der bereits Eingewanderten ist, die das Gleichgewicht verschiebt. Die Einwanderung selbst ist stark zurückgegangen. Für die Integration hat Deutschland – anders als andere Länder – bisher nichts getan. Warum sind Sie dann so pessimistisch, wenn man mal endlich etwas täte?
Im Übrigen plädiere ich stets gegen den EU-Beitritt der Türkei, weil das eine nicht zu stoppende Einwanderungswelle auslösen würde.
für Kanada, USA, Skandinavien, Dänemark etc. pp. sind Zugewanderte ein ökonomischer wie sozialer Gewinn, weil diese Länder nicht den deutschen Fehler gemacht haben, angeworbene Ausländer lediglich als Gastarbeiter anzusehen, also als Leute, die, wenn sie genug verdient haben, freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren und somit Deutschland seit 40 Jahren so ziemlich jede Integrationsbestrebung verpennt hat.
Der deutschen Industrie war von Anfang an bis heute Quantität statt Qualität der Zuwanderer wichtig. Je ungebildeter die Arbeitskraft, desto billiger. Hurrah, mehrt es doch den Pofit der deutschen Kapitalisten!
Deutschland hat sich zudem nie als Einwanderungsland verstanden. Das war ein großer Fehler! Und heute sind wir längst kein Einwanderungs-, sondern ein Auswanderungsland, was sowohl für die Zugezogenen, die uns mittlerweile massenweise verlassen, wie die gut ausgebildeten Deutschen gilt. Nicht mal die Greencard kann uns hochqualifizierte Menschen ins Land holen. Dafür ist der ausländerfeindliche Ruf Deutschlands und seine schlechte Bezahlung seit Jahren in Verruf geraten. Sarrazin hat den Ruf Deutschlands in der Welt obendrein beschädigt!!!
In den meisten anderen Zuwanderungsländern dieser Welt gibt es strenge Normen, nach denen Ausländer ins Land geholt werden. Selbst Briten müssen in Kanada einen Sprachtest ablegen. Nach Dänemark darf nicht mal ein Deutscher zuwandern, wenn er entweder keinen dänischen Arbeitsplatz nachweisen kann oder sein Vermögen nicht ausreicht, sich über Jahre hinweg selbst zu unterhalten. In den meisten Ländern gilt das kontrollierte Gebot des Erlernens der Landessprache mit mindestens 800 Vokabeln innerhalb eines Jahres. Außer in Deutschland gilt in vielen anderen Ländern der Zwang, die Landessprache zu erlernen, sich an die kulturellen Eigenschaften anzupassen, also unauffällig zu leben, ohne sich assimilieren zu müssen. Zu Deutschlands berühmt berüchtigtem Sonderweg gehört auch der Umgang mit seinen ausländischen Mitbürgern. Das ist ein Jammer, das ist eine Schande per excellence!
Dr. Jahnke ist kein spinnerter Zeitgenosse, wenn er auf die Wichtigkeit verweist, Ausländer ins Land zu holen, die die geburtenschwachen Deutschen künftig ökonomisch unterstützen. Da China ein Volk von mittlerweile 1,5 Milliarden Menschen zählt, ist abzusehen, dass künftig immer mehr relativ gut ausgebildete, aber umso fleißigere, genügsame Chinesen nach Deutschland wandern.
Wir Deutsche werden künftig aber nicht nur die Chinesen dringend brauchen!
Hallo Gaby,
ich weiß nicht, ob sich Ihr Beitrag auf meine Argumentation bezieht – ich kann es nicht so recht erkennen – wenn ja, will ich versuchen, darauf zu antworten.
a) Billigarbeitskräfte
Das ist natürlich nicht nur in Deutschland der Fall, vermutlich waren Sie noch nicht in Frankreich oder USA, sonst würden Sie zustimmen, daß dort die Einwanderer (Afrikaner bzw. Latinos), genau die gleiche Rolle spielen wie in Deutschland: Billigarbeitskräfte, hereingeholt entgegen dem Willen der Bevölkerung, von Kapitalisten und ihren Marionettenregierungen (rechten, wie linken).
b) Kriminalitätserhöhung/Bildungsabsenkung
Auch das ist in allen vergleichbaren Ländern (z.B. Frankreich, England) direkte Folge der Einwanderung. Herr Jahnke stellt das auch korrekt dar. Das auf seine Bildung stolze Frankreich z.B. stellte wieder signifikanten Analphabetismus fest.
c) übervölkertes Deutschland
Auch hierauf scheinen Sie nicht einzugehen: unser Land ist hoffnungslos übervölkert, eine Verringerung der Einwohnerzahl würde nicht nur der Umwelt, sondern auch der Lebensqualität gut tun.
Daß wir dringend Ausländer brauchen, um uns ökonomisch zu unterstützen, soll ja wohl ein schlechter Witz sein. Eine der vielen Lebenslügen der 68er, wie die “Kulturbereicherung”.
Die Sache mit Ihren Chinesen habe ich auch nicht verstanden. Brauchen wir dringend mehr Türken, um die kommenden Chinesen zu kompensieren?
ich möchte nicht weiter auf Ihre Punkte a) und b) eingehen, denn dass nicht alles Gold ist, was in anderen Ländern an Integrationspolitik betrieben ist, dürfte klar sein. Tatsache bleibt aber leider, dass Deutschland vergleichsweise rückständig mit Teilen seiner Zuwanderern umgeht. Hier werden viele künftige Talente verspielt. Gleiches geschieht mit Kindern aus finanziell schwachen Familien. Statt gerade sie zu fördern, schaut die Politik lieber weg.
