1697

global news 1697 31-08-09: Aus der Diskussion zum Treibhauseffekt

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19 Antworten zu 1697

  1. Nachseher sagt:

    Ich kann in diesem Zusammenhang nur auf das Buch von Harald Welzer verweisen: “Klimakriege, Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird.” Das Buch ist als Nachdruck auch bei der Bundeszententrale für politische Bildung günstig zu erhalten.

  2. Zitat (global news 1697):
    „Das klingt natürlich auf ersten Anblick alles nach einem ganz überzeugenden Gegenbeweis gegen die von den Regierungen der Welt im Rahmen der UN anerkannten Verantwortung der Menschheit für den Treibhauseffekt.“

    Guten Tag Herr Dr. Jahnke

    „Gegenbeweis“ macht Gänsehaut; mein Alptraum läßt mich zwei streitende Piloten sehen, die im Cockpit eines Fugzeug auf die Erde zurasend sich gegenseitig anschreien, keiner von beiden habe das Höhenruder betätigt. Keiner tut was; ich sitze in der ersten Reihe, angeschnallt und ohne Macht.

    Wie Sie aufzeigen gibt es wesentliche und vollkommen neutral erarbeite Daten, die eine Veränderungen des Klimas klar nachweisen; wenn man wie ich über fünfzig Sommer und Winter hinter sich hat kann man die Veränderungen in seiner eigenen vita wiederfinden. Man muß nur mal Pause machen, in sich gehen und nachdenken. So viel Zeit darf sein.

    Reduzieren wir den Sud an möglichen Veränderungen ein dann laufen mindestens zwei Dinge vollkommen konträr: die Landmasse droht bedeutend kleiner zu werden – bedeutend weil dabei große Teile fruchtbaren Landes untergehen werden – und die Bevölkerung wächst weiter.

    Eine Teilnehmerin (>Gaby 1694) sprach davon, daß „…echte Kinder …ein Auslaufmodell…“ sei; nun, wir haben vier dieser Modelle, ganz echt; die sitzen ob ihres jungen Alters noch hinter uns in der zweiten Reihe – aber im selben, immer schneller werdenden Flugzeug; meine Frau und ich haben quasi die tickets besorgt. „Damals“ erhoben sich zwar Ahnungen und Mahnungen gegen die Triebfeder, hatten aber keine Chance.

    Der Älteste ist zwölf, der Jüngste gerade mal vier Jahre alt; sekundäre Themen drohen uns permanent davon abzulenken, dafür zu sorgen, daß ihre Zukunft lebenswert sein wird bzw. sie überhaupt eine haben werden.

    „Willkommen an Bord; wir empfehlen Ihnen, angeschnallt sitzen zu bleiben, bis wir unser Endziel erreicht haben werden“.

    Meinen Gruß

    caw

    • paten sagt:

      Guten Tag. Ich habe auch zwei Auslaufmodelle (w) gemacht. Ist aber schon länger her und die machen hoffentlich bald so weiter und nicht auf Untergang oder Karriere.

      Wichtig ist, dass es genug wissenschaftliche Nachweise gibt und nun irgendwann einmal die Diskussion aufhört, ob es Klimawandel gibt oder nicht und wenn es ihn gibt, ob der menschgemacht ist oder nicht und früher war alles ganz anders und die Dinos sind ja auch wegen einer Klimakatastrophe ausgestorben und die Wikinger hatten es auch schön warm.

      Solange die Bush-USA und China die Verhandlungen über CO2-Begrenzungen zugunsten Raubbaus (Bush hat hauptsächlich seine Arbeitszeit für Abbaugenehmigungen verwendet, um auch die Nationalparks der USA abholzen zu lassen, was noch Folgen haben wird – da war doch mal was mit einer ab 2000 forcierten und uns verbrieften Immobilienblase aus den damit traditionell gebauten Holzhäusern?; Kanada wurde in dieser Zeit von Holzexporteur zum Netto-Importeur!) blockierten und Attac und andere sehr stark meinungsbildend in der Öffentlichkeit sind, setzt man dann zur Hirnwäsche Medien, hunderte Institute und gesteuerte NGO ein, wo sich Unmengen an Experten tummeln und massenhaft Wissenschaftler aus den Kellern ind die Talkshows und Interviews steigen, die erstmal alles anzweifeln, Umweltzerstörung, Messwerte, Messmethoden, CO2 an sich, die Wissenschaftler selbst und alles zur auf öko gekrempelten Roten-Socke Kampagne umfunktionieren.

