global news 1975 08-04-10: Vermögensverteilung: Die Reichen schneiden sich ein immer größeres Stück aus einem stagnierenden Kuchen
global news 1975 08-04-10: Vermögensverteilung: Die Reichen schneiden sich ein immer größeres Stück aus einem stagnierenden Kuchen
Guten Tag. Das DIW warnt darin ja selbst vor Einkommens – und Vermögens und daraus folgender Altersarmut hinsichtlich immer mehr unterbrochener Arbeitsbiographien, Niedriglöhnen und des für sehr viele unerfüllbaren privaten Versicherungs- und Sparzwangs, wenn staatliche Transferleistungen nicht mehr kommen oder reichen.
Kurz: Auch die Reichen sind zur Kasse zu „bitten“ mit Schenkungs- und Erbschaftssteuer sowie geänderter Abgeltungssteuer.
Ich möchte hier an einigen Zahlen etwas verdeutlichen, was eine soziale Lawine werden kann: Der GINI-Koeffizient als Maß der Ungleichheit der Besitzverteilung kann 0 (alle haben dasselbe Einkommen) bis 1 betragen (nur noch einer oben hat alles Einkommen, die anderen keins mehr).
Der stieg für die Nettovermögen (aller Sach- und Geldbesitz minus Schulden) von 2002 = 0,77 um ~4% auf 2007 = 0,80. Im Westen des Landes von 0,77 auf 0,79 und im Osten von 0,79 auf 0,81 !
Mit anderen Worten, würde das Tempo +4% alle 5 Jahre so bleiben (in Wahrheit geht es oben und unten immer schneller auf- und abwärts), dann ist in etwa 20 Jahren Monopoly-Ende und einer hätte alles und alle anderen nichts mehr und davon die Mehrheit Schulden.
Das aktuelle deutsche Bruttovermögen in 2007 betrug etwa 8.000 Milliarden Euro (ohne PKW und Hausrat) minus 1.400 Mrd. € Bankschulden = 6.600 Mrd. Nettovermögen, davon 5.300 Mrd. € Grund- und Immobilienvermögen (mit veränderlichen Verkehrswerten). Machte für jeden ab 17 Jahren im Mittelwert 88.000 €. Tatsächlich lag der Median (der in der Mitte von allen stehende Besitzer) aber bei ~15.300 €. Hier sieht man, wo die berühmte Mitte der Gesellschaft schon hingedriftet ist: 6:1.
Es gibt dann noch den interessanten Koeffizienten p90/p50: Der armste Besitzer des obersten Zehntels zum reichsten Besitzer der unteren Hälfte: Der Faktor betrug 2002=13,9 und 2007 = 14,5. Die Umverteilung +5% oder jedes Jahr +1% des deutschen Nettovermögens, also etwa 66 Milliarden €! Und da kommen noch die anderen aus dem obersten 10% dazu. Das reichste eine Prozent hatte 10% Vermögenszuwachs, während die ohne oder mit Schulden etwa bei 27% blieben.
Anders ausgedrückt: dem Mittelstand geht es an den Kragen vom Großkapital, denn unten ist ja bei 70% schon fast nichts mehr zu holen. Und davon lenken Westerwelle und Sarazzin, die schöne geistige Verbindung von Geld, Versicherungen und Politik, mit ihrer Ausländer- und ALG-II Diskussion über Steuerverschwendung von unten ab.
Die Nichterhebung von Steuern und die politische Duldung und Forcierung der immer schnelleren Anhäufung und des faktischen Ausstiegs der großen Vermögen aus dem Grundgesetz (Eigentum ist dem Allgemeinwohl verpflichtet) und die daraus resultieren galoppierende Staatsverschuldung und der daraus kommende verstärkte Sozialabbau – das ist der eigentliche politische Skandal der deutschen Steuerverschwendung.
Und plötzlich reden alle gleichgeschaltet bis zum “Vorwärts” nur noch über Arbeitsmarktpolitik, statt über Steuerpolitik, mit der an Arbeitmarktpolitik finanziert.
