Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Sonntag, 4. April 2010 um 10:33 am und eingeordnet unter Politik. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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ein Guerilla-Krieg (die Taliban sind Guerillas) kann nicht gewonnen werden, schon gar nicht, wenn die Schutztruppen mit derart schwerem Gerät anrücken, dass es auf kilometerweite Distanz zu sehen ist und sich die Kriegsmaschinerie größtenteils nur auf befestigten Wegen bewegen kann. Es ist kompletter Schwachsinn zu glauben, auf diese Weise die Taliban auszurotten. Im Gegenteil: Die Taliban werden immer stärker.
Darüber hinaus halte ich die Wortschöpfung „kriegsähnliche Zustände“, das wir Deutsche erfunden haben, für kindisch. Seit April 2010 spricht unser neuer Kriegsminister endlich von Krieg und die Presse palavert prompt, es sei ein Tabubruch. Da frage ich mich, wie viele Clowns unsere Schmierfinken gefrühstückt haben, um zu dieser völlig daneben gehenden Einschätzung zu gelangen.
Es ist begrüßenswert, dass deutsche Soldaten in Afghanistan Straßen und Brunnen bauen, gar Polizisten ausbilden, aber die Herzen der Afghanen wird das nicht erwärmen, denn diese Projekte und obendrein unsere Bundeswehr sind hoffnungslos unterfinanziert. Neben der offiziellen Verlautbarung, die Ausrüstung unserer Soldaten sei gut, lese ich immer wieder Meldungen, dass das überhaupt nicht stimmt. Ich glaube eher den Kritikern.
Mir kommt dieser Krieg, aus westlicher Sicht, ziemlich undurchsichtig vor, wie von einem Reißbrett stammend, also theoretisch entworfen und praktisch gescheitert.
Nun aber zu hoffen, der Krieg würde aufgrund der nicht nur per Finanzkrise provozierten prekären Weltökonomie ein Ende finden, ist naiv. Für Krieg war zu allen Zeiten der Menschheit immer viel Geld vorhanden. So auch heute. Eher wird die deutsche Umsatzsteuer auf 25 % erhöht, als dass es einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan gäbe.
Um was für ‘Produkte’ es sich handelt, die BILD im Zusammenhang mit dem Krieg in Afghanistan unters Volk bringt, ließe sich leicht eruieren, indem man Leute, die etwa bei Stratfor geopolitische Lageanalysen für Geld ordern, fragen würde, was sie für BILD-Berichte ausgeben würden.
Es ist natürlich eines klar: für das ‘Volk’ gibt es BILD, für diejenigen, bei denen es ‘um etwas geht’, weil sie wer sind, gibt es teuren intelligence-service. Der einfache Mann bezahlt selbst für faustdicke Lügen, der Privilegierte kann unter Angeboten wählen, die ihm das Wenige, was er noch nicht weiß, unter erheblichem Konkurrenzdruck andienen. Letzterer bezahlt natürlich mehr, aber jeder Cent ist mit Information vergütet – sonst ist das Abo gewesen.
Aber selbst der Unbedarfte und durch BILD geistig langzeit-geschändet und -geschädigte Deutsch-Normo könnte wissen, was es geschlagen hat: seit kurzem gibt es wieder Orden für Kanonenfutter-Menschen, es gibt (vorerst) ein Denkmal für diejenigen, die sich ‘geopfert’ haben für ‘die Freiheit’, die out-of-area auf ihren Knochen erblühen soll, es gibt einen neuen schmucken Verteidigungsminister, der aus einer Ecke kommt,in der Krieg zu den ‘basics’ der Familiengeschichte gehört. Es fällt gar nicht auf bei so einem, wenn er sagt, das Kriegführen – und daran werden sich die Bürger zu gewöhnen haben – wäre von nun an keine Ausnahmesituation sondern eine Daueraktivität, ein Service, den Deutschland nun mal der Bündnisverpflichtungen wegen zu leisten habe. Der abgeklärte Blick seiner Chefin signalisiert bereits, dass das Afghanistan-Engagement ohnehin nur eine Sache des ‘warming-up’ sein kann, weil die größeren Dinge, die man in der Pipeline hat, einer gewissen Einübung bedürfen.
Das Gesellenstück dürfte für die Bundeswehr der kommende Irankrieg sein, zu dessen Inszenierung man gemeinsame Kabinettssitzungen mit der Regierung Israels abhält. ‘In der Stunde der Bewährung’ – so die Kanzlerin – wird man die BRD an der Seite Israels finden. Für die Deutschen ist wieder mal die Zeit für Orden und Denkmäler gekommen. Ein gutes Timing, denn was kann man einem Volk, dessen Finanzen von der Polit-Elite ruiniert, dessen Kinder pädagogisch verblödet wenn nicht von Pfaffen geschändet sind und dessen Demographie jener der Apachen gleicht, besseres anbieten?
