1708

Gedanken zur Zeit 1708 15-03-10: Wie Verlage mit ihren Autoren umspringen

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2 Antworten zu 1708

  1. Paten sagt:

    Guten Abend.

    Da wir gerade beim Prinzip sind: Für Vorratsdatenspeicherung bei den Internet Providern zahlte wer? Und wer ein nicht zeitversetzt arbeitendes Rundfunkempfangsgerät ‘bereithält’ (auch im Keller) wird dito abGEZockt.
    http://www.gez.de/e160/e161/e392/Staatsvertrag.pdf

    Biometrische Daten und Fingerabdrücke im GPS-fähigen Chip des Reisepasses zahlt wer?

    Um es mit der FDP zu sagen:”Keine Leistung ohne Gegenleistung!”

    Vielleicht sollte man den Discountern einen Sicherheitsheitsbetrag überweisen wie den Vermietern: Für die Bevorratung von Lebensmitteln für Mensch und Tier. Und Waschpulver.

    Jedenfalls haben Sie die Vorratsdatenhaltung über den “Verlag der gegenleistungsfreien Gier” im Blog vorbildlich erledigt. Nun sollten Sie denen aber zügig die Rechnung dafür stellen ;-) .

    MfG

  2. Gaby sagt:

    Halloli in die Runde,

    ich habe mir vor ein paar Monaten das „Portable Reader System PES-505“ von SONY für 299 Euro gekauft.

    Das ist ein extrem dünnes, sehr leichtes, sehr handliches elektronisches Gerät, um Bücher unabhängig von einem Computer zu lesen. Die elektronischen Bücher (E-Books) werden direkt ab Verlag auf dieses Gerät geladen, sofern ich sie bestelle. Sie sind Minuten nach Bestellabgabe zu lesen und der Preis wird von meinem Konto minutenschnell abgebucht. Das funktioniert ratzfatz!

    Was mich furchtbar ärgert, ist, dass die E-Books nur geringfügig billiger sind wie gedruckte Bücher, obwohl das Lesen per Sony-Reader ungleich unkomfortabler ist, weil man da keine Unterstreichungen im Text, Lesefähnchen, handschriftliche Anmerkungen und sonstiges anbringen kann und es darüber hinaus nicht gerechtfertigt ist, für ein virtuelles Buch so gut wie den gleichen Preis zu verlangen, wie für ein Printwerk, dessen Herstellung, trotz aller mikroelektronisch unterstützter Automation, menschlicher Hände bedarf, es herzustellen.

    Ein solcher Quatsch, gar räuberische Abzockerei, ist das Resultat einer Volkswirtschaft, die glaubt, ihre Wertschöpfung von der Menschen arbeitenden Hände befreien zu können, indem sie die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ausruft, also die „Überflüssigen“ in virtuellen Welten unterbringt, wie einst die Dienstmädchen in den vornehmen Häusern des 19. und 20. Jahrhunderts einen bedauernswerten Unterschlupf unter den Dächern des liberalen Bürgertums fanden.

    Das ist ein grober Irrtum des Arbeitsmarkts, damals wie heute, denn der Dienstleistungs- und Wissensbereich sind Abfallprodukte der Wertschöpfungskette, die nur so lange funktionieren, wie die Menschen das Geld haben, den Luxus der Dienstleistungen und des Wissens zu bezahlen.

    Ich habe jegliche Aktivität in Sachen „E-Book“ und „SONY-Reader“ eingestellt, nicht, weil mir das Geld fehlt, sondern ich dem gedruckten Buch nach dieser virtuellen Rosskur den Vorzug gebe. Selbstredend, dass Dr. Jahnke in meiner Bibliothek, mit allen seinen gedruckt herausgegebenen Büchern, ein eigenes Fach bewohnt.

    Insbesondere sein Buch „Deutschland global?“ hat mir nicht nur die zuvor ökonomisch blinden Augen geöffnet, sondern Appetit gemacht, selbstständig meine mehr als groben Defizite in Sachen Ökonomie aufzuholen.

    Gaby

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