Gedanken zur Zeit 1838 17-08-10: Der Flirt der europäischen Sozialdemokratie mit dem großen Geld und der böse Doppelverrat an den eigenen Wählern
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Gedanken zur Zeit 1838 17-08-10: Der Flirt der europäischen Sozialdemokratie mit dem großen Geld und der böse Doppelverrat an den eigenen Wählern
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Die Frage ist welche Akteure in der Gesellschaft welche Lehre woraus ziehen werden, wenn Sie es denn wollen und überhaupt noch können, und ob es überhaupt noch eine vernünftige Lehre zu ziehen gibt; angesichts des politischen Angebotes?
MfG
Hallo, in die Runde,
wenn ich mir den selbstbewussten Gabriel und seine Sozialdemokraten anschaue, hier und da auch mal einen müden Blick in die jüngste Vergangenheit der SPD tue, glaube ich nicht, dass sich sozialdemokratische Gedanken je auf die Frage konzentrieren, wie folgenreich eine auf betriebswirtschaftliche Grundsätze gestutzte Partei und ein ebensolch gestutzter Staat noch in der Lage sind, Arbeit zu schaffen, die Umwelt zu schonen und kapitalistische Gerechtigkeit unter der gesamten Bevölkerung zu zu produzieren. Die SPD lebt von ihrem mehr als 150jährigen Erbe; sie krebst an ihrer Substanz.
Der Fehler der SPD war nicht, sich in Armani-Anzüge zu kleiden, teure Zigarren zu rauchen, gar als Genossen an den Tischen der Bosse zu sitzen, sondern die kalt rechnende, betriebswirtschaftliche Vernunft, die unter Ex-Kanzler Schröder Einzug in die Partei hielt und dieses eiskalte Herz der Zahlen darüber hinaus zum Parteiprogramm zu machen. Die SPD ist keine Arbeiterpartei mehr! Sie vertritt seit Rot-Grün, also der Kanzlerschaft Schröders, nicht mehr die Interessen der Arbeiter! Punktum!
Leitlinien zur Wiedergeburt der historischen Stärke der SPD sollten in erster Linie die Bewertungen der Lehren aus dieser Wirtschaftskrise sein. Mir wäre da nicht nur die Beschränkung der Bankenmacht wichtig, sondern zur Ordnungspolitik gehört auch die Sicherung eines fiskalisch handlungsfähigen Staates, die bewusste Forcierung eines staatlichen Zukunftsprogramms zur Stärkung der Binnenwirtschaft, zur Schonung der Umwelt, ein flächendeckender Mindestlohn noch vor dem 1. Mai 2011 (Entsendegesetz tritt in Kraft!) und die Rückkehr zu einem funktionsfähigen Tarifvertragssystem und überdies die Abkehr vom Verzicht auf Lockerung des Kündigungsschutzes.
Zur Wiedergeburt einer starken SPD gehört darüber hinaus die Einschränkung von Leiharbeit, das Festhalten an einem vom sozialen Status unabhängigen Gesundheitsversorgung, eine Alterssicherung, die keine Massen-Altersarmut erzeugt sowie der Zugang zu kostenloser Bildung und kostenlosem Studium.
In der Opposition frisst der Wolf Kreide, ist die SPD also in allem, was sie heute sagt, in meinen Ohren absolut unglaubwürdig. Erst wenn sie je wieder in der Regierung sein wird, wird sich zeigen, wie stark das betriebswirtschaftlich und somit kapitalistisch harte Herz im Laufe der Zeit Reue getan hat.