Allerdings vertrete ich nicht Ihre Meinung, dass Deutschland überbevölkert wäre. Schaut man in die neuen Bundesländer, sieht man kaum Volk, dafür aber viel Raum. Dort füllen, wenn ich das so überspitzt ausdrücken darf, mittlerweile Fuchs und Luchs die wunderschön restaurierten Straßenzüge, die langsam aber sicher versteppen.
Rein rechnerisch werden wir bis zum Jahr 2050 um 30 % schrumpfen; über 15 Prozent unserer Bevölkerung wären dann über 80 Jahre alt und davon ein Drittel dement. Da wird uns das Wirtschaften im globalen Maßstab ziemlich schwer fallen! Unsere türkischstämmigen Mitbürger bekommen zwar mehr Kinder als die Alteingesessenen (2,1 pro Frau), aber das genügt nicht mal zu deren Bestandserhalt. Jahrelang haben wir uns gewehrt, ein Einwanderungsland zu sein und nun sind wir de facto zu einem Auswanderungsland geworden. Mit Japan stehen wir mit dieser negativen Entwicklung allein unter allen hochentwickelten und reichen Industrienationen. Was wir treiben, ist in meinen Augen ein bevölkerungspolitisches wie volkswirtschaftliches Harakiri.
In den nächsten 20 Jahren wird sich aller Voraussicht nach noch ein anderes Ungemach einstellen. Die demographische Entwicklung aufstrebender Länder wie China, Indien und Brasilien steht im Begriff, ebenso rückläufig zu werden wie die unsrige. Es wird für diese Länder eine enorme Herausforderung werden, die vielen Millionen Menschen, die jetzt für das gigantische Wirtschaftswachstum sorgen, mit ihrem Renteneintrittsalter durch nachwachsende Arbeitnehmer zu ersetzen. Das wird nicht ohne die Anwerbung ausländischer Menschen gehen und wenn China erst einmal anfängt, ausländische Arbeitskräfte zu rekrutieren, schauen wir vermutlich in die Röhre, zumal Deutschland für ausländische Fachkräfte nicht unbedingt attraktiv ist.
Aus allen diesen Gründen und weiteren, die ich aufgrund der Länge des Textes nicht genannt habe, bin ich dafür, dass wir unsere bereits hier lebenden Zugewanderten gut in unsere Gesellschaft integrieren und ausbilden und gleichzeitig dafür sorgen, dass wir ein attraktives Einwanderungsland werden, in dem nicht nur die Einheimischen gute Löhne erhalten, sondern auch die Zugezogenen.
Egal ob Türke, Chinese, Franzose, Amerikaner etc. pp. mir sind sie herzlich willkommen und am Beispiel Kanada, Skandinavien und Dänemark sehen wir, dass eine gute Integrationspolitik tatsächlich eine kulturelle wie ökonomische Bereicherung für diese Länder ist.
“Die extrem niedrige deutsche Geburtenrate ist … Ausdruck einer tiefunglücklichen Gesellschaft”
… die keine Zukunft in einem von Moslems überrannten Land sieht, in dem ihre eigene Regierung sie zur Minderheit macht.
“Was Sie nicht verstehen: Ein Einwanderungsstopp würde nicht helfen, da es die qua viel höherer Geburtenrate stark wachsende Zahl der bereits Eingewanderten ist, die das Gleichgewicht verschiebt.”
Hier weichen Sie mir schlicht aus: selbst dann wäre ein absoluter Stopp sinnvoll
denn
a) würde er den üblen Zustand nicht durch weitere Zuwanderung verschlimmern und
b) würde ein Stopp das einzig richtige Signal senden: wir wollen keine weitere Einwanderung, was klarerweise die Mehrheitsmeinung unter den Deutschen ist.
Ihre Haltung gleicht dem, der sein Dach nicht reparieren will, weil eh schon Wasser in seinem Haus steht.
Es wäre ehrlicher zu sagen, diese Forderung kann im gegenwärtigen Klima des BRD-Meinungsterrors nicht erhoben werden.
“Für die Integration hat Deutschland – anders als andere Länder – bisher nichts getan.”
Das ist höchst subjektiv und wird nicht dadurch wahrer, daß es von linker Seite permanent behauptet wird – Schuldkult macht’s möglich. In keinem Land wird es den Ausländern so leicht gemacht, sich nicht zu integrieren.
Daß die auchtochtone Bevölkerung für ihre eigene Vertreibung auch noch zahlen und sich anpassen soll, ist außerdem reichlich zynisch.
Die Integration scheitert nicht an fehlenden Mitteln, sondern am Willen der Einwanderer und an kulturellen Unterschieden.
Da die Ausländer nicht gekommen sind, weil sie unser Land, unsere Kultur, unsere Meinungsfreiheit bewundern, sondern aus rein materiellen Gründen, wäre es äußerst naiv (‘tschuldigung für die “Verbalinjurie”) anzunehmen, sie würden sich hier integrieren.
Was Sie da schreiben macht wirklich keinen Sinn. Ich unterliege keinem Meinungsterror und schreibe immer, was ich denke. Das ist gerade die Qualität des Infoportals. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, sonst brauchen Sie mit mir wirklich nicht weiter zu diskutieren. Der Rückgang der Geburtenrate ist nun das Letzte, was Sie Immigranten in die Schuhe schieben sollten. Deutschland ist in den letzten Jahren zu einem Auswanderungsland geworden, bei nur noch sehr geringer Einwanderung. Einen Einwanderungsstopp braucht es nur, indem die Türkei nicht in die EU aufgenommen wird. Dafür plädiere ich und habe es bereits in meiner letzten Reaktion geschrieben.