      Diese ständige informationelle Bearbeitung führt dann zur Synchronisierung von Verhalten: kaum sagt Dr. Jahnke etwas Neues zum Klimawechsel und Temperaturanstieg, Gletscherschmelze, Verwüstung, Meeresverschmutzung und Übersäuerung, Korallensterben, Artensterben etc. und deren globalisierter industrieller Ursachen, brüllen die gleichgeschalten Bush-Aktivisten im Chor los und bringen unreflektiert das vor, womit sie indoktriniert wurden und statt Argumentation kommt Meinungsdiktat, bis es einem über wird immer wieder den selben Mechanismus zu erleben: Piek – Aua!

      Nun fiel ihnen Präsident Obama in den Rücken und erkannte ganz klar auf die UN-Umweltkommisision bezogen den Treibhauseffekt an und hat bis 2050 80% Emissionssenkung verordnet und will international kooperieren (und eigene neue Hochtechnologien verkaufen, indem man deren Standards international festschreibt; aber das ist für Deutschland mit Wettbewerb zu lösen, kaufen die uns nicht auch noch dieses Forscher weg) und nun ist die Polyphonie der Anderswisser plötzlich auf allen Sendern wie auf Befehl still. Nun müssen sich aber einige Aktivisten wirklich verulkt vorkommen, oder? Männer plötzlich allein im Wald.

      Vielleicht sollten die auch mal das Thema Erdpräzession überdenken. Zu den natürlichen und historisch doch nachgewiesenen Schwankungen und (r)evolutionären Entwicklungen vom Sternenstaub über die Ursuppe bis dato kommt auch der Faktor Mensch, ein vernunftbegabtes Wesen mit Tendenz zu unvernünftigen Lebensaktivitäten in der Interaktion mit seinem Wohnplaneten, verstärkt seit 150 Jahren, als u.a. ein junger Mann begann mit “de Dampfmaschin” zu spielen.

      Beim Infoportal gilt aber nicht bange machen, sondern eher:

      “Mit Schreiben rechtfertige ich den Raum, den ich auf dem Planeten Erde einnehme.” John Updike

  3. Von Entwarnung keine Spur:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,646049,00.html

    Der m.E. zentrale Satz in Professor Schellnhubers Aussage ist:

    „Unser Budget-Ansatz hat leider gerade nichts mit einer Utopie zu tun, sondern mit der Anerkennung der physikalischen Voraussetzungen zur Bewahrung unserer Hochzivilisation. In erster Linie stellen wir einen Kompass zur Verfügung, der den Verhandlern anzeigt, ob sie sich überhaupt auf einem Kurs aus der Klimakrise befinden.“

    In meiner Erinnerung war Herr Schellnhuber nie vorschnell und hat sich erst langsam an direkte Antworten herangearbeitet.

    Meinen Gruß

    caw

    • paten sagt:

      Guten Tag. nochmals. Mein Eindruck des Grundes des füheren langsamen direkten Antwortens ist , dass jetzt Mr. Obama Präsident ist und und nicht mehr der aus Profitgründen Öko-Ignorant Bush, dem Frau Merkel ja als ihrem Führer auch in den Irak-Krieg folgte.

      Solange Bush ökologischer Abholz- und Basta-Präsident war und gerne mit Ölquellen zündelte, um Ölpreise der Opec unter den geschäftlich mit seiner Familie verbandelten saudischen Paladinen (darunter die Ladins) hochzuhalten, die mit den Dollars damit außer Waffen auch die US-Staatsschuldpapiere kaufen konnten, dienten die Dollars der Finanzierung der laufenden minimalen Sozialprogramme bei gleichzeitiger Senkung der Unternehmenssteuern. Metalle und Öl sind seit Bretton-Wood die Weltreservewährung. Und die bewachen -und damit den Dollar- zu gutem Teil die Saudis. We are for Change meint auch das.