Liebe Grüße
Gaby
@Gaby,
Das Zigarrenrauchen Schröders habe ich nur erwähnt, weil es die Unternehmerzigarren waren, die er an den Vorstandstischen schätzte – ein typischer Fall eines Aufsteigers, der seine Herkunft vergessen hatte. Ich glaube allerdings nicht, daß die SPD oder irgendeine Partei ein kapitalistisch “hartes Herz” oder ein anderes hat. Politiker sind auch Menschen, und denen geht es um den Machterhalt, der Einfluß und Pfründe sichert. Die Frage ist dann wirklich, welch Herzens die Wähler sind oder vielleicht noch mehr, wes Geistes und welch Informationsstandes. Dann kommt immer wieder das Gegenargument, daß es unter den vorhandenen Parteien keine überzeugenden Alternativen gäbe. Das ist aber nicht so, denn jede Partei, die Volkspartei sein will, hat weit ausladende Flügel, und dann müssen eben die Wähler die Flügel stark machen, die sie wollen. Wenn sie beispielsweise die SPD so lange im Keller halten, bis der Steinmeier- (ex-Schröder-) Flügel abgetreten ist, wird die Partei schlau genug sein, mit dem anderen Flügel anzutreten.
Leider haben wir in Deutschland zu viele sau-blöde Wähler, die noch zufrieden sind, wenn es ihnen um ein Jota besser geht als anderen, obwohl es ihnen morgen genauso schlecht gehen wird. Wähler, die lieber zu Hause bleiben, als die Politik zu beeinflussen, oder einfach noch immer nicht begriffen haben, welchen Interessen Mutti Merkel folgt. Je mehr wir das deutsche Bildungssystem in den Keller wirtschaften, umso mehr werden leider die Sau-Blöden zunehmen. Womit ich nicht sagen will, daß Bildung allein schon für den nötigen Durchblick sorgt. Dazu braucht es dann noch eine kräftige Portion Charakter, und die kann man nur aus dem Elternhaus mitnehmen oder aus seinen Erbanlagen.
Deutschland wird sich leider wohl erst ändern, wenn der Karren total gegen die Wand gefahren ist und eine Mehrheit das am eigenen Geldbeutel festellen kann, statt über BILD, SPIEGEL oder andere Irrläufer. Wenn es so weiter geht, haben wir allerdings Chancen, diesen Zeitpunkt noch zu erleben. In diesem Sinne laßt uns Optimisten bleiben.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Guten Tag, Herr Dr. Jahnke und Mitdiskutanten,
ja, ich denke, mit Ihren Worten haben Sie vollumfänglich Recht.
Die Deutschen, die ich kenne, sind in der Tat ziemlich unpolitisch und richten den Fokus lediglich auf ihr persönliches, immer bescheidener werdendes Wohlsein und das ihrer Familie. Vielfach habe ich sogar das Gefühl, dass die jungen Leute, die bei meinem Arbeitgeber ihre Ausbildung beginnen, politisch noch unmotivierter sind, als ihre Eltern. Mir ist in den letzten Monaten schon öfter der flüchtige Gedanke gekommen, dass es uns Deutschen vielfach an politischer wie wirtschaftlicher Bildung mangelt, eigentlich unlogisch ist, schließlich geht es uns letztlich ökonomisch wie sozial allen an den Kragen, wenn der Zug nicht vom neoliberalen Wirtschaftsgleis umgeleitet wird in die Richtung, die wir einst Soziale Marktwirtschaft nannten.
Trotzdem teile ich Ihren Optimismus. Die Rufe der Kritiker, die ein Umschwenken unserer volkswirtschaftlichen Aktivitäten fordern, werden immer lauter, auch die aus dem Ausland.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag,
Gaby
hallo herr jahnke,hallo gaby,hallo alle
ich denke auch,dass nur durch eine neue krise die leute aufwachen.
und ich hoffe,dass dann der spuk mit merkel endlich zu ende ist.es ist nur zu hoffen,dass die spd die letzte bundestagswahl als warnschuss verstanden hat und sich von ihrem neoliberalen wirtschaftskurs verabschiedet und die soziale marktwirtschaft der 60er und 70er jahre ins zentrum ihrer politik rückt.steinbrück,müntefering und konsorten des neoliberalen irrwegs müssen auf den müllhaufen der geschichte.