Begriffe, wie schizophren oder naiv machen Sie nicht durch gleichzeitige Entschuldigungen gut. Sie haben offensichtlich eine Fähigkeit, sich im Ton zu vergreifen und auch andere Meinungen gar nicht korrekt zur Kenntnis zu nehmen. Offensichtlich wollen Sie nur Ihre eigene loswerden. Das aber ist keine Basis, für eine sinnvolle Diskussion.
“Was Sie da schreiben macht wirklich keinen Sinn.”
Sollte das eines Ihrer Argumente sein?
“Ich unterliege keinem Meinungsterror und schreibe immer, was ich denke.”
Mag sein, aber Sie scheinen nicht zu lesen was ich schreibe: Ich behaupte, die genannte Forderung kann im derzeitigen BRD-Klima (vergessen Sie den Meinungsterror) nicht erhoben werden. Wollen Sie das etwa bestreiten?
Daß Sie sie öffentlich erheben sollen, habe ich auch nicht gesagt, sondern, daß es Ihrer eigenen Forum-Logik entsprechen würde. Das habe ich ausführlich begründet, aber Sie gehen darauf nicht ein.
“Der Rückgang der Geburtenrate ist nun das Letzte, was Sie Immigranten in die Schuhe schieben sollten.”
Ich verkehre in Auswandererkreisen und weiß, daß das für viele ein wesentliches Argument war, Deutschland zu verlassen.
“Offensichtlich wollen Sie nur Ihre eigene loswerden.”
Das sind Ihre Verbalinjurien. Wenn Sie sich im Ton vergreifen, merken Sie es offensichtlich nicht.
“Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, sonst brauchen Sie mit mir wirklich nicht weiter zu diskutieren.”
Schade, daß Sie in diesem Forum Gegenmeinungen abqualifizieren bzw. gar nicht akzeptieren. Sagen Sie das bitte gleich, dann bleiben Sie unter sich.
es denken viele so,dass die ausländer das klima in deutschland vergiften und die deutschen aus ihrem eigenen land treiben und dass es gut wäre es würde einen einwanderungsstopp geben,wie auch immer man dies organisiert.wobei dass problem der illegalen ja auch nicht gelöst wäre.
als ich kind war,wurden italiener als spaghetti-fresser beschimpft,dann waren es die jugo-säue(später gegen mich erlebt!),und jetzt eben kopftuchmädchen.
es hat hier in deutschland nie ein wille zur integration von einwanderern gegeben.die menschen waren offiziell nie willkommen.
ich gehöre zu den sogenannten volksdeutschen,die in den 60gern eingewandert sind.ich habe während meiner schulzeit verschwiegen,dass ich nicht in deutschland geboren bin,um mir die hetze gegen mich zu ersparen,weil ich damals der einzige volksdeutsche in der klasse war.
wir sollten eigentlich nur dazu da sein stimmvieh für die CDU zu bilden.ebenso die russland-deutschen oder ddr-flüchtlinge!willkommen waren wir alle nicht.
die bild-zeitung hat uns auch nur als stimmvieh für die konservativen gesehen.
was Du schreibst, kann ich bestätigen. Zwar weiß ich nicht, ob die Konservativen die Volksdeutschen und Gastarbeiter ganz besonders als Stimmvieh ansahen, aber ich weiß aus meinem konservativen Elternhaus und das meiner Schulfreundinnen, dass es stets Ressentiments gegen Ausländer gegeben hat. Diese Vorbehalte wurden peu´a peu´an uns Kinder weiter gegeben.
In der Grundschule war in meiner Klasse eine Spanierin, Monika hieß sie. Sie wohnte zwei Häuser weiter, aber meine erzkonservativen Eltern verboten mir, sie zu besuchen und einladen durfte ich sie auch nicht; ich durfte nicht mal den Schulweg mit ihr gemeinsam nehmen. Begründung: Spanier haben einen schlechten Einfluss auf meine Erziehung, weil sie zügellos sind und außerdem wissen sie nicht, was Hygiene ist.
Der Hit war, dass mir meine Eltern, da war ich 18 Jahre alt, abrieten, mich mit meinem späteren Ehemann abzugeben, weil seine Eltern Vertriebene aus Ostpreußen waren. Meine Eltern erzählten mir, dass die Ostpreußen Pollaken sind und diese Kultur kennt keine Sauberkeit, keinen Anstand und rückständig sind sie auch, schließlich gibt es in Polen nur Ackerbau und Viehzucht. Ich habe Uli trotzdem geheiratet, bin mit dieser Wahl noch immer glücklich und in diesem Jahr feiern wir Silberhochzeit.
Als ich eines Tages, da war ich wohl 14 Jahre alt, dahinter kam, dass das Rheinland, in dem ich aufgewachsen bin, von jeher ein Schmelztiegel vielerlei Kulturen war/ist und deshalb niemand von sich behaupten kann, ein „reiner Deutscher“ zu sein, haben meine alten Eltern ziemlich mit mir geschimpft. Ich war schlichtweg ein „freches Stück Mensch“, weil ich ihre verkorksten Ansichten in Frage stellte.