MfG
Hallo miteinander,
zuerst einmal stimme ich Paten in seinen Ausführungen zu, weise aber auf folgendes hin, dass Prof. Michael Hartmann nicht anspricht:
Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588 – 1679) gilt als Stammvater des Liberalismus. Gleichzeitig war er Theoretiker des Absolutismus, was kein Widerspruch ist, sondern zeigt, dass der Liberalismus dem Absolutismus entspringt. Ebenso, wie der Absolutismus, ist auch der Liberalismus totalitaristisch.
Zum liberalen Totalitarismus gehört die bedingungslose Unterwerfung der Menschen in die abhängige, schlecht bezahlte, privatkapitalistisch initiierte Lohnarbeit, die gleichzeitig für die einfachen Menschen eine unbeschreibliche Selbsterniedrigung des Sich-Verkaufen-Müssens, die der Prostitution gleichkommt, erzwingt.
Liberalismus bedeutet die Entfesselung des Geldes in die Agonie der Geldvermehrung als Selbstzweck. Nicht für des Volkes Wohl werden Waren produziert, sondern um Profite aus dem Verkauf der Waren zu machen. Das erzwingt nun wiederum, so geringe Löhne wie möglich zu zahlen.
Die zeitgenössischen Liberalen radialisieren sich nicht, wie Prof. Hartmann annimmt, sie und ihre Altvorderen waren schon immer radikal und zum Erbrechen menschenverachtend. Hier greift übrigens das Orwell’sche Neusprech: Der Begriff „liberal“, der Freiheit bedeutet, wurde im 17. Jhr. und darüber hinaus umgedeutet in die Freiheit des Unternehmers, gegen jede Moral und Ethik Gewinne zu machen und in die grobe Gewalt gegen den Lohnabhängigen, in aller Freiheit verhungern zu dürfen. Was gibt es Schöneres, als den in aller Freiheit erzwungenen Zwangstod, frage ich mal ganz zynisch?
Aus der liberalen Rosskur der Lohnenthaltung, die dem einfachen Volk zugemutet wurde, sie jahrhundertelang zu elenden Kartoffelfressern degradierte, gediehen Antisemitismus, Rassismus und zwei fürchterliche Weltkriege.
Unter dem entsetzlichen Eindruck des 2. Weltkrieges und im Schatten des darauf folgenden „Kalten Krieges“ versteckte sich der Kapitalismus hinter den ausgleichend humanistischen Häuten des längst verstorbenen Ökonomen John Maynard Keynes, der seinerseits ein Liberaler war, was beweist, dass auch Liberale viel mehr im Sinne des einfachen Volkes denken können, als es ihre privilegierte Stellung erlaubt. Liberalismus findet im Kopf statt, es ist keine Naturerscheinung!
Per Gesetzgebung kam es in den 1960er, 70er und 80er Jahren in den westlich industrialisierten Ländern zu mehr keynes’scher Umverteilung der Vermögen von oben nach unten, ausnahmsweise ganz zum Wohle des Volkes. Aber bereits in den 1930ern und erst recht seit Mitte der 1970er Jahre feilten die Liberalen an einer Ökonomie, die Keynes Vormachtstellung absetzen sollte. Hayek, Friedman etc. pp. waren die Wortführer und Lehrer der neuen Generation volkswirtschaftlicher Schüler.
Heute haben wir es mit einer neo-liberalen Marktwirtschaft zu tun. Die Liberalen haben die keynes’schen Häute von sich geworfen und wieder das historisch verbriefte kapitale Zepter übernommen; die alte Ordnung, wie sie Hobbes in seinem Buch „Leviathan oder Wesen, Form und Gewalt des kirchlichen und bürgerlichen Staates““ beschreibt, ist endlich wieder hergestellt.