Von den mit dem “großen Geld” flirtenden angeblichen linken Volksparteien ist auch in den USA zu berichten. Dazu ein kurzer englischsprachiger Einspieler von dem amerikanischen Journalisten William Greider, und was er über die Demokraten in den USA zu sagen hat:
Wie im Infoportal immer wieder zu Recht betont wird, gibt es natürlich gangbare Alternativen, auch im Falle der Finanzmarktreformen, die endlich auch einmal dem leidgeprüften Steuerzahler zugute kämen. Dazu vielleicht ein Wort von Robert Reich, dem früheren Arbeitsminister unter US-Präsident Bill Clinton:
http://robertreich.org/post/358438419/on-financial-reform-dec-2009-produced-by-jacob
Hallo Allerseits!
“Das sollte eine Lehre für sehr lange Zeiten sein.”
Der Konjunktiv in diesem Satz ist wohl mehr als angemessen! In der Antwort Dr. Jahnkes auf den Beitrag von Gaby, findet man im zweiten Absatz schon zahlreiche Gründe dafür. Die Lehre trifft auf leere Köpfe! Gabriel hat Kreide gefressen, wie von einem “Sozialdemokraten” in der Opposition nicht anders zu erwarten… -und gegen das deutsche Lieschen Müller, war Rotkäppchen ein Sherlock Holmes, wie steigende Umfragewerte für die sogenannte SPD belegen! Und sollten “Mutti” Merkel ihr gelber Pennäler scheitern, steht Schröders “Dickerchen” bereit, bestimmt auch als zweite Geige, einzuspringen um genau die Interessen zu bedienen, welche bis dato, von “Mutti” gepflegt werden. Ob schwarz-gelb-rot-grün, darauf ist Verlass. Bei der Partei DIE LINKE, bekommt man leider den Eindruck, ein Gutteil ihrer Funktionsträger leistet der medialen Demontage kräftig Beihilfe… -und damit fällt die letzte parlamentarische Interessenvertretung somit, zumindest mittelfristig, aus… Was soll man also tun, als sich im beruflichen und privatem Umfeld den Mund fusselig zu reden, um meist auf Desinteresse und/oder Genervtheit zu stossen?
“Deutschland wird sich leider wohl erst ändern, wenn der Karren total gegen die Wand gefahren ist und eine Mehrheit das am eigenen Geldbeutel festellen kann, statt über BILD, SPIEGEL oder andere Irrläufer.”
Man ahnt schon was sich dann ändert… -dann gehen sich die lieben Mitbürger gegenseitig an die Gurgel, bis ein “findiger Geist” den “richtigen Sündenbock” präsentiert… -und das werden bestimmt nicht die Leute sein, die von der neoliberalen Irrfahrt, wie wahnsinnig profitiert haben! Man kann den Optimismus teilen, dies noch zu erleben, aber ich denke, das wird eine eher hässliche Angelegenheit werden… -warum sollten die lieben Landsleute am “versunkenen Wagenwrack” auf einmal erkennen, was ihnen während der irren Amokfahrt partout nicht auffallen will?
Schöne Grüße, V.H.
@Volker Hamburg,
Das ist mir ein bißchen zu negativ oder pessimistisch. Die Menschheit hätte nicht bis heute überlebt, wenn sie sich nicht als erstaunlich lernfähig erwiesen hätte. Warum sollen da die Deutschen ganz anders sein?