      MfG

  4. skeptiker33 sagt:

    Zur Korrelation CO2-Konzentration und Temperatur:

    Zitat von “mundlos” aus einem anderen Blog:

    “Der vom IPCC behauptete Zusammenhang: „Mehr CO2 bedingt einen Anstieg der Welt – Mitteltemperatur“ kann – auch für den Laien offensichtlich – so nicht stimmen, da dieses Mittel trotz starken Anstieges der CO2 – Konzentration seit 10 Jahres nicht mehr steigt und zuletzt sogar leicht gefallen ist. Da wird dann behauptet, die bisherigen Berechnungen der Mitteltemperatur seien fehlerhaft bzw. unvollständig, obwohl das beauftragte Institut gut genug war, solange die Messungen der Theorie entsprachen. Dazu empfehle ich: http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature .”

    Grundsätzlich sollte man nie vergessen, dass die mit Klimamodellen errechneten Prognosen ähnlich unsicher sind wie die Prognosen von hochbezahlten Experten in den Wirtschaftsinstituten zur Konjunkturentwicklung. Die Trefferquote ist auch nicht besser. Beides sind eben hochkomplexe Systeme, deren Einflußfaktoren nicht alle bekannt sind (beim Klima z.B. Aerosole, Wolkenbildung etc.). Nur absolut wissenschaftsgläubige Menschen glauben daran.
    Seltsamerweise sind gerade die Klimakatastrophengläubigen diejenigen, die z.B. die Beherrschbarkeit der Gentechnik stark bezweifeln, obwohl man die Auswirkungen doch auch mit wissenschaftlichen Modellen berechnen kann.
    Eine Glaubensfrage?

    Wenn die Kausalitäten jedoch so sind, wie sie Herr Schellnhuber medienwirksam immer wieder präsentiert, dann kann die anthropogen erzeugte Klimakatastrophe nicht mehr verhindert werden. (Z.B. hat die Nutzung fossiler Energie-Rohstoffe trotz Klimadiskussion in den letzten Jahren zugenommen, was auch für die Zukunft erwartet werden kann)
    Die dann notwendigen radikalen Verhaltensänderungen können der Bevölkerung in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft nicht aufgezwungen werden. Die Klimakatastrophe wird abgewählt und ist politisch tot, sobald sie dem Bürger ins Mittagessen spuckt und ihm vorschreibt, wieviel Milch und Fleisch er essen darf oder wie oft er in den Urlaub fliegen kann. Sogar Herr Jahnke fordert immer wieder die Stärkung der Binnennachfrage und damit Erhöhung des Konsums (bestimmt nicht immer klimafreundlich!) zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise.
    Also Öko-Diktatur zur Klimarettung auf Basis von wackeligen Prognosen?

    • globalnote sagt:

      @skeptiker,

      Sie machen sich das nach meinem Eindruck ein bißchen sehr einfach. So sind z.B. die Eiskerne eine faktische Basis, an die kein Ökonom für seine Erkenntnisse auch nur im Traum drankommen würde. Eine so starke Zunahme der Treibhausgaskonzentration, wie in den letzten Jahren, ist in den in den Eiskernen gemessenen Werten von 600.000 Jahren nie festgestellt worden. Ich habe Ihnen dafür die Abbildung 07044 vorgeführt, die die Messungen wiedergibt; aber das scheint Sie nicht zu beindrucken. Statt dessen kommen Sie mit Begriffen wie “Klimakatastrophengläubigen” und “Öko-Diktatur” und vergleichen die von allen Regierungen der Welt in der UN akzeptierten Forschungen zur Klimaentwicklung mit “hochbezahlten Experten in den Wirtschaftsinstituten”. Glauben Sie wirklich, daß sich auf solcher Basis sinnvoll diskutieren läßt?

