Gedanken zur Zeit 1450 28-08-09: Nach der Kauflust von gestern, heute wieder das Gerede von den steigenden Löhnen
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Gedanken zur Zeit 1450 28-08-09: Nach der Kauflust von gestern, heute wieder das Gerede von den steigenden Löhnen
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Guten Tag. Es ist sicher richtig, dass die (noch) mit Tariflöhnen
-die in Ostdeutschland nicht nur prozentual pro Arbeitnehmer weniger, sondern auch dem Netto nach trotz mehr Arbeitsstunden geringer sind bei doch das nicht berücksichtigenden selben Steuer- und Sozialabgabensätzen für alle-
bezahlten MA einmal von den früher vereinbarten Steigerungen profitieren, aber alle anderen auch von den in der Deflation sinkenden Preisen. Die werden aber meist als Kernkosten ohne stark schwankende Energie- und Lebensmittekosten berechnet, so dass ein Sinken durch nur einen Preisanstieg für z.B. Gas wieder im Privathaushalt keinen Vorteile läßt.
Insofern betrifft das Zeitungsgerede absolut und relativ steigende Stundenlöhne eben nur, wo die im Einzelfall auch zutreffen.
Aber das statistisch relevante Moment ist die sinkende Gesamtsumme an Nettolöhnen (Entlassungen, Konkurse, Kurzarbeit, Lohn- und Zulagenverzicht, unbezahlte Überstunden…), die insgesamt ja Angebotsmenge und Kaufkraft mildern.
Und damit tritt dann das ein, was in den div. Beiträgen Dr. Jahnkes beschrieben wurde:
Sinkt die allgemeine Kaufkraft (Nachfrage), geht die Preiskonkurrenz um das immer weniger werdende Geld los und verstärkt nun seinerseits die Deflation bei Produzenten- und Händlerpreisen, womit die Gewinne (Kreditsicherheit und Investitionskapital) sinken, was wiederum eine enorme Stückpreiskonkurrenz bei den Wettbewerbern (und sogar allgemeine Konkurrenz um Absatz Geld aller Nichtwettbewerber) bedeutet, die dann im Sine ihrer Kostenstrukturen und des Überlebens Willen (schon zeitlich) nicht in höhere Produktivität investieren können, sondern nur noch die Lohnschraube weiter nach unten drehen können (und Zahlungsziele nach hinten).
Und damit tritt dann das ein, was in den div. Beiträgen Dr. Jahnkes… s.o.
Wie kann man dem ruinösen Wettbewerb entgegnen: Bevor es Überhand nimmt und mit Steuergeld und Staatsschulden nicht mehr zu bezahlen ist, muss man gegen die Deflation als Regierung Stopp-Löhne und Stopp-Preise erzwingen, den Kapitalabfluss ins Ausland verbieten (Börsen schließen und Banktransfers begrenzen) sozusagen den wirtschaftlichen Ausnahmezustand praktizieren und administrieren bis sich alles wieder beruhigt. Sicher sind noch mehr Maßnahmen nötig, hier nur die Anregung, dass selbst bei null % ZB-Zins (Milton Friedmann lässt grüßen) die Regierung handeln kann und muss.
Und dazu muss sie in schlechten Zeiten auch die erheblichen Vermögen der unternehmerischen Eliten aus guten Zeiten als Rettungsring mit ins Boot nehmen, um auch damit das arbeitende etc. Volk aus dem Wasser ziehen. Von gwerkschaftlicher Solidarität alleinen kann keiner Leben. Dazu brauchen wir einen Wirtschaftskreislauf. Wenigstens im Binnenmarkt.
MfG