Allerdings haben wir hier mehrere Handicaps: eine alternde und damit besonders ängstliche Bevölkerung, eine soweit jung von Jobsorgen getriebene und entsprechend ich-bezogene Bevölkerung, eine noch aus Kaisers und Hitlers Zeiten überkommene Autoritätsgläubigkeit, eine von der Industrie mehr als in anderen Ländern bestimmte Wirtschaftslandschaft, in der die Bosse regieren können (Herr im Haus), und schließlich – soweit ich das beurteilen kann – eine aus der jahrelangen Teilung kommende sehr unglückliche Spaltung der Nation mit starkem Lohngefälle und einer Linkspartei, die in der westdeutschen Parteienlandschaft trotz erstaunlicher Zuwächse eigentlich nur unsichere Protestwähler motivieren kann und wegen der SED-Überreste auf große Vorbehalte stößt und außer Gysi eigentlich keine Führungsfigur hat, die einigermaßen sympatisch-menschlich herüber kommt.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Hallo in die Runde,
häufig habe ich heute darüber nachgedacht, was Dr. Jahnke mir und Herrn Hamburg antwortete. Ich konnte mich wage erinnern, ähnlich optimistische Worte vor vielen Jahren gelesen zu haben. Nach einem bisschen Suchen in meinem Bücherschrank, zog ich das Buch „Wege aus einer kranken Gesellschaft“ (erschienen 1955) von Erich Fromm heraus und überflog noch einmal die einst von mir gemarkerten Zeilen.
Vielleicht dienen folgende Auszüge aus benanntem Buch manchem meiner Zeitgenossen als Aufmunterung. Ich würde mich freuen:
„Die Geburt der Menschheit beginnt mit den ersten Gliedern der Spezies Homo sapiens, und die Geschichte der Menschheit hat Hunderttausende von Jahren gebraucht, um die ersten Schritte ins menschliche Leben hinein zu tun. Er machte eine narzisstische Phase magisch-omnipotenter Orientierung, eine Phase des Totemismus und der Naturverehrung durch, bis sein Gewissen, seine Objektivität, seine Nächstenliebe, sich zu entwickeln begannen. In den letzten viertausend Jahren seiner Geschichte hat er Zukunftsvisionen des vollkommen geborenen und vollkommen erwachten Menschen entwickelt, wie sie in nicht allzu sehr voneinander abweichenden Formen die großen Lehrer der Menschheit in Ägypten, China, Indien, Palästina, Griechenland und Mexiko entwickelt haben.“
Soviel zur Entwicklungsfähigkeit der Menschen. Gut Ding will Weile haben! Es geht nicht ohne Irrungen und Wirrungen voran, so dass die Hoffnungen auf die Wiederkehr des sozial evolutionierten Kapitalismus gar nicht unbegründet sind.
Nun noch ein Wort zu den angeblich so modernen Zeiten, in denen wir uns befinden, demselben Buch entnommen:
„Wie hilflos wir tatsächlich gegenüber den Kräften sind, die uns beherrschen, zeigt sich noch drastischer bei jenen sozialen Katastrophen, die bis jetzt immer wieder unfehlbar eingetreten sind, wenn sie auch jedes Mal als bedauerliche Pannen bezeichnet wurden. Ich meine die Wirtschaftskrisen und die Kriege. Diese gesellschaftlichen Phänomene treten auf, als ob es sich um Naturkatastrophen handelte, obwohl es sich doch in Wirklichkeit um von den Menschen – wenn auch unbeabsichtigt und unbewusst – herbeigeführte Vorgänge handelt.
Diese Anonymität der gesellschaftlichen Kräfte ist ein wesentliches Merkmal der Struktur der kapitalistischen Produktionsform. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gesellschaftsformen, wo die sozialen Gesetzmäßigkeiten klar ersichtlich sind und auf politischer Macht oder Tradition beruhen, besitzt der Kapitalismus keine solchen expliziten Gesetze. Er gründet sich auf das Prinzip, dass nur jeder auf dem Markt seinen eigenen Vorteil sucht, und dass Ordnung und nicht Anarchie das Resultat sein wird. Natürlich gibt es ökonomische Gesetze, die den Markt beherrschen, aber diese wirken hinter dem Rücken all derer, die sich um nichts als ihre eigenen Interessen kümmern.