      Die Stärkung der Binnennachfrage würde Deutschlands Umwelt nicht schaden, da das von dem irrsinnigen Export von umweltschädlich in Deutschland produzierten Gütern, wie großkalibrigen PKWs, wegführen könnte. Erhaltung der Umwelt und soziale Perspektive vertragen sich durchaus. Da sollten Sie wirklich nicht versuchen, mir – indem Sie mich zitieren – einen Strick zu schnüren. Für mich jedenfalls ist das eines der großen Menschheitsprobleme, für dessen Verständnis ich viel Zeit im Laufe meines nicht mehr jungen Lebens eingesetzt habe und das ich mir nicht mit solchen Vergleichen lächerlich lassen machen werde.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      • skeptiker33 sagt:

        @Jahnke

        Erhöhung des globalen Konsums und Klimaschutz passen einfach nicht zusammen, zumal die Entwicklungsländer den gleichen Wohlstand fordern, den wir auch haben. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand und auch die aktuelle Entwicklung:
        http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,646511,00.html

        Hier weiter zu diskutieren macht wirklich keinen Sinn.

      • globalnote sagt:

        @skeptiker33,

        Nein, es macht mit Ihnen schon lange keinen Sinn mehr, weil Sie nicht einmal versuchen, die Argumente, die nicht in Ihren Kram passen, zu verstehen.

        Ich diskutiere nie aus dem Bauch, sondern immer mit Fakten, wenn es geht grafisch (siehe den von Ihnen total mißachteten Hinweis auf die Eiskerne). Beim Konsum habe ich doch eigentlich ausreichend deutlich gemacht, daß es nicht um mehr Gesamtkonsum geht, sondern um eine soziale Umschichtung, bei der wir durch mehr Binnennachfage ärmerer Käuferschichten von dieser unerträglichen Exportabhängigkeit wegkommen, mit der wir per Kredit anderswo den Konsum hochfahren, vor allem in USA und bei Eurozonenpartnern, wie Spanien, oderEU-Partnern, wie GB. Im Ergebnis bedeutet das nicht mehr Konsum. Capito???

        Natürlich werden die Entwicklungsländer versuchen, auf ein ähnliches Niveau zu kommen oder uns per Niedrigstlohn und Job-Klau auf ihres herunterzuziehen, wie vor allem China das mit besonders niedrigen Löhnen tut. Aber das ist ein ganz anderes Thema, zu dem ich mich gar nicht geäußert habe. Capito???

        Warum müssen Sie mir eigentlich den gesunden Menschenverstand abstreiten???

        Dennoch beste Gruesse
        Joachim Jahnke

    • @ skeptiker

      Sorry, Ihrer Herangehensweise mangelt es an Tiefgang.

      Unser Ökosystem ist viel komplexer als daß es an einem, nicht mal nur an vielen Meßgrößen festzumachen wäre; Menschen tendieren dazu, die Dinge zu simplifizieren, so werden Staudamm und Turbinen in Verbindung mit Wasser zum reinsten aller Ökoströme; wohin das führt und aus welchem komplexen Zusammenhang der Mensch das herausreißt sieht man deutlich an der Yangste Verdammung.

      Nicht nur unser Lebensraum sondern auch unser Wirtschaftssystem ist komplex; nicht „Gottgegeben“, nicht natürlich evolviert sondern hausgemacht und bis zum Erbrechen konjugiert; wünscht einer sich in diesem Zusammenhang eine Stärkung der Binnennachfrage zur Erhöhung des Konsums dann muß man zuhören wer sich das wünscht bzw. welcher Sinn nach Quantität und Qualität dahintersteckt.

      Diese Kriterien für einzelne Gesellschaften zu setzen war wiederum einst Teil des Aufgabenkataloges einer Regierung. „Regieren“, von lateinisch „regere“, i.e. lenken bzw. leiten; um auch hier der Komplexität zu frönen: Regierungen können natürlich auf unterschiedlichste Weise „an die Macht kommen“ und Lenkstand bzw. Leitung unterschiedlichster Gesellschafts- bzw. Wirtschaftsformen sein. In unserem Fall sollte dies unter den reinen Gesichtspunkten demokratischer Lehre geschehen und dann im Sinne einer freien und sozialen Marktwirtschaft regiert werden. Parteienplanspiele, Berufspolitikum, Lobbyismus im Quadrat, Politikverdrossenheit und -gleichgültigkeit trüben nun die reinen Lehren ein und der vermeintlich alles heilende Pakt mit dem Globalen führt(-e) freies und soziales Marktwirtschaften in den Kampf mit ungleichen Vorzeichen; zu spät merkt(-e) man, daß die gerufenen Götter keine sind und das Absurdum nahe ist.