Hobbes empfahl bereits im 17. Jhr., jegliche menschliche Gemeinschaft aufzulösen, die Menschen zu atomisieren und an die Stelle des Gemeinwesens das Geld zu setzen. Die Menschen haben, so Hobbes, lediglich die Freiheit, Geld untereinander zu tauschen, aber nicht, selbstbestimmt zu leben. Hobbes ruft zur zerfleischenden Konkurrenz untereinander auf, beschimpft uns aber gleichzeitig, niederträchtiger miteinander umzugehen, wie jedes Wolfsrudel. Hobbes, aber auch solche heute noch gewichtigen liberalen Geister wie Mandeville, Malthus, Bentham, Kant, Hegel etc. raten zum offenen Krieg Mensch gegen Mensch; sie befürworten und forcieren die kannibalistische Konkurrenz auf dem Weltmarkt. Der Mensch ist niedriger noch als ein Hund und bestialischer als ein Wolf!
Derart auf die Bestie erniedrigt, bedeutet die Erstarkung des liberalen Geistes für uns heute Lebende immer mehr Lohneinbußen, gar sittenwidrige Löhne, immer mehr Zeitarbeitsverträge, Zerschlagung der staatlichen Sozialversicherungen, ein Hartz-IV, von dem sich nicht leben lässt und wer aufbegehrt, wird zum Staatsfeind, riskiert gar seine Entlassung, sofern er einen Job hat.
Es kommt also nicht von ungefähr, dass sich unsere liberalen Eliten, wozu historisch gesehen, auch die linken wie rechten politischen Strömungen gehören, immer größere Stücke aus dem kleiner werdenden Geldkuchen heraus reißen. Dieses asoziale Verhalten steht in der seit nunmehr 400 Jahre währenden Historie der Entwicklung des Kapitalismus.
Es ist kein Zufall, dass in jeder kapitalistischen Krise Sündenböcke gesucht und gefunden werden, das soziale wie gesellschaftliche Versagen der „schönen Maschine der unendlichen Geldvermehrung“ zu erklären. Vor etwas mehr als 60 Jahren waren es die Juden, die Behinderten und die nicht arischen Menschen; heute sind es unsere Hartz-IV-Empfänger und, auch das hat seit Robert Thomas Malthus Tradition, alleinerziehende Mütter. (siehe: „Eine Abhandlung über das Bevölkerungsgesetz“).
Ich hoffe, Ihr, geneigte Leserinnen und Leser, seid Menschen und bleibt auch in kapitalistischen Krisenzeiten knuffig, verständnisvoll und werft nicht mit Steinen nach denen, die in diesem widerlichen Geld- und dreistufigem Bildungssystem weniger Glück hatten als Ihr selbst.
Gaby
Kurze Anmerkung
folgender Satz ist missverständlich: “Richtig gewonnen hat in dieser Zeit das eine Prozent an der Spitze, mit Vermögen ab 817.181 Euro netto”.
Nach meinem Verständnis müsste es _jährliches Einkommen_ heißen. Das Vermögen kommt dann im Laufe der Zeit von alleine zusammen.
@Lutz,
Nein es geht im Wochenbericht des DIW http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.93786.de/09-4-2.pdf um die Vermögensverteilung.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Lutz hat schon Recht, da stimmt etwas nicht. Wieso wird auf dem Diagramm von “Jahres-Einkommen netto” geprochen, während in der Überschrift von “Vermögensentwicklung” die Rede ist?
Für mich ist das Vermögen etwas anderes, als das Einkommen.
@Wilf,
Ich kann nur wiederholen: Das DIW bestimmt die Vermögensentwicklung in Einkommensklassen (Grafik-Überschrift beim DIW: “Höhe des individuellen Vermögens nach Dezilen des
verfügbaren Haushaltseinkommens”).
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Herr Jahnke, dann ist der Satz “Das oberste 1 % kommt bereits auf 23 % aller Netto-Vermögen bei Vermögen ab 817.200 Euro. Beim obersten Zehntel sind es noch Vermögen ab 222.300 Euro.” in
“Das oberste 1 % kommt bereits auf 23 % aller Netto-Vermögen bei jährl. Haushaltseinkommen ab 817.200 Euro. Beim obersten Zehntel sind es noch Einkommen ab 222.300 Euro.” abzuändern, oder?
