1733

Gedanken zur Zeit 1733 06-04-10: Eine Dokumentation meiner Diskussion mit einem Mitarbeiter des Vorwärts über das neue SPD-Arbeitsmarktpapier

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2 Antworten zu 1733

  1. Manfred Steingrube sagt:

    In der Kürze liegt die Würze

    1. Zeitarbeit/Leiharbeit – gehen irgendwie etwas durcheinander. Sie reden von Zeitarbeit und sprechen von der Leiharbeitslobby.

    Zu 1. Zwischen den beiden Begriffen (Zeitarbeit/Leiharbeit ) besteht kein Unterschied für den man sich streiten müsste. Umgangssprachlich ist beides richtig. Verstanden wird darunter, dass ein Entleiher (der Arbeitgeber des Leiharbeiters) seinen Arbeitnehmer an einen Verleiher (neuer Arbeitgeber) „vermietet“ für eine bestimmte Zeit“.

    Es ist unbestritten, dass W.C. der größte Lobbyist für die Leiharbeitsbranche war und ist. Wer daran zweifelt, lebt nicht in dieser Welt.

    2. Leiharbeit – schwieriges Thema insgesamt. Die Reformen unter Rot-Grün haben einerseits dazu geführt, dass Jobs geschaffen worden sind und der Arbeitsmarkt flexibler geworden ist, andererseits gab es Missbrauch und betriebsinternes Lohndumping. Wird aber beides in dem SPD-Arbeitsmarktpapier angesprochen, oder?

    Zu 2. Die schlimmste Reform, die Hartz-IV Reform, von der Schröder Regierung mit brachialer Gewalt durchgesetzt, bedeutete für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, deutliche finanzielle Verluste. Zwar stieg der Regelsatz, dafür wurden aber zahlreiche andere Zahlungen gestrichen. Entgegen den Zusagen der SPD vor der Wahl wurde die Arbeitslosenhilfe drastisch auf Sozialhilfeniveau abgesenkt.

    Erst durch die menschenverachtende Hartz-IV Reform ist es in Deutschland möglich geworden, dass ein regelrechter Boom in der Zeitarbeitsbranche entstehen konnte. Dies bedeutet und bedeutet noch heute, dass Arbeitssuchende in jedes prekäre Arbeitsverhältnis gedrängt und erpresst werden können.

    3. Zeitarbeit – Kettenarbeitsverträge sind doch nach wie vor verboten – nur dürfen befristete Verhältnisse einmal verlängert werden, soweit ich weiß. Bin aber kein Arbeitsrechtler. Ob aber ein Verbot von befristeten Verträgen die Lösung bringen würde, bezweifele ich.

    Zu 3. Kettenarbeitsverträge sind nicht verboten. Unter Kettenarbeitsverträge versteht man die Aneinanderreihung von einzelner auf bestimmte Zeit abgeschlossene Arbeitsverträge. Es gilt hierbei die Regel 1plus3 – 1 Anstellung plus 3 Verlängerungen innerhalb eines Zeitfensters von 2 Jahren bei sachlicher Begründung.

  2. heiner sagt:

    Die inhaltliche Kritik zu dem jungen Mann aus der SPD ist ja schon von Herrn Jahnke gemacht worden.
    dazu:
    http://www.vorwaerts.de/blogs/vorwaertsde-im-jahr-2009-eine-bilanz
    den schärfsten(hohlen)Satz- der spricht für den derzeitigen Zustand der SPD, fand ich:Aber unsere Social Media Präsenz(geiler Sprachgebrauch) hat uns geholfen. den Schritt hinaus in die Gesellschaft zu verbessern:den Satz: den Schritt hinaus in die Gesellschaft!!!!!!! als SPD Medienfritze!!
    sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!
    Wenn man als Partei kein Bein mehr an die Erde kriegt beim Volk,dann kann man ja mal den Schritt hinaus wagen!
    Quintessenz:die nächste Generation Scholz!
    MfG

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