Hallo miteinander,
ein Guerilla-Krieg (die Taliban sind Guerillas) kann nicht gewonnen werden, schon gar nicht, wenn die Schutztruppen mit derart schwerem Gerät anrücken, dass es auf kilometerweite Distanz zu sehen ist und sich die Kriegsmaschinerie größtenteils nur auf befestigten Wegen bewegen kann. Es ist kompletter Schwachsinn zu glauben, auf diese Weise die Taliban auszurotten. Im Gegenteil: Die Taliban werden immer stärker.
Darüber hinaus halte ich die Wortschöpfung „kriegsähnliche Zustände“, das wir Deutsche erfunden haben, für kindisch. Seit April 2010 spricht unser neuer Kriegsminister endlich von Krieg und die Presse palavert prompt, es sei ein Tabubruch. Da frage ich mich, wie viele Clowns unsere Schmierfinken gefrühstückt haben, um zu dieser völlig daneben gehenden Einschätzung zu gelangen.
Es ist begrüßenswert, dass deutsche Soldaten in Afghanistan Straßen und Brunnen bauen, gar Polizisten ausbilden, aber die Herzen der Afghanen wird das nicht erwärmen, denn diese Projekte und obendrein unsere Bundeswehr sind hoffnungslos unterfinanziert. Neben der offiziellen Verlautbarung, die Ausrüstung unserer Soldaten sei gut, lese ich immer wieder Meldungen, dass das überhaupt nicht stimmt. Ich glaube eher den Kritikern.
Mir kommt dieser Krieg, aus westlicher Sicht, ziemlich undurchsichtig vor, wie von einem Reißbrett stammend, also theoretisch entworfen und praktisch gescheitert.
Nun aber zu hoffen, der Krieg würde aufgrund der nicht nur per Finanzkrise provozierten prekären Weltökonomie ein Ende finden, ist naiv. Für Krieg war zu allen Zeiten der Menschheit immer viel Geld vorhanden. So auch heute. Eher wird die deutsche Umsatzsteuer auf 25 % erhöht, als dass es einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan gäbe.
Bis demnächst,
Gaby
Um was für ‘Produkte’ es sich handelt, die BILD im Zusammenhang mit dem Krieg in Afghanistan unters Volk bringt, ließe sich leicht eruieren, indem man Leute, die etwa bei Stratfor geopolitische Lageanalysen für Geld ordern, fragen würde, was sie für BILD-Berichte ausgeben würden.
Es ist natürlich eines klar: für das ‘Volk’ gibt es BILD, für diejenigen, bei denen es ‘um etwas geht’, weil sie wer sind, gibt es teuren intelligence-service. Der einfache Mann bezahlt selbst für faustdicke Lügen, der Privilegierte kann unter Angeboten wählen, die ihm das Wenige, was er noch nicht weiß, unter erheblichem Konkurrenzdruck andienen. Letzterer bezahlt natürlich mehr, aber jeder Cent ist mit Information vergütet – sonst ist das Abo gewesen.
Aber selbst der Unbedarfte und durch BILD geistig langzeit-geschändet und -geschädigte Deutsch-Normo könnte wissen, was es geschlagen hat: seit kurzem gibt es wieder Orden für Kanonenfutter-Menschen, es gibt (vorerst) ein Denkmal für diejenigen, die sich ‘geopfert’ haben für ‘die Freiheit’, die out-of-area auf ihren Knochen erblühen soll, es gibt einen neuen schmucken Verteidigungsminister, der aus einer Ecke kommt,in der Krieg zu den ‘basics’ der Familiengeschichte gehört. Es fällt gar nicht auf bei so einem, wenn er sagt, das Kriegführen – und daran werden sich die Bürger zu gewöhnen haben – wäre von nun an keine Ausnahmesituation sondern eine Daueraktivität, ein Service, den Deutschland nun mal der Bündnisverpflichtungen wegen zu leisten habe. Der abgeklärte Blick seiner Chefin signalisiert bereits, dass das Afghanistan-Engagement ohnehin nur eine Sache des ‘warming-up’ sein kann, weil die größeren Dinge, die man in der Pipeline hat, einer gewissen Einübung bedürfen.
Das Gesellenstück dürfte für die Bundeswehr der kommende Irankrieg sein, zu dessen Inszenierung man gemeinsame Kabinettssitzungen mit der Regierung Israels abhält. ‘In der Stunde der Bewährung’ – so die Kanzlerin – wird man die BRD an der Seite Israels finden. Für die Deutschen ist wieder mal die Zeit für Orden und Denkmäler gekommen. Ein gutes Timing, denn was kann man einem Volk, dessen Finanzen von der Polit-Elite ruiniert, dessen Kinder pädagogisch verblödet wenn nicht von Pfaffen geschändet sind und dessen Demographie jener der Apachen gleicht, besseres anbieten?