Seit diesem negativen Schlüsselerlebnis wurde mir nach und nach klar, dass es eine unbeschreibliche Unmenschlichkeit und Diskriminierung ist, Menschen anderer Kulturen bzw. anderen Aussehens und Verhaltens von vornherein auszugrenzen und ihnen das Etikett „schmutzig“, „dumm“, „faul“ und „minderwertig“ anzuheften, ohne je den winzigsten Kontakt zu diesen Menschen gehabt zu haben. Von dieser Einsicht bin ich bis heute nicht abgewichen. Umso mehr ärgert mich dieser Verbalterrorist Sarrazin – ein Vertreter des konservativ-bürgerlichen Lagers, das von sich sogar behauptet, gute Christen zu sein. Es mögen gute Christen unter ihnen sein, aber viele sind es nicht.
Auch gegen die Bundesbürger aus dem östlichen Teil Deutschlands gibt es einige Voreingenommenheiten; die kenne ich aus dem Freundes- und Kollegenkreis und lehne diese Pauschalisierungen ab, was zur Folge hat, dass mir mitunter plumpste Naivität unterstellt wird. Na und?
Wenn Oskar Lafontaine ein „Linkspopulist“ nach der Lesart des Springerverlages sein soll, dann müsste Thilo Sarrazin eigentlich ein „Rechtspopulist“ sein.
Der eine ist nicht mehr in der SPD, weil er sie freiwillig verlassen hat und hat die Linkspartei gegründet, der andere ist noch in der SPD, weil er nicht freiwillig gehen will und wartet auf seinen Rauswurf, der allerdings nicht so einfach zu sein scheint, und wird seit Tagen medial befeuert, doch ebenfalls eine Partei zu gründen „als neue Kraft“ den rechten politischen Flügel zu besetzen, weil es den etablierten Parteien offensichtlich nicht mehr gelingt, die Ränder des politischen Spektrums zu besetzen.
Die Saat, die der Springer-Konzern mit seinen Schlachten „gegen alles Linke“ in Deutschland säet, könnte aufgehen, indem tatsächlich eine rechtspopulistische Partei gegründet wird wie in Österreich oder Holland. Noch aber fehlen wohl die charismatischen Köpfe.
Merkel und Westerwelle sind doch wohl schon ” Charisma”
genug, oder nicht?
MfG
Hallo Heiner,
Stammwähler der CDU/CSU werden sicherlich bestätigen, dass Angela Merkel für sie ein charismatischer Kopf ist. Ähnlich wird es auch für Guido Westerwelle ausgehen, wenn die Stammwählerschaft der FDP danach gefragt werden würde. Beide Parteien haben bei der Bundestagswahl natürlich am „rechten Rand mit Erfolg gefischt“. Leider! Mit denselben Wahlsprüchen werden sie allerdings zukünftig keinen sehr großen Erfolg mehr haben.
Abgesehen von den beiden, sollte man schon ein wenig aufhorchen und die Ohren spitzen, wenn insgesamt bei fast allen Parteien eine Mehrheit den Thesen und Sprüchen Sarrazins glauben schenkt. Geschürt wird dies bekanntermaßen besonders von der Springerpresse. Wenn Menschen sich aber so einfach einfangen lassen, dann kann einfach etwas nicht in unserer Gesellschaft in Ordnung sein. Dann fehlt in der Regel die soziale Balance. Mir jedenfalls zeigt es sehr deutlich, dass auf der einen Seite die politisch Verantwortlichen bei den Menschen im großen Stil die Legitimation für ihre Politik verloren hat. Vielleicht sogar bei ganzen Gruppen. Auf der anderen Seite ist dadurch die Gefahr durchaus realistisch, wenn sehr viele Menschen sich von den entscheidenden politischen Vereinbarungen maltretiert und ausgepresst fühlen (und auch werden!), wenn sie sich als sozial verloren und ökonomisch betrogen fühlen, sich Rattenfängern anzuschließen.
Ich will gar nicht bestreiten, dass die Gründung einer rechtspopulistischen Partei gerade in Deutschland wohl eher sehr schwer wäre. Die Befangenheit gegenüber einer solchen Partei ist bei möglichen „charismatischen Köpfen“ vermutlich noch zu groß. Prinzipiell aber möglich.
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EEDDEA97355444F6F9444F8FB7B8A21E3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Dann könnte sowas wie bei den Nachbarn passieren: s.o.
Das Problem ist die Zahl 47 in dem Artikel für jede Demokratie!!
MfG
Schönen guten Abend,
meines Erachtens beschwört der BILD-Kommentar die „Neue Bürgerlichkeit“, eine neo-konservative Bewegung, die 1983 von Matthias Horx initiiert wurde. Horx stellte fest, dass im Grunde die 68er-Studentenbewegung an allem Übel unserer Nation, auch der wirtschaftlichen, schuld ist und stellte deren Lebensanschauungen Pragmatismus und Realismus gegenüber.
Helmut Kohl quasselte zu Beginn seiner Amtszeit von einer „geistig-moralischen Wende“ und Gerhard Schröder beschwor während der rot-grünen Koalition die „Neue Mitte“. Sekundärtugenden rückten wieder verstärkt in den Blickwinkel der Öffentlichkeit und Feministinnen, so auch ich, beklagen seither einen patriarchalischen Backslash. Mehrere Shell-Studien erforschten, dass unter unseren Jugendlichen ein verstärktes Interesse an der Bürgerlichkeit erwacht. Das Wort „Cocooning“ wurde populär. Es bezeichnet den Rückzug der Menschen aus dem öffentlichen und politischen Raum hin zum Privaten. Die Terroranschläge des 11. September 2001 beendeten endgültig unsere angebliche Spaßgesellschaft und förderten das neue Lebensgefühl der neo-konservativen Bürgerlichkeit.