@wilf,
Nun muß ich mich doch korrigieren, nachdem ich den nicht immer leicht verständlichen DIW-Bericht noch einmal studiert habe. Es sind die Vermögensgrenzen, die hier angesprochen sind. Die Grafik ist nun korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis, und vor allem an Lutz.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Diesem System dem Ordnungsbegriff liberal zuzuordnen ist falsch. Hier handelt es sich lediglich um eine der heute üblichen Kaperungen von Begriffen.
Die Schieflage ist beeindruckend. Die Grundlagen des Reichtums verfallen. Die Verfallserscheinungen zeigen sich praktisch in allen Bereichen. Der Grund ist Geldmangel. Verfall äußert sich in der Natur, wenn etwas Tod ist.
Nun ja zu meiner Zeit war die Vemögensentwicklung natürlich nicht so drastisch aufgeteilt.Zu der Zeit war es viel leichter eine Ausbildung zu finden und später mit dem Beruf noch eine 4-köpfige Familie zu ernähren. Man hatte es leichter im Leben, nicht weil es mehr vom Kuchen zu verteilen gab, sondern weil es, wenn auch klein und sehr gering, eine Chance gab, sich nach oben zwischen den Schichten zu Bewegen.Doch dies änderte sich mit der Zeit und die Aufwärtsmobilität ist in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden. Dieses Phänomen hat viele Gründe und ist in sich sehr Komplex wie das Leben selbst. Als Kanzler hatte ich es auch nicht immer leicht, doch zumindest scherte man damals sich um die Hilfsbedürftigen und sah nicht weg.
Willy Brand
P.S. Wählt bitte wieder die SPD
Zum Thema :
27 Prozent aller Erwachsenen besitzen netto garnichts ,also null, oder haben Schulden.
nachzulesen unter:
http://www.boeckler-boxen.de/3742.htm
MfG
Hallo zusammen,
wer macht schneller eine Million Euro? Der, der schon ein hat oder der, der keine hat?
Und was sagt das über die Wirtschafsordnung aus, in der wir leben?
@ Paten: Habe sie evtl. noch Quellenangaben dazu? Gerade bzgl. der Gesamtvermäögensverhältnisse in Deutschland. Ich finde dazu so gut wie nix, imm ernur ein paar schätzungen oder Hochrechnungen, die alle sehr vage sind!
@Gabi: Grundsätzlich sind auch deine Überlegungen, finde ich, völlig richtig in die notwendigen Verhältnisse gesetzt worden. NUR diese Zusammenhänge müssen für die breite Masse, damit sie eben breiter ankommen, historisch fundierter dargeboten werden. Das hört sich jetzt oberleherhaft an, aber ich denke, es nützt und du erreichst mehr Leute! Ich glaube, dass Deine Überlegungen dadurch noch mehr Aufwertung bekommen und sie sind notwendig für eine umfassende Kritik!
Zu Unrecht fragt sich ja auch keiner mehr, oder man möchte es nicht diskutieren, dass die NSDAP ein Kind der Demokratie mit ihrer Marktwirtschaft gewesen ist!!!!!
Aber das hört sich so unschick an! Ruhig immer die Finger in die Wunde, habe ich nix gegen!
Gruss Tourist
@Tourist,
Die NSDAP war kein Kinder der Demokratie mit ihrer Marktwirtschaft. Denn beides hat es zur gleichen Zeit auch in den meisten anderen Ländern gegeben, ohne die deutsche NSDAP. Ich halte diese Verbindung für total unzulässig. Sie haben Ihre Finger nicht in einer Wunde, sondern machen sich hier mit einem willkürlich erstellten Zusammenhang interessant. Wollen Sie eine Nicht-Marktwirtschaft oder was sonst?
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Guten Tag.
Ich habe das selbe DIW-Dokument ausgewertet wie globalnote hier oben unter 10. April 4:52 angab. Dazu noch eines: Es sind alles statistisch relevante Umfragewerte. Zu den höheren Vermögensbildungen muss man wissen, dass das Statistische Bundesamt (Destatis)Einkommen über 18.000 p.M. nicht mehr erfasst, auch nicht in den 5-jährigen EVS. Daher gibt es keine Aussagen der Bundesregierung zu den Millionären und Milliardären und man nähert sich dem dann mathematisch-statistisch auf andere Weise.