      Übrigens, was einst Teil des Aufgabenkataloges war verkümmert in der Administration und wird dort stante pede zermalmt von der fünften Gewalt. [administrare = verwalten: jedoch ministrare = dienen]

      Das alles hat meines Erachtens mit Gläubigkeit nichts zu tun. Auch damit nicht, daß jemand die Klimakatastrophe abwählt oder auch nur diese Wahl hätte. Eine „Bevölkerung“ besteht aus vielen einzelnen Stimmen so wie der Ozean oder auch die Ölvorkommen dieser Welt aus einzelnen Tropfen bestehen. Was in der Masse allerdings homogen aussieht könnte individuell kaum unterschiedlicher sein. Wieder etwas, das viel komplexer ist als es den Anschein macht.

      Nachhaltigkeit nimmt die Ökonomie in die Pflicht; Ökologie bekommt damit eine Chance; welches nun die Öko-Diktatur sein soll entzieht sich mir.

      Meinen Gruß

      caw

  5. gubac sagt:

    Sehr geehrter Herr Jahnke,
    auch Sie sollten eine von Ihrer Ansicht abweichende Meinung akzeptieren und nicht gleich auf “beleidigte Leberwurst” machen, wie Ihre Antwort auf Skeptiker zeigt, oder ist es völlig abwegig, dass auch Sie mal falsch liegen.

    Beste Grüße
    Gubac

    • globalnote sagt:

      @gubac,

      Für eine ernsthafte Diskussion muß man bereit sein, sich mit den Fakts auseinanderzusetzen, wie den Messungen an den Eiskernen. Mit Links zu irgendwelchen Webseiten, oder Schlagworten wie “Ökodiktatur” ist das nicht zu machen, auch nicht, wenn Sie mir die “beleidigte Leberwurst” vorwerfen. Das ist doch nun wirklich kein seriöser Diskussionsstil.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

    • paten sagt:

      Guten Tag. Ein Eigentor des skeptiker ist, anderen blinden Glauben an die Wissenschaft vorzuwerfen (hier Messungen und Bewertungen des IPCC – UN Weltklimarat) und die Gegenoffensive selbst mit Wissenschaftlern (s. Referenzclick) zu führen, die noch dazu im besten scientific English den IPCC bestätigen. Glückwunsch!

      Worum geht es bei dem ganzen Disput? Hier IPCC 2007:

      ‘Warming of the climate system is unequivocal, as is now evident from observations of increases in global average air and ocean temperatures, widespread melting of snow and ice, and rising global average sea level.’ ‘Most of the observed increase in globally averaged temperatures since the mid-20th century is very likely due to the observed increase in anthropogenic greenhouse gas concentrations12. This is an advance since the TAR’s conclusion that “most of the observed warming over the last 50 years is likely to have been due to the increase in greenhouse gas concentrations”. Discernible human influences now extend to other aspects of climate, including ocean warming, continental-average temperatures, temperature extremes and wind patterns’

      “Die Erwärmung des Klimasystems ist unbestreitbar, wie jetzige Beobachtungen des Ansteigens der mittleren Luft- und Meerestemperaturen beweisen, das weit verbreitete Abschmelzen von Schnee in Eis und der Anstieg der mittleren Meeresspiegels
      Das Meiste vom dem beobachteten Anstieg der globalen mittleren Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist höchstwahrscheinlich dem Ansteigen der Treibhausgaskonzentration geschuldet. 12. Das ist ein Fortschritt seit der TAR-Schlussfolgerung, dass „das Meiste der beobachteten Erwärmung über die letzten 50 Jahre ist wahrscheinlich dem Ansteigen der Treibhausgaskonzentration geschuldet. Die ersichtlichen menschlichen Einflüsse erweitern sich nun auf andere Aspekte des Klimas, einschließlich Meereserwärmung, mittlere Kontinentaltemperaturen, Temperatur-Extreme und Windmuster.“

      Hier nun der angebliche (eben nicht wissenschaftsungläubige) „Gegenbeweis“ der vorgebrachten englischen Uni von Ost-Anglia in Norwich, Fachabteilung für Klimaforschung (CRU) zum falschen Messwesen:

      IPCC and in the World Meteorological Organization and Met Office news releases were calculated using optimal averaging. This technique uses information on how temperatures at each location co-vary, to weight the data to take best account of areas where there are no observations at a given time. The method uses the same basic information (i.e. in future HadCRUT3v and subsequent improvements), along with the data-coverage and the measurement and sampling errors, to estimate uncertainties on the global and hemispheric average anomalies. The more elementary technique (used here) produces no estimates of uncertainties, but our results generally lie within the ranges estimated by optimum averaging.