Aktuelle Vertreter des Neo-Konservatismus sind unter anderem: Bernhard Bueb, Eva Herman, Frank Schirrmacher, Arnulf Baring, Oswald Metzger, Mathias Matussek, Peter Hahne etc. pp. Sarrazin kann in einem Atemzug erwähnt werden.
Der mir missfälligste Vertreter der Neuen Bürgerlichkeit ist der Philosoph Sloterdijk, der in seinem Buch „Regel für den Menschenpark“, das in 1999 erschien, von „Menschenzucht“, „Zähmung des Menschen“, und „Titanenkampf… unter Züchtern“ faselt, die an das Vokabular von Spengler und seinen „stahlharten Rassemenschen“ erinnert. Weiterhin ist von „Menschenhaltung… als einer zoopolitischer Aufgabe“ die Rede, von der „Menschenhütekunst“, vom „Expertenkönigtum“ um das Wissen der Züchtung einer Elite, die um des Ganzen willens gezüchtet werden muss. Was Sloterdijk mit dem „Ganzen“ meint, bleibt offen. Ich vermute, er meint den immer krisenhafter werdenden Kapitalismus. Der ist aber nicht mit den Mitteln der Eugenik und der Schädelvermessung zu retten!
Gemessen an Sloterdijk ist Sarrazin harmlos. Aber letzt Genannter hat viel, viel mehr Gewicht in der Öffentlichkeit, schließlich gehört er zu unseren bundesdeutschen Autoritäten und wenn Sarrazin was sagt, kann es nicht falsch sein und wenn er angebliche Tabus bricht, dann darf das eine großangelegte Zahl der Deutschen genau so. Basta! Der Deutsche ist traditionell blind vernarrt in Leitfiguren, auch wenn sie des Volkes Henker sind.
Warum nur wird mir schon lange Angst, ängster, am engsten in dieser globalisierten, weltoffenen Exportrepublik????
Gaby
Etwas “schizophren” sind die Meinungen von Herrn Jahnke zur Einwanderung schon.
Einerseits sieht er ganz klar, daß der Anlaß für die Massenimigration Import von Billigarbeitskräften war, um die Löhne (und Lebensbedingungen) der einheimischen Bevölkerung zu drücken, also Kapitalismus übelster Art.
Auch legt er detailliert dar, daß die Massenimmigration starken Anteil and der Kriminalität und dem sinkenden Bildungsniveau hat, von anderen sozialen Effekten ganz zu schweigen.
Als ‘Umweltbewußter’ müßte er auch sehen, daß eines der übervölkertsten Industrieländer statt noch Millionen Einwanderer aufzunehmen, die Chance der geringen Geburtsraten nutzen sollte, um auf eine vernünftige Bevölkerungsdichte zu gelangen.
Er müßte also logischerweise mindestens einen Einwanderungsstop verlangen.
Stattdessen befürwortet er – politisch korrekt – bessere Integration, ohne uns zu erklären, woher er den Optimismus nimmt, daß das, was jahrzehntelang gescheitert ist, nun wundersamerweise funktionieren soll.
@Sylvie,
Die extrem niedrige deutsche Geburtenrate ist nicht ein natürliches Auspendeln auf ein Niveau der Nachhaltigkeit, sondern Ausdruck einer tiefunglücklichen Gesellschaft mit einem extremen Altersprozeß.
Was Sie nicht verstehen: Ein Einwanderungsstopp würde nicht helfen, da es die qua viel höherer Geburtenrate stark wachsende Zahl der bereits Eingewanderten ist, die das Gleichgewicht verschiebt. Die Einwanderung selbst ist stark zurückgegangen. Für die Integration hat Deutschland – anders als andere Länder – bisher nichts getan. Warum sind Sie dann so pessimistisch, wenn man mal endlich etwas täte?
Im Übrigen plädiere ich stets gegen den EU-Beitritt der Türkei, weil das eine nicht zu stoppende Einwanderungswelle auslösen würde.
Sylvie: besser den Begriff schizophren im nächsten Beitrag in Verbindung mit Herrn Jahnke nicht mehr benutzen.
Der Moderator.
Danke!
MfG
huch, wie empfindlich.
Ich hoffe, ich bin nicht in ein Forum von Mimöschen geraten.
Herr Jahnke teilt viel aus, also wird er auch einstecken können.
@Sylvie,
Sachlich kann ich viel einstecken. Doch da fehlt es bei Ihren Argumenten. Wer mit Verbalinjurien um sich werfen muß, entwertet sich selbst.
Hallo Sylvie und Mitlesende,
für Kanada, USA, Skandinavien, Dänemark etc. pp. sind Zugewanderte ein ökonomischer wie sozialer Gewinn, weil diese Länder nicht den deutschen Fehler gemacht haben, angeworbene Ausländer lediglich als Gastarbeiter anzusehen, also als Leute, die, wenn sie genug verdient haben, freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren und somit Deutschland seit 40 Jahren so ziemlich jede Integrationsbestrebung verpennt hat.
Der deutschen Industrie war von Anfang an bis heute Quantität statt Qualität der Zuwanderer wichtig. Je ungebildeter die Arbeitskraft, desto billiger. Hurrah, mehrt es doch den Pofit der deutschen Kapitalisten!
Deutschland hat sich zudem nie als Einwanderungsland verstanden. Das war ein großer Fehler! Und heute sind wir längst kein Einwanderungs-, sondern ein Auswanderungsland, was sowohl für die Zugezogenen, die uns mittlerweile massenweise verlassen, wie die gut ausgebildeten Deutschen gilt. Nicht mal die Greencard kann uns hochqualifizierte Menschen ins Land holen. Dafür ist der ausländerfeindliche Ruf Deutschlands und seine schlechte Bezahlung seit Jahren in Verruf geraten. Sarrazin hat den Ruf Deutschlands in der Welt obendrein beschädigt!!!