Die Methode DIW ist aber im Link erklärt.
Bezüglich NSDAP entstand die 1920 nach Abdankung ds Kaisers am 9. November 1918 in keiner praktisch-echten und entwickelten Demokratie, wenngleich die Weimarer liberal-demokratische Verfassung vom August 1920 das vermuten ließe. Das Führerprinzip der Nazi-Partei wurde per Ermächtigungsgesetzen auch schon antidemokratisch in den Weimarer Regierungen eingesetzt bis 1933 dann mit der Machtübernahme Hitlers und Ermächtigungsgesetz (auch durch sPD) das Führerprinip zum Staatsprinzip wurde.
Das ist also bestimmt nicht demokratisch, wie schon das Statut des DAP-Nachfolgers zwar gegen die Versailler Lasten ist, also gegen die einseitige Kriegsschuld- und Verantwortung Deutschlands, gleichzeitig aber schon antidemokratisch die Juden ausgrenzt.
Kurz: Die NSDAP kann nicht als Kind einer Demokratie von außen erklärt werden und nach ihrem Statut, Zielen und Verhalten samt Rassenhaß, militaristischem Revanchismus und Absolutismusanspruch des (Ver)Führers von Nazi-Partei und dann -Staat schon gar nicht von innen aus sich heraus.
MfG
Hallo,
Sie schreiben:“Die NSDAP war kein Kinder der Demokratie mit ihrer Marktwirtschaft. Denn beides hat es zur gleichen Zeit auch in den meisten anderen Ländern gegeben, ohne die deutsche NSDAP.“
Versteh ich ehrlich gesagt nicht! Ich sprach nicht von Rechtsextremisten allgemein, sondern von der NSDAP und soweit ich weiss war die Weimarer Republik eine Demokratie!!
Wenn ihr Argument sein sollte, dass es rechtsextreme Reflexe auch außerhalb der Demokratie und Marktwirtschaft gegeben hat, also in diktatorischen Ländern und Planwirtschaften, dann haben sie für mich die Demokratie leider nicht freigesprochen, durch einen einfachen Umkehrschluss!
Was ist denn der übergreifende Zusammenhang, indem Länder erstmal, egal ob diktatorisch oder demokratisch miteinander verbunden sind. Das sind ja wohl ökonomische Zusammenhnänge!
Die damalige Weltwirtschaftskrise hat sowohl Demkoratien als auch Dikaturen getroffen!
Was ist den ihrerseits der Nährboden für die Rechtsextremisten?
Sie schreiben: „Sie haben Ihre Finger nicht in einer Wunde, sondern machen sich hier mit einem willkürlich erstellten Zusammenhang interessant.“
1. Wieso schafft es denn die Demokratie nicht Rechtsextremismus zu verhindern?
2. Wieso tauchen denn Rechtsextremisten in allen Demokratien auf? ZUFALL?
3. Damit sollte deutlich werden, dass es einen Zusammenhang gibt, der eben nicht willkürlich ist, sondern eine ein – eindeutige Zuordnung erfährt! Nennen sie mir demokratische Länder, wo keine rechtsextremistschen Tendenzen vorhanden sind?
Dass Sie rechtsextreme Tendenzen ausserhalb der Demokratie festmachen, tut der Beobachtung , dass sie eben auch in den Demokratien auftauchen und damit ein Zusammenhang mehr als offenbar ist, keinen Abbruch.
Das heisst nur, dass das Phänomen komplexer ist als es diskutiert wird.
Wenn ich mich jetzt auf IHRE Argumentationsweise einlasse, könnte ich folgendes sagen!
Tja, Freiheit gibt es nicht nur in demokartischen Ländern. Sondern auch freiheitliche Bewegungen tauchen auch in Diktaturen auf.