      “Die Nachrichten des IPCC und der Meteorologischen Weltorganisation und des MetBüros wurden nach der optimalen Mittelwertbildung kalkuliert. Die Technik benutzt die Information darüber, wie Temperaturen an verschiedenen Orten mitschwanken, um die Daten zu wichten und damit bestmöglich Gebiete mit einzubeziehen, wo es keine Beobachtungen zur gegebenen Zeit gibt. Diese Methode benutzt dieselbe Ausgangsinformation (d.h. zukünftig HadCRUT3v und ff. Verbesserungen) zusammen mit den Datenpaketen und den Mess- und Auswahlfehlern, um Ungewissheiten über die globalen und Abweichungen der Erdhalbkugel zu bewerten. Die (hier bei der CRU angewendete) elementarere Technik bringt keine keine Ungewissheiten hervor, aber unsere Ergebnisse liegen generell im Bereich der Bewertung durch das mittlere Optimum.

      Die wissenschaftliche Gegenmethode, welche die Orte ohne Messausstattung nicht hochrechnet, bestätigt also die Ergebnisse des Weltklimarates. Und senden wir den Missinterpreten auf die Startseite der Uni. Möge er dort dem Link Klimamythen folgen und auf die Seite des MetOffice kommen, wo er als Laie begrüßt wird:

      Climate change is a complex subject, with genuine areas of uncertainty and scientific controversy. There are also a number of misunderstandings which are recycled, often by non-climate scientists, and portrayed as scientific fact. As one ft he world‘s leading centres on climate change we believe it is important to address all the issues.

      „Klimawandel ist ein komplexer Gegenstand mit echten Felder der Ungewissheit und wissenschaftlichem Widerstreit. Es gibt aber auch eine Reihe von Missverständnissen die ständig wiederholt werden, oft durch Nicht-Klima Wissenschaftler, die das als wissenschaftlichen Fakt darstellen. Als eines der führenden Zentren der Welt zum Klimawandel gauben wir, dass es wichtig ist diese Dingen beim Namen zu nennen.“

      Dann kommt ein Buch über die Mythen. Abschließend erläutert das MetOffice dagegen noch sechs inzwischen feststehende Fakten, die in jeder Klimadiskussion zum Repertoire von uns “Wissenschaftsgläubigen” gehören. Hier die Thesen:

      1. Der Klimawandel findet statt und die Menschheit trägt dazu bei.

      2. Die Temperaturen steigen weiter.

      3. Der ggw. Klimawandel ist eben kein Teil eines natürlichen Zyklus.

      4. Die ggw. Erwärmung kann nicht alleine durch Sonne und natürliche Faktoren erklärt werden.

      5. Wenn wir weiterhin Treibhausgase emittieren, geht diese Erwärmung weiter und Verzögerungen werden es schwer machen die Probleme zu lösen.

      6. Klimamodelle sagen [nur] die Haupteigenschaften künftigen Klimas voraus.

      Endstand der Eigentore: X:0.

      MfG

      • skeptiker33 sagt:

        @paten

        Schauen Sie sich doch die Temperaturkurven an, dann sehen Sie doch, dass sie beginnt wieder leicht abzunehmen und das bei stark steigendem CO2-gehalt. Ihre Erklärung?