In den meisten anderen Zuwanderungsländern dieser Welt gibt es strenge Normen, nach denen Ausländer ins Land geholt werden. Selbst Briten müssen in Kanada einen Sprachtest ablegen. Nach Dänemark darf nicht mal ein Deutscher zuwandern, wenn er entweder keinen dänischen Arbeitsplatz nachweisen kann oder sein Vermögen nicht ausreicht, sich über Jahre hinweg selbst zu unterhalten. In den meisten Ländern gilt das kontrollierte Gebot des Erlernens der Landessprache mit mindestens 800 Vokabeln innerhalb eines Jahres. Außer in Deutschland gilt in vielen anderen Ländern der Zwang, die Landessprache zu erlernen, sich an die kulturellen Eigenschaften anzupassen, also unauffällig zu leben, ohne sich assimilieren zu müssen. Zu Deutschlands berühmt berüchtigtem Sonderweg gehört auch der Umgang mit seinen ausländischen Mitbürgern. Das ist ein Jammer, das ist eine Schande per excellence!
Dr. Jahnke ist kein spinnerter Zeitgenosse, wenn er auf die Wichtigkeit verweist, Ausländer ins Land zu holen, die die geburtenschwachen Deutschen künftig ökonomisch unterstützen. Da China ein Volk von mittlerweile 1,5 Milliarden Menschen zählt, ist abzusehen, dass künftig immer mehr relativ gut ausgebildete, aber umso fleißigere, genügsame Chinesen nach Deutschland wandern.
Wir Deutsche werden künftig aber nicht nur die Chinesen dringend brauchen!
Mit lieben Grüßen
Gaby
Hallo Gaby,
ich weiß nicht, ob sich Ihr Beitrag auf meine Argumentation bezieht – ich kann es nicht so recht erkennen – wenn ja, will ich versuchen, darauf zu antworten.
a) Billigarbeitskräfte
Das ist natürlich nicht nur in Deutschland der Fall, vermutlich waren Sie noch nicht in Frankreich oder USA, sonst würden Sie zustimmen, daß dort die Einwanderer (Afrikaner bzw. Latinos), genau die gleiche Rolle spielen wie in Deutschland: Billigarbeitskräfte, hereingeholt entgegen dem Willen der Bevölkerung, von Kapitalisten und ihren Marionettenregierungen (rechten, wie linken).
b) Kriminalitätserhöhung/Bildungsabsenkung
Auch das ist in allen vergleichbaren Ländern (z.B. Frankreich, England) direkte Folge der Einwanderung. Herr Jahnke stellt das auch korrekt dar. Das auf seine Bildung stolze Frankreich z.B. stellte wieder signifikanten Analphabetismus fest.
c) übervölkertes Deutschland
Auch hierauf scheinen Sie nicht einzugehen: unser Land ist hoffnungslos übervölkert, eine Verringerung der Einwohnerzahl würde nicht nur der Umwelt, sondern auch der Lebensqualität gut tun.
Daß wir dringend Ausländer brauchen, um uns ökonomisch zu unterstützen, soll ja wohl ein schlechter Witz sein. Eine der vielen Lebenslügen der 68er, wie die “Kulturbereicherung”.
Die Sache mit Ihren Chinesen habe ich auch nicht verstanden. Brauchen wir dringend mehr Türken, um die kommenden Chinesen zu kompensieren?
Hallo Sylvie und alle anderen,
ich möchte nicht weiter auf Ihre Punkte a) und b) eingehen, denn dass nicht alles Gold ist, was in anderen Ländern an Integrationspolitik betrieben ist, dürfte klar sein. Tatsache bleibt aber leider, dass Deutschland vergleichsweise rückständig mit Teilen seiner Zuwanderern umgeht. Hier werden viele künftige Talente verspielt. Gleiches geschieht mit Kindern aus finanziell schwachen Familien. Statt gerade sie zu fördern, schaut die Politik lieber weg.
Allerdings vertrete ich nicht Ihre Meinung, dass Deutschland überbevölkert wäre. Schaut man in die neuen Bundesländer, sieht man kaum Volk, dafür aber viel Raum. Dort füllen, wenn ich das so überspitzt ausdrücken darf, mittlerweile Fuchs und Luchs die wunderschön restaurierten Straßenzüge, die langsam aber sicher versteppen.
Rein rechnerisch werden wir bis zum Jahr 2050 um 30 % schrumpfen; über 15 Prozent unserer Bevölkerung wären dann über 80 Jahre alt und davon ein Drittel dement. Da wird uns das Wirtschaften im globalen Maßstab ziemlich schwer fallen! Unsere türkischstämmigen Mitbürger bekommen zwar mehr Kinder als die Alteingesessenen (2,1 pro Frau), aber das genügt nicht mal zu deren Bestandserhalt. Jahrelang haben wir uns gewehrt, ein Einwanderungsland zu sein und nun sind wir de facto zu einem Auswanderungsland geworden. Mit Japan stehen wir mit dieser negativen Entwicklung allein unter allen hochentwickelten und reichen Industrienationen. Was wir treiben, ist in meinen Augen ein bevölkerungspolitisches wie volkswirtschaftliches Harakiri.