DAMIT IST DIE FREIHEIT KEIN KIND DER DEMOKRATIE. WENN SIE SO EINEN WILLKÜRLICHEN ZUSAMMENHANG AUSTELLEN; MACHEN SIE SICH NUR DAMIT INTERESSANT! ODER ANDERS GESAGT, NACH IHRER LOGIK: ES GIBT ZWISCHEN DEMOKRATIE UND FREIHEIT KEINEN ZUSAMMENHANG; DA WIE GESAGT; FREIHEIT AUCH IN DIKTATUREN AUFKEIMT!
Das gleich Spielchen kann ich mit der Sozialdemokratie durchführen! Tja, Sozialdemokratischen Tendenzen tauchten auch in Diktaturen auf. Damit ist sei kein Kind der Demokratie.
Das gleiche Spielchen mit den grünen, die tauchen auch ausserhalb der Demokratie auf, damit gibt es keinen Zusammenhang zwischen Grün und Demokratie!
Hoffe es ist deutlich,was ich sagen will! Ihr Gegenargument verhindert eine umfasende Auseinanderetzung zwischen Parteienbildung und Staatsformen!
Ok, Ich sags mal hypothesenhaft (!) so, in Diktaturen und Demokratien tauschen freiheitliche als rechtsextreme Tendenzen auf und das hängt auch (!, nicht auschließlich) mit den Staatsformen zusammen! Und wenn ich von Kind geredet, dann ist klar, das da auch eine Mutter oder ein Vater sein muss, meint hier Multitkausalität!
Sie schreiben: „Wollen Sie eine Nicht-Marktwirtschaft oder was sonst?
Versteh die Frage in dem oben genannten Zusammenhang nicht! Aber ich will das Menschen in Frieden leben, ohne das man sich ständig selbst zerfleischt. Gewalt ist Mist! Und ich will den Gründen dafür nachgehen, um sie mal vermeiden zu können!
Beste Gruesse auch an Sie
Tourist
PS. Zum Schluss noch ein Textausschnitt aus der Bundesszentrale für politische Bildung, die Schüsselstellen, habe ich mit einem (!) gekennzeichnet:
„Die NSDAP wurde so zur energischsten und zielstrebigsten Partei der extremen Rechten. Aufgrund der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise (!), der Dauerkrise der politischen Parteien (!, Demokratiekrise?!?)der Weimarer Republik und mittels eines ausgefeilten Propagandaapparates wurden seit 1929/30 erhebliche politische Erfolge erzielt (Mitgliederzuwachs, Wahlgewinne (!) bei breiteren Bevölkerungsschichten), die die NSDAP im Juli 1932 zur stärksten Fraktion (!) des Reichstages (!) machten. Obwohl die NSDAP in den Reichstagswahlen vom 6.11.1932 zwei Millionen Stimmen (33,1%) verloren hatte, wurde Hitler von Reichspräsident v. Hindenburg am 30.1.1933 zum Reichskanzler berufen.“
http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=4C7QEP
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen!
@Tourist,
Sie haben sich überhaupt nicht verständlicher gemacht. Die NSDAP war ein Kind einer lange vorbereiteten deutschen Idologie am nationalistischen Rand mit vielen Vätern, nur nicht der Demokratie in dieser Rolle. Daß eine Demokratie auch in einer Diktatur enden kann, hat viele Gründe und macht sie nicht zur Mutter der Diktatur. Da stimmt etwas mit Ihrer Logik nicht. Ich habe leider keine Zeit, diese meiner Ansicht nach unsinnige Diskussion fortzusetzen.
“Die NSDAP war ein Kind einer lange vorbereiteten deutschen Idologie am nationalistischen Rand (WELCHE FORM HATTEN DENN DIE RÄNDER?) mit vielen Vätern, nur nicht der Demokratie in dieser Rolle. Daß eine Demokratie auch in einer Diktatur enden kann, hat viele Gründe und macht sie nicht zur Mutter der Diktatur.”
Mal wissenschaftstheoretisch gesagt: Wenn die Form Demokratie oder Dikatatur keine politischen Inhalte bedingt, welche Rolle spielen die Staatsformen dann historisch? Plätschern sie im lufteleerem Raum neben her?