Es ist hier nicht der Ort, die Frage zu diskutieren, ob es noch andere Alternativen als die Wahl zwischen dem „freien Unternehmertum“ und der politischen Reglementierung gibt, doch muss in diesem Zusammenhang gesagt werden, dass eben die Tatsache, dass wir von Gesetzen beherrscht werden, die wir nicht unter Kontrolle haben und nicht einmal kontrollieren wollen, eine der offenkundigsten Manifestationen der Entfremdung ist. Wir sind die Urheber unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorkehrungen, und gleichzeitig lehnen wir absichtlich und enthusiastisch die Verantwortung dafür ab und warten je nachdem hoffnungsvoll oder angsterfüllt ab, was „die Zukunft“ bringen wird.“
Erich Fromm beschreibt zum einen den Unterschied zwischen der historischen Lebens- und Arbeitsweise im Vergleich zur entfremdenden Produktionsweise im Kapitalismus, andererseits war auch für ihn klar, dass die Gesetze des Marktes nur dann anonym hinter unserem Rücken wirken können, wenn sich jeder nur um seine eigenen Interessen kümmert und blind der Zukunft vertraut, die andere Menschen (unsere Weltenlenker) für ihn schmieden.
Also, aufwachen, liebe Leute! Politische und ökonomische Bildung sollte keine ätzend langweilige Angelegenheit mehr sein und den Gang zur Wahlurne sollten wir nicht allein den konservativen Liberalen überlassen, sondern selbst tüchtig mitwählen.
Mit freundlichen Grüßen
Gaby
Es könnte ja auch sein das viele Menschen (also potentielle Wähler) denken: Es gab da mal eine Volksweisheit die lautete: Wer zweimal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er auch die Wahrheit spricht.
Also zweimal ist in den letzten Jahren wohl mit Sicherheit gelogen worden, oder?
MfG
@ Gaby & alle:
Erich Fromm ist ein gute Adresse, um sich Rat zu holen; wer sein Büchlein “Haben oder Sein” gelesen hat, weiss um die Grundfrage unserer Zeit.
Sorry, wenn das Folgende etwas negativ klingt, aber leider stellt es sich mir so dar, dass mit ganz wenigen Ausnahmen alle unsere Politiker, unabhängig vom Parteibuch, nur Marionetten und Politiker-Darsteller sind, gesteuert von Lobbyisten und Finanzkapital, bestochen und korrumpiert.
Dasselbe gilt für die Gewerkschaftsfunktionäre und Betriebsräte, die seit vielen Jahren das Lied des Kapitals singen, weil persönlich ebenfalls korrumpiert.
Und ich halte niemanden von diesen für so dumm, sich über seinen wahren Zustand nicht im Klaren zu sein.
Ergo haben sie alle Ihre Seele dem schnöden Mammon verschrieben, ohne zu überlegen, dass die buntbedruckten Scheinchen genau das sind, was ihr Name sagt – Geldscheine – also der Anschein von Geld.
Sie alle vergessen, dass das letzte Hemd keine Taschen hat, sie also von ihrem Verrat am Wähler nur kurze Zeit profitieren (“on the long run we are all dead”).
Eine der (grossteils austauschbaren) Parteien, die sich im wesentlichen Verhalten (keine Interessenvertretung der Wähler, sondern dieser oder jener Gruppen des Kapitals) nicht mehr voneinander unterscheiden, zu wählen heisst: im System bleiben, das System unterstützen.
Wenn wählen gehen, dann hilft nur eins:
das grosse Kreuz, quer über den ganzen Wahlzettel, um allen zu zeigen: in meinem Namen dürft ihr nicht mehr sprechen – ich habe meine Stimme nicht an euch abgegeben.
Erst wenn mehr ungültige als gültige Stimmen in den Wahlurnen landen, wird sich in diesem Lande VIELLEICHT mal etwas ändern, vorher nicht.
Ob dieser Fakt dann aber noch veröffentlicht würde – wer weiss, vielleicht ist es bis dahin schon zu spät…
http://www.sueddeutsche.de/politik/spd-rente-mit-muentefering-stellt-sich-gegen-seine-nachfolger-1.990314
Noch was kurzes zur Lernfähigkeit von Gescheiterten.
MfG