In den nächsten 20 Jahren wird sich aller Voraussicht nach noch ein anderes Ungemach einstellen. Die demographische Entwicklung aufstrebender Länder wie China, Indien und Brasilien steht im Begriff, ebenso rückläufig zu werden wie die unsrige. Es wird für diese Länder eine enorme Herausforderung werden, die vielen Millionen Menschen, die jetzt für das gigantische Wirtschaftswachstum sorgen, mit ihrem Renteneintrittsalter durch nachwachsende Arbeitnehmer zu ersetzen. Das wird nicht ohne die Anwerbung ausländischer Menschen gehen und wenn China erst einmal anfängt, ausländische Arbeitskräfte zu rekrutieren, schauen wir vermutlich in die Röhre, zumal Deutschland für ausländische Fachkräfte nicht unbedingt attraktiv ist.
Aus allen diesen Gründen und weiteren, die ich aufgrund der Länge des Textes nicht genannt habe, bin ich dafür, dass wir unsere bereits hier lebenden Zugewanderten gut in unsere Gesellschaft integrieren und ausbilden und gleichzeitig dafür sorgen, dass wir ein attraktives Einwanderungsland werden, in dem nicht nur die Einheimischen gute Löhne erhalten, sondern auch die Zugezogenen.
Egal ob Türke, Chinese, Franzose, Amerikaner etc. pp. mir sind sie herzlich willkommen und am Beispiel Kanada, Skandinavien und Dänemark sehen wir, dass eine gute Integrationspolitik tatsächlich eine kulturelle wie ökonomische Bereicherung für diese Länder ist.
Mit freundlichen Grüßen
Gaby
@globalnote
“Die extrem niedrige deutsche Geburtenrate ist … Ausdruck einer tiefunglücklichen Gesellschaft”
… die keine Zukunft in einem von Moslems überrannten Land sieht, in dem ihre eigene Regierung sie zur Minderheit macht.
“Was Sie nicht verstehen: Ein Einwanderungsstopp würde nicht helfen, da es die qua viel höherer Geburtenrate stark wachsende Zahl der bereits Eingewanderten ist, die das Gleichgewicht verschiebt.”
Hier weichen Sie mir schlicht aus: selbst dann wäre ein absoluter Stopp sinnvoll
denn
a) würde er den üblen Zustand nicht durch weitere Zuwanderung verschlimmern und
b) würde ein Stopp das einzig richtige Signal senden: wir wollen keine weitere Einwanderung, was klarerweise die Mehrheitsmeinung unter den Deutschen ist.
Ihre Haltung gleicht dem, der sein Dach nicht reparieren will, weil eh schon Wasser in seinem Haus steht.
Es wäre ehrlicher zu sagen, diese Forderung kann im gegenwärtigen Klima des BRD-Meinungsterrors nicht erhoben werden.
“Für die Integration hat Deutschland – anders als andere Länder – bisher nichts getan.”
Das ist höchst subjektiv und wird nicht dadurch wahrer, daß es von linker Seite permanent behauptet wird – Schuldkult macht’s möglich. In keinem Land wird es den Ausländern so leicht gemacht, sich nicht zu integrieren.
Daß die auchtochtone Bevölkerung für ihre eigene Vertreibung auch noch zahlen und sich anpassen soll, ist außerdem reichlich zynisch.
Die Integration scheitert nicht an fehlenden Mitteln, sondern am Willen der Einwanderer und an kulturellen Unterschieden.
Da die Ausländer nicht gekommen sind, weil sie unser Land, unsere Kultur, unsere Meinungsfreiheit bewundern, sondern aus rein materiellen Gründen, wäre es äußerst naiv (‘tschuldigung für die “Verbalinjurie”) anzunehmen, sie würden sich hier integrieren.
Was Sie da schreiben macht wirklich keinen Sinn. Ich unterliege keinem Meinungsterror und schreibe immer, was ich denke. Das ist gerade die Qualität des Infoportals. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, sonst brauchen Sie mit mir wirklich nicht weiter zu diskutieren. Der Rückgang der Geburtenrate ist nun das Letzte, was Sie Immigranten in die Schuhe schieben sollten. Deutschland ist in den letzten Jahren zu einem Auswanderungsland geworden, bei nur noch sehr geringer Einwanderung. Einen Einwanderungsstopp braucht es nur, indem die Türkei nicht in die EU aufgenommen wird. Dafür plädiere ich und habe es bereits in meiner letzten Reaktion geschrieben.
Begriffe, wie schizophren oder naiv machen Sie nicht durch gleichzeitige Entschuldigungen gut. Sie haben offensichtlich eine Fähigkeit, sich im Ton zu vergreifen und auch andere Meinungen gar nicht korrekt zur Kenntnis zu nehmen. Offensichtlich wollen Sie nur Ihre eigene loswerden. Das aber ist keine Basis, für eine sinnvolle Diskussion.
“Was Sie da schreiben macht wirklich keinen Sinn.”
Sollte das eines Ihrer Argumente sein?
“Ich unterliege keinem Meinungsterror und schreibe immer, was ich denke.”
Mag sein, aber Sie scheinen nicht zu lesen was ich schreibe: Ich behaupte, die genannte Forderung kann im derzeitigen BRD-Klima (vergessen Sie den Meinungsterror) nicht erhoben werden. Wollen Sie das etwa bestreiten?
Daß Sie sie öffentlich erheben sollen, habe ich auch nicht gesagt, sondern, daß es Ihrer eigenen Forum-Logik entsprechen würde. Das habe ich ausführlich begründet, aber Sie gehen darauf nicht ein.
“Der Rückgang der Geburtenrate ist nun das Letzte, was Sie Immigranten in die Schuhe schieben sollten.”
Ich verkehre in Auswandererkreisen und weiß, daß das für viele ein wesentliches Argument war, Deutschland zu verlassen.