      • paten sagt:

        Guten Abend. Ich hab mir viel Mühe gegeben und mag nun doch nicht mehr – humorlos erscheinen. Tip: Es wird jeden Abend kälter und morgens wärmer. Und unterschiedlich weltweit. Stürzen Sie sich auf das erste Argument.
        Oder ziehen Sie sich einen warmen Pulli an, denn Temperatur sinkt und das kann schweinisch zu Influenza führen. Dann die Maske vom Sauerstoffgerät aufs gepuderte Näschen, denn CO2 steigt gleichtzeitig stark an. Danach das Wichtigste: Mineralwasser ins Glas gießen. Auf Balkon oder im sonstwo im Freien abstellen und Temperatur messen von Umgebung und an Mineralwasseroberfläche und im Wasser (keinen wärmenden Jameson aus Irland reinschütten!). Stündlich 24 Stunden. Mehrere Wochen lang, um eine Messserie als Vergleichsbasis zu erhalten. Wie auf Ihrer angezogenen Grafik: Vergleichsbasis der Abweichungen: 1961 (Mauerbau) bis 1990 (Mauerfall) (weil da richtige Serien-Messungen erfolgten).

        Achtung: Ihr Wasser ist eben verdunstet. Hat Regen nachgeschüttet? Wie warm war der? Alle Messergebnisse im Eimer (Glas).

        Seit 1980 (der Kommunismus überhitzt sich vor dem Kollaps) zeigt Ihre CRU-Grafik Temperatur-Aufschwung Nord und etwas weniger Süd, aber global ja etwa +0,5-0,7°C. Irgendwo ab 2002 knickt das Häkchen nach unten weg (-0,1°C, also im Toleranzbereich 0,01°C). Nehmen wir also aus der Grafik permanente globale Energieakkumulation als Grund der Erderwärmung ab 1980 als gegeben hin und fragen uns wer da wohl eingeheizt hat?

        Mein Gott: Japan war der industrielle Newcomer (die Sonne unverändert im strahlenden Kleid) der 70-ger und erhöhte expansiv den Weltindustrieverbrauch, schon weil die agrarischen asiatischen Märkte unterkonsumierten im Vergleich zur NATO.

        Wir kürzen ab: China, Indien, Brasilien , Mexico – alles erfahrene Autobauer, die damit zum Einkaufen fahren wollte und Ware brauchten. Hitzige asiatische Industrialisierung mit deutscehem Know.how und russischen etc. Rohstoffen. Holz weg – (auch Bush-USA wegen Hypokrise und Kanada), damit Photosynthese gestört, CO2 aus Kohlekraftwerken und überdüngten Äckern sucht Pflanze zwecks Synthese, aber der Heiratsmarkt, wie der chinesische bei Männern wegen Tötung der weiblichen Babies aus Mitgift-Bankrottgründen, hat zu viel CO2. (IPCC: „very likely“)
        Haben Sie Eiswürfel? Jetzt ins Glas, da ja bei seit 1980 in Erde, Wasser = Luft höherer gespeicherter globaler Wärmenergie die Verdunstung beschleunigt ist. Weiter messen, wenn die Eiswürfel monatelang im Gals schwimmen, was mit der Oberflächentemperatur ist: Die sinkt seriell gemessen! Und CO2 steigt seriell gemessen. Aber die tieferen Wassertemperaturen erhöhen sich durch Abgabe der seit 1980 in der Erde akkumulierenden Wärme (die ja stets von + zu – zum balancierenden Wärmeaustausch neigt), weshalb unsere polaren Eisnwürfel diese Energie aufnehmend schlicht schmelzen.

        Sie dürfen nun die Atem-Maske wieder abnehmen. Und gratis: Im Süden wächst die Eismasse. Aber das war ja keine Frage.

        MfG

  6. skeptiker33 sagt:

    @Jahnke

    Sie diskutieren mit Fakten?
    Ich bestreite nicht das Ansteigen der CO2-Konzentration! Mein Punkt ist die Frage, welche Auswirkungen dieser Anstieg hat. Warum wird von der Politik nur CO2 in den Vordergrund gestellt und nicht Lachgas oder Methan (übrigens emittieren auch Wälder Methan und Terpene, beides klimarelevant)?
    Food for thougt!

    Die Klimaforschung macht Aussagen über die Zukunft und ist deshalb nicht mit den exakten Naturwissenschaften wie Physik oder Chemie vergleichbar, da Labor-Experimente zur Überprüfung der aufgestellten Hypothese nicht ohne weiteres möglich sind. Deswegen wird das Klima im Computer mit mathematischen Modellen simuliert. Eine Simulation ist jedoch immer mit Fehlern verbunden und hat deswegen keine ultimative Beweiskraft.