Ich befürchte sei pflegen einen Demokratieidealismus aus Abgrenzung: Demokratie ist toll, weil Diktatur Mist ist! (Auch ich bekomme die Gräueltaten des NS Regimes noch heute zu spüren!)
Nichts desto trotz kann man Fehler, in diesem Sinne Demokratiedefizite, aufspüren und analysieren und evtl. mal angehen!
Ich finde es schon erstaunlich, wenn man manche Konservative, mit denen man sich unterhält, mal schnell ausländerfeindliche oder herrenrassische Ressentiment vom Stapel lassen oder man manchen Politkern vorwirft, sie würden im „rechten Rand“ Wählerstimmen fischen!
Was hat denn das mit Demokratie zu tun, wenn 80% der deutschen Bevölkerung keinen Bock haben auf den Afgahnistankrieg und er trotzdem stattfindet? Vom Volke geht der Krieg irgendwie nicht aus? Aber wir leben doch in einer Demokratie!
So einfach las ich mich nicht abschmieren, aber dass ist ihr Blog und von daher ist mir ihr Wunsch Befehl (!)! Diskussion an dieser Stelle TOT!
Und werde die Diskussion weiterhin woanders erörtern!
“Ich habe leider keine Zeit, diese meiner Ansicht nach unsinnige Diskussion fortzusetzen.”
1. Aktzpetiert!
2. Unsinnig finde ich die Diskussion mit nichten! Vor allem, wenn nicht in heutigen Zeiten wieder aufgrund der Wirtschaftskrise “demokratisch geformte” Ultrarechte oder andere Extremisten an Zulauf bekommen und in Parlamente gewählt (!) werden!!!
@Tourist,
Wir sollten diese unselige Diskussion, die Sie hier versuchen, wirklich abbrechen. Schade um die Zeit!
@Paten
Es gibt auch nationalistische Demokraten.
Es gibt auch rassisitsche Demokraten.
Es gibt auch nicht pazifistische Demokraten.
Es gibt vaterlandsliebende Demokraten.
Es gibt auch “braune” Demokraten.
Es gibt auch sozialistische Demokraten.
Klar, für sich genommen, sind die ja alle nicht ultrarechts, aber schon merkwürdig, dass alle Definitionsmerkmale überrall mal auftauchen!
Rechtsextremismus ist keine Frage des Perteibuchs, sondern eine Frage des Denkens UNd wer prägt das Denken, die Gesellschaft und wenn diese noch demokratisch ist, muss wohl das Denken aus der demokratischen Gesellschaft kommen.
Meine lieben Herren Jahnke und Paten: Rechtsextremimus können sie mir (leider) nicht aus der Demkratie reden, indem sie hier Schwarz weiss Kategorien aufmachen. Wie sovieles sind die Gründe in der Grauzone zu suchen!
Aber das WAR DAS LETZTE, was ich zum Thema sagen wollte (darf).
Gruus Tourist
@Tourist,
Wir sollten diese unselige Diskussion, die Sie mit uns versuchen, wirklich abbrechen. Schade um die Zeit!
Guten Tag. Staat und Staatsform sind historisch verschiedene Dinge. Ihre Suche nach einer quasi reinen Demokratie, also dem Einheitsmenschen, wird immer erfolglos bleiben wie nach der reinen Diktatur, solange Menschen subjektiv verschieden die Objektivität ihrer erlebten Epoche wahrnehmen bzw. geprägt werden und reagieren.
Und meine Wahrnehmung sagt mir, dass Sie das eigentliche Thema des Postings, die soziale Kritik an der beschleunigten wirtschaftlichen Umverteilung des Volksvermögens in der deutschen (Ausprägungsform!) Demokratie in ein hier verfehltes Thema ‘Rechtsextremismus’ umbiegen wollen. Dass erzeugte Armut und Ausgrenzung für extreme Rechte und Linke nutzbar werden kann, ist doch allen hier bekannt und z.T. selbst erlebt.