“Offensichtlich wollen Sie nur Ihre eigene loswerden.”
Das sind Ihre Verbalinjurien. Wenn Sie sich im Ton vergreifen, merken Sie es offensichtlich nicht.
“Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, sonst brauchen Sie mit mir wirklich nicht weiter zu diskutieren.”
Schade, daß Sie in diesem Forum Gegenmeinungen abqualifizieren bzw. gar nicht akzeptieren. Sagen Sie das bitte gleich, dann bleiben Sie unter sich.
Sylvie
Schade, daß man mit Ihnen nicht vernünftig diskutieren kann. Meine Zeit ist mir jetzt zu schade!
Sylvie: Betreff Gegenmeinungen und Nichtakzeptanz!
Gedanken zur Zeit 1795: da sind wir bis Beitrag 248 gekommen!So unter uns gesagt!
MfG
Sylvie: Ihr letzter Beitrag ist im Papierkorb gelandet.
Ich wollte das hier niemandem zumuten!
Adieu!
es denken viele so,dass die ausländer das klima in deutschland vergiften und die deutschen aus ihrem eigenen land treiben und dass es gut wäre es würde einen einwanderungsstopp geben,wie auch immer man dies organisiert.wobei dass problem der illegalen ja auch nicht gelöst wäre.
als ich kind war,wurden italiener als spaghetti-fresser beschimpft,dann waren es die jugo-säue(später gegen mich erlebt!),und jetzt eben kopftuchmädchen.
es hat hier in deutschland nie ein wille zur integration von einwanderern gegeben.die menschen waren offiziell nie willkommen.
ich gehöre zu den sogenannten volksdeutschen,die in den 60gern eingewandert sind.ich habe während meiner schulzeit verschwiegen,dass ich nicht in deutschland geboren bin,um mir die hetze gegen mich zu ersparen,weil ich damals der einzige volksdeutsche in der klasse war.
wir sollten eigentlich nur dazu da sein stimmvieh für die CDU zu bilden.ebenso die russland-deutschen oder ddr-flüchtlinge!willkommen waren wir alle nicht.
die bild-zeitung hat uns auch nur als stimmvieh für die konservativen gesehen.
Guten Tag, Carolus und Mitlesende,
was Du schreibst, kann ich bestätigen. Zwar weiß ich nicht, ob die Konservativen die Volksdeutschen und Gastarbeiter ganz besonders als Stimmvieh ansahen, aber ich weiß aus meinem konservativen Elternhaus und das meiner Schulfreundinnen, dass es stets Ressentiments gegen Ausländer gegeben hat. Diese Vorbehalte wurden peu´a peu´an uns Kinder weiter gegeben.
In der Grundschule war in meiner Klasse eine Spanierin, Monika hieß sie. Sie wohnte zwei Häuser weiter, aber meine erzkonservativen Eltern verboten mir, sie zu besuchen und einladen durfte ich sie auch nicht; ich durfte nicht mal den Schulweg mit ihr gemeinsam nehmen. Begründung: Spanier haben einen schlechten Einfluss auf meine Erziehung, weil sie zügellos sind und außerdem wissen sie nicht, was Hygiene ist.
Der Hit war, dass mir meine Eltern, da war ich 18 Jahre alt, abrieten, mich mit meinem späteren Ehemann abzugeben, weil seine Eltern Vertriebene aus Ostpreußen waren. Meine Eltern erzählten mir, dass die Ostpreußen Pollaken sind und diese Kultur kennt keine Sauberkeit, keinen Anstand und rückständig sind sie auch, schließlich gibt es in Polen nur Ackerbau und Viehzucht. Ich habe Uli trotzdem geheiratet, bin mit dieser Wahl noch immer glücklich und in diesem Jahr feiern wir Silberhochzeit.
Als ich eines Tages, da war ich wohl 14 Jahre alt, dahinter kam, dass das Rheinland, in dem ich aufgewachsen bin, von jeher ein Schmelztiegel vielerlei Kulturen war/ist und deshalb niemand von sich behaupten kann, ein „reiner Deutscher“ zu sein, haben meine alten Eltern ziemlich mit mir geschimpft. Ich war schlichtweg ein „freches Stück Mensch“, weil ich ihre verkorksten Ansichten in Frage stellte.
Seit diesem negativen Schlüsselerlebnis wurde mir nach und nach klar, dass es eine unbeschreibliche Unmenschlichkeit und Diskriminierung ist, Menschen anderer Kulturen bzw. anderen Aussehens und Verhaltens von vornherein auszugrenzen und ihnen das Etikett „schmutzig“, „dumm“, „faul“ und „minderwertig“ anzuheften, ohne je den winzigsten Kontakt zu diesen Menschen gehabt zu haben. Von dieser Einsicht bin ich bis heute nicht abgewichen. Umso mehr ärgert mich dieser Verbalterrorist Sarrazin – ein Vertreter des konservativ-bürgerlichen Lagers, das von sich sogar behauptet, gute Christen zu sein. Es mögen gute Christen unter ihnen sein, aber viele sind es nicht.
Auch gegen die Bundesbürger aus dem östlichen Teil Deutschlands gibt es einige Voreingenommenheiten; die kenne ich aus dem Freundes- und Kollegenkreis und lehne diese Pauschalisierungen ab, was zur Folge hat, dass mir mitunter plumpste Naivität unterstellt wird. Na und?
Viele Grüße
Gaby
hallo gaby.
ich bin mir sicher,dass wenn es die nazizeit nicht gegeben hätte noch ganz anders geredet worden wäre.
gruss c.