    Zum Schluß noch ein Beispiel für einen Klima-Forscher, der die Grenzen seiner Methode kennt.
    Die derzeitige Klimaerwärmung ist nach seinen Daten weiterhin innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite. Der Einfluß der Treibhausgase kann von den derzeitigen Daten nicht exakt quantifiziert werden. Das ist ehrlich!
    http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca07-3/klima.html

    Ihrer Meinung, dass der globale Gesamtkonsum in einer kapitalistischen Welt konstant bleiben kann und wird, stimme ich ausdrücklich NICHT zu!

    • globalnote sagt:

      @skeptiker33,

      Mit Ihnen kann man leider wirklich nicht diskutieren.

      In Ihrer letzten Zuschrift hatten Sie wörtlich gesagt, “Erhöhung des globalen Konsums und Klimaschutz passen einfach nicht zusammen”. Nachdem ich Ihnen nun geantwortet habe, daß es gar nicht um eine Erhöhung geht sondern um eine bessere Sozialpolitik und wir nicht den Konsum außerhalb der deutschen Landesgrenzen durch künstliche Kredite anfeuern sollten, springen sie flugs auf eine anderes Podest und meinen, “dass der globale Gesamtkonsum in einer kapitalistischen Welt konstant bleiben kann und wird, stimme ich ausdrücklich NICHT zu!”. Dabei habe ich nie von einem konstanten Gesamtkonsum der gesamten kapitalistischen Welt gesprochen, mit keinem einzigen Wort. Warum bauen Sie denn bloß immer wieder einen neuen Popanz auf, auf den Sie einschlagen wollen?

      So kann man wirklich nicht diskutieren, oder nur, wenn man einen Dummen vor sich hat, für den Sie mich nicht halten sollten.

      Ich entnehmen daraus nur, daß Sie gegen sozialen Veränderungen in Deutschland sind, für die ich in meiner Unschuld klimaneutral plädiert hatte, und erkläre diese total unsinnige Diskussion für beendet, was mich anbelangt. Da habe ich weit Besseres mit meiner Zeit anzufangen und schon viel zu viel davon verloren.,

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

    • paten sagt:

      Nun bringen Sie Uni Heidelberg und ich TU Berlin und Sie… Alles international beendete Diskussion.

      Die ganze Aussage von Heidelberg geht am Ende auf die Ihnen wohl passende Diffamierung des Fehlens interdisziplinärer Forschung, d.h., dass der Weltklimarat nur „im Winter schlafende Baumringe“ gemessen hätte, hinaus.

      Dr. Jahnke zog eben die vom Klimarat stammenden Auswertungen von Jahrtausende alten arktischen Eisbohrkernen (und auch anderen Siedlungs-Ausgrabungsschichten und auch Auswertungen historischer Aufzeichnungen und Überlieferungen eben wegen der interdisziplinären Notwendigkeit globale Wertungen mit naturgemäß bei so langen Zeiträumen wenig historischen Datenmaterial zu belegen) heran.

      Und, um ehrlich zu sein, Fakten verschweigende „Wissenschaftler“, die am Ende als eigenen wissenschaftlichen Beitrag nur erklären, es könnte genauso gut kälter werden, ohne das nachvollziehbar zu belegen (dem über 40 Modellrechnungen der IPCC mit Großrechnern mit den allerverschiedensten selbstzweifelnden und daher allumfassendsten variablen Inputs und Annahmen, die dann noch mal alle gegeneinander gewogen wurden, gegenüber stehen) sind suspekt, weil sie unethisch die publizierte Methode des IPCC auf Baumringe verkürzten, wie die B…-Zeitung.

      Sie sollten nicht dauernd so provozierende Fragen stellen, insbesondere, warum die von Ihnen selbst eingebrachten Quellen irgendetwas behaupten, weil es nicht Dr. Jahnkes Aufgabe sein kann, das zu begründen.

      Widerlegen Sie doch mit Ihren wissenschaftlichen Freunden einfach mal die Bohrkernergebnisse. So als wissenschaftlicher Anfang. Oder warum schmilzt die Arktis, wenn es doch immer kälter wird? Wäre die Titanic nur 100 Jahre später abgefahren, dann würde sie auf dem Eisberg schwimmen und nicht drauffahren.

      MfG

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