Das ist eben Ihre falsche Diskussion zum aktuellen Thema. Und über latenten Faschismus habe auch ich mich hier (im Portal)doch schon wiederholt warnend geäußert, wenn es zum Thema passte. Und nun lassen wir es bitte gut sein und bei den Themen bleiben. (WordPress macht Ihnen in wenigen Minuten einen eigenen Blog auf, wo sie Ihre eigenen Themenvorgaben diskutieren und mit interessierter Seite moderieren können, wenn es denn so doll pressiert.)
MfG
Vor 35 Jahren hat Bernd Engelmann unter dem Titel: Das Reich zerfiel, die Reichen blieben: Deutschlands Macht-und Geldelite,ein interessantes Buch geschrieben.
Gerade heute noch sehr lesenswert, weil sich ja nicht viel verändert hat.(Ausser dem Abstand von oben nach unten, der ist halt noch ein bisschen grösser geworden)
MfG
@ Paten
Sie schreiben: “Ihre Suche nach einer quasi reinen Demokratie, also dem Einheitsmenschen, wird immer erfolglos bleiben”
Hab keine Ahnung, wovon Sie da reden oder was sie in meine Kommentare hineinlesen, also soviel Stellungnahme darf ich jetzt noch wohl beziehen! Den Begriff Einheitsmenschen habe ich noch nie in meinem Leben gehört und will auch gar nicht wissen, wo der herkommt! Finde eigentlich kulturelle Vielfalt toll!
Sie untertellen mir, “das eigentliche Thema des Postings,…in ein hier verfehltes Thema ‘Rechtsextremismus’ umbiegen wollen.”
Ich will garnichts biegen, habe hier NUR reagiert auf eine Anmerkung von globalnote und ihrem Bemerkungen und sonst garnichts. Hab doch im Traum nich daran gedacht, dass ich hier so ne Welle lostreten würde! Und wenn ein paar Kommentare mit anderen Meinungen und Überlgungen für sie schon so anstrengend sind, na dann müssen wir die Dikussionen, die ja auch mal die Form einer freien Entwicklung annehmen können, echt in Bahnen lenken. Bitte vielmals um Verzeihung!
Dann werfen sie mir vor: “Das ist eben Ihre falsche Diskussion zum aktuellen Thema.”
Schreiben aber gleichzeitig: “Dass erzeugte Armut und Ausgrenzung für extreme Rechte und Linke nutzbar werden kann, ist doch allen hier bekannt und z.T. selbst erlebt.”
Das ist wohl das Thema des Postings! Umverteilung, Armutsentwicklung…!
“Und über latenten Faschismus habe auch ich mich hier (im Portal)doch schon wiederholt warnend geäußert, wenn es zum Thema passte.”
Wo denn? Dann könnte ich mir das ja mal für mich in Ruhe durchlesen, was sie zu sagen haben! Leider habe ich auch keine Zeit ALLES zu verfolgen!
“WordPress macht Ihnen in wenigen Minuten einen eigenen Blog auf, wo sie Ihre eigenen Themenvorgaben diskutieren und mit interessierter Seite moderieren können, wenn es denn so doll pressiert.”
Das können andere besser^^
ZURÜCK ZUM THEMA: Die Armen werden ärmer und die Reichen immer reicher! Na hoffentlich tritt dann nicht folgendes ein, “Dass erzeugte Armut und Ausgrenzung für extreme Rechte und Linke nutzbar werden kann.”
Was gedenken sie denn jetzt gegen diesen Fakt der deutsch demokratischen Umverteilung, wie im posting belegt, zu tun? Auch ihre eigenen Berechnungen des DIW führen ja immer wieder zur folgenden Erkenntnis: Die Reichen werden reicher und die Armen immer ärmer! Es wird sogar vor Altersarmut gewarnt.
MFG
PS.: Ich wäre ihnen dankbar für die Hinweise, wo sie sich über Armut und Faschismus geäußert haben!
@Tourist, Paten,
Tourist wollte seine Replik unbedingt noch freigeschaltet haben. Nun sollten wir diese Diskussion aber wirklich beenden. Darf ich Paten bitten, nicht mehr zu reagieren?
Beste Grüße
Joachim Jahnke