1680

global news 1680 22-08-09: Chinesische Billigware erhöht ihren Anteil an EU-Industriegütereinfuhren auf 28 %

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2 Antworten zu 1680

  1. Gaby sagt:

    Hallo, miteinander,

    als volkswirtschaftlicher Dummie erlaube ich mir, daran zu erinnern, dass am 28. Juli 2009 die Meldung durch die Medien geisterte, dass Chinas Wirtschaft zum Hoffnungsträger der Welt wird, weil sie sich, dank Konjunkturprogramme in dreistelliger Milliardenhöhe, zum Wachstumsmotor entwickelt.

    Na, da dürfte doch in der EU und in Deutschland die Freude groß darüber sein, dass China Waren im zweistelligen Milliarden-Wert zu uns exportiert und wir munter ein Handelsdefizit aufbauen frei nach dem Motto: Genieße jetzt und zahle später.

    Wie sieht es eigentlich mit dem Yuan aus? Ist der immer noch unterbewertet, so dass europäische Waren teuer nach China exportiert werden? Wie sieht es mit der Raubkopiererei aus? In 2007 stammten acht von 10 Raubkopien, die in Europa sicher gestellt wurden, aus China. Ganz schön unfaire Geschäftspartner, diese kommunistische Führungsriege!

    Heute ist zu vernehmen, dass Chinas Wachstum zu wenig Jobs im chinesischen Binnenmarkt erzeugt, auch dann, wenn China zum gewohnt zweistelligen Wachstum zurück fände. Derzeit zählt China 24 Millionen offizielle Arbeitslose plus ca. vier Millionen Wanderarbeiter plus drei Millionen arbeitslose Uni-Absolventen. Das sind offiziell 31 Millionen Arbeitslose. Wenn man davon ausgeht, dass von jedem Verdiener zwei Menschen abhängen, die von ihm/ihr ernährt werden, sind das schon 93 Millionen Menschen ohne soziale Absicherung. Hinzu kommen rund 800 Millionen einfache chinesische Bauern, die kaum den Schmutz unter ihrem Fingernagel zum Leben haben.

    Was für fürchterliche Ungleichgewichte, vor allem, weil Export-, ebenso wie Importüberschüsse prinzipiell das falsche Mittel sind, die ökonomischen Probleme des Binnenmarktes zu lösen. Die Defizite des einen Landes sind die Überschüsse des anderen. Exportweltmeisterschaft stellt also keine Leistung dar, sondern ist ein Indikator nachhaltiger Fehlentwicklung einer Volkswirtschaft. Allein die Konsumnachfrage des nationalen Binnenmarktes zu stärken, hilft, die Ungleichgewichte zu korrigieren. Das gilt für Europa, insbesondere Deutschland, ebenso wie China und die USA.

    Bei mir fällt die Freude über die europäischen Chinaimporte unterkühlt aus. Mir wäre es lieber, alle Länder dieser Welt, auch China (!) hätten jeweils einen starken Binnenmarkt, dessen Bewohner das verkonsumieren, was die heimische Industrie produziert, statt darauf zu hoffen, in fremden Ländern Absatzmärkte zu finden und letztlich in den Dumpingprodukten der Chinesen zu „ersaufen“.

    Aber um das hinzukriegen, muss ein neoklassisches Dogma über Bord geworfen werden, nämlich, dass zu geringe Löhne/Gehälter in jeder Hinsicht Nachfrage erzeugen.

    Bis denne,

    Gaby

    • globalnote sagt:

      @Gaby,

      Nur zur Information. Ich habe einen Teilnehmer, der mit Ihnen (wie auch mit mir) über China diskutieren wollte, nicht freischalten können. Statt dessen habe ich ihm geschrieben:

      “Nach Ihrer Orgie gegen mich auf Spiegelfechter voller persönlicher Vorwürfe, wobei Sie sogar für den von einem anderen Teilnehmer gemachten Vorwurf „Kacke” Verständnis gezeigt haben, und Ihrer one-issue-Verbohrtheit zu China, schalte ich Sie bei diesem Thema erst recht nicht mehr frei. Mir fehlt einfach die Zeit und Lust, nach einer sehr langen Email-Korrespondenz und Ihren Ausfällen auf Spiegelfechter die gleiche Diskussion per Internet endlos und in den persönlichen Bereich abgleitend fortzusetzen. Wenn Sie sich zu anderen Themen melden wollen und dabei persönliche Angriffe der zitierten Art unterlassen, sind Sie willkommen. Es muß doch möglich sein, unter zivilisierten Menschen ohne solche Entgleisungen zu diskutieren.”

      Leider gibt es immer wieder einige sehr wenige Teilnehmer, denen es in entsprechender Wortwahl mehr um die persönliche Auseinandersetzung mit mir geht, als um die Sache. Das ist mein Nachteil, wenn ich gleichzeitig die Beiträge liefere und die Diskussion administriere, oder besser gesagt: administrieren muß. (Vielleicht finde ich mal einen Freiwilligen, der die Administration übernimmt.)

      Ich bitte um Verständnis, daß ich Ihnen nicht die Gelegenheit bieten kann, diese Diskussion zu China zu bestreiten. Daneben hat es bisher übrigens erst zwei anderen Teilnehmer gegeben, die sich mit persönlich beleidigenden Angriffen für eine sachliche Diskussion selbst disqualifiziert haben (einer davon hat übrigens sogar die Vermutung aufgestellt, ich selbst trete hier als Gaby auf, weil Sie irgendetwas Positives über mich gesagt hatten).

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

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