Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Freitag, 31. Juli 2009 um 5:05 pm und eingeordnet unter Wi. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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nach vorherrschender ökonomischer Ansicht sind zu geringe Konsumausgaben das Ergebnis der Verunsicherung der Konsumenten. Folglich muss eine anspornende Medienberichterstattung einen Nachahmeffekt erzeugen. Aber offensichtlich tut sie das nicht.
Eine etwas jüngere ökonomische Schule lehrt, dass die Ausgabenneigung von vielen Faktoren beeinflusst wird wie z.B. durch die Einkommensverteilung. Also lautet die Empfehlung, dass der Staat in Zeiten des Unterverbrauchs einen Einfluss auf den Hang zum Verbrauch durch sein Besteuerungssystem und teilweise durch Festlegung des Zinsfusses ausüben muss.
Nun ist guter Rat teuer: Soll sich der Staat in den Winterschlaf begeben und die Medien Jubelnachrichten verbreiten lassen in der Hoffnung, der Bürger würde seine Verunsicherung verlieren oder soll er aktiv in die Volkswirtschaft eingreifen?
ich würde empfehlen, dass Geld der Harz4ler und Arbeitslosen zu erhöhen, weil alles in den Konsum geht. Nachteil wäre aber, dass einige Niedriglohnjob unattraktiv werden.
Meiner Meinung nach können wir uns dem Sog nicht entziehen. Mit jedem Monat die die Krise dauert, werden die Firmenpleiten zunehmen und die Arbeitslosenzahl wird expotentiel steigen.
Wenn ich mir die zwei Grafiken anschaue stelle ich fest, es spiegelt genau die Situation wieder, die ich bei uns im Betrieb erlebe.
Einen richtigen Umsatzeinbruch haben wir nicht.
Im Frühjahr hatten wir eine kurze Flaute, da haben wir richtig Angst gekriegt.
Nach etwa zwei Monaten ging es dann wie aus dem Nichts wieder auf einem kostendeckenden Level weiter.
Wir haben die Preise leicht gesenkt, das schmälert den Gewinn, aber die Leute kaufen, das ist im Moment wichtig.
Den Absturz des Grosshandels kann ich leicht erklären.
Wir kaufen nur das nötigste an Ware nach.
Unser Lagerbestand ist zur Zeit auf ein Drittel der üblichen Bevorratung gesunken.
Bei uns sieht es aus, als würden wir den Ausverkauf betreiben.
Warum?
Wir haben unsichere Zeiten.
Es geht mit Sicherheit in die Deflation.
Das bedeutet, demnächst können wir noch billiger einkaufen.
Wir wären schön blöd, wenn wir jetzt wie gewohnt die Lager füllen würden, um dann ein paar Monate später unter Einkaufspreis verkaufen müssen, weil andere schlauer waren als wir.
Ist ein bischen wie Poker.
Die Verbraucher mag man mit gezielten Kampagnen täuschen können, den Einzelhandel nicht.
Unser Einkäufer sagt, bei den Einkaufspreisen ist der Boden noch nicht erreicht.
Nur, ich habe das Gefühl, das wir uns mit dieser Strategie das eigene Grab schaufeln.
Die Produzenten können nicht endlos die Preise senken.
Viele produzieren schon heute nicht mehr kostendeckend.
Es wird zu massiven Kündigungen kommen.
Wir werden wohl in absehbarer Zeit einen enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit bekommen.
Das Lügengebäude der Regierung wird zusammenbrechen, ganz doof sind die Verbraucher auch nicht, und, dann kommt der Absturz im Einzelhandel, und zwar richtig.
Und das, denke ich, beschleunigt dann die Deflation.
Ich wünschte, ich hätte ein Rezept, wie wir aus dieser Spirale rauskommen.
Im Prinzip müssen die Verbraucher erheblich mehr Geld zur Verfügung haben.
Kräftige Lohnerhöhungen, ein Mindestlohn nicht unter 10 Euro, weg mit Hartz4, hin zu einer wirklich existenzsichernden Alimentierung der Arbeitslosen, finanziert durch eine entsprechend angepasste Erbschafts und Vermögenssteuer, durch Anhebung des Spitzensteuersatzes, und einige andere Unsäglichkeiten gegenüber denen, die noch im Geld schwimmen.
Ausserdem muss der Staat massiv investieren, auch wenn die Verschuldung steigt.
Tut der Staat nichts, steigt die Verschuldung genau so.(Steuermindereinnahmen)
Die Politik muss jetzt handeln, auch wenn die Gefahr besteht, dass sich noch mehr Multimillionäre vor Züge werfen, oder rausblasen, dass sie ja auch jetzt beim Aldi einkaufen müssen, und höchstens noch zum Italiener um die Ecke zum Futtern gehen.
Darauf kann in dieser prekären Situation keine Rücksicht genommen werden.
Hallo, miteinander,
nach vorherrschender ökonomischer Ansicht sind zu geringe Konsumausgaben das Ergebnis der Verunsicherung der Konsumenten. Folglich muss eine anspornende Medienberichterstattung einen Nachahmeffekt erzeugen. Aber offensichtlich tut sie das nicht.
Eine etwas jüngere ökonomische Schule lehrt, dass die Ausgabenneigung von vielen Faktoren beeinflusst wird wie z.B. durch die Einkommensverteilung. Also lautet die Empfehlung, dass der Staat in Zeiten des Unterverbrauchs einen Einfluss auf den Hang zum Verbrauch durch sein Besteuerungssystem und teilweise durch Festlegung des Zinsfusses ausüben muss.
Nun ist guter Rat teuer: Soll sich der Staat in den Winterschlaf begeben und die Medien Jubelnachrichten verbreiten lassen in der Hoffnung, der Bürger würde seine Verunsicherung verlieren oder soll er aktiv in die Volkswirtschaft eingreifen?
Bis denne,
Gaby
Hallo liebe Leser,
ich würde empfehlen, dass Geld der Harz4ler und Arbeitslosen zu erhöhen, weil alles in den Konsum geht. Nachteil wäre aber, dass einige Niedriglohnjob unattraktiv werden.
Meiner Meinung nach können wir uns dem Sog nicht entziehen. Mit jedem Monat die die Krise dauert, werden die Firmenpleiten zunehmen und die Arbeitslosenzahl wird expotentiel steigen.
Gruß
Terra
Wenn ich mir die zwei Grafiken anschaue stelle ich fest, es spiegelt genau die Situation wieder, die ich bei uns im Betrieb erlebe.
Einen richtigen Umsatzeinbruch haben wir nicht.
Im Frühjahr hatten wir eine kurze Flaute, da haben wir richtig Angst gekriegt.
Nach etwa zwei Monaten ging es dann wie aus dem Nichts wieder auf einem kostendeckenden Level weiter.
Wir haben die Preise leicht gesenkt, das schmälert den Gewinn, aber die Leute kaufen, das ist im Moment wichtig.
Den Absturz des Grosshandels kann ich leicht erklären.
Wir kaufen nur das nötigste an Ware nach.
Unser Lagerbestand ist zur Zeit auf ein Drittel der üblichen Bevorratung gesunken.
Bei uns sieht es aus, als würden wir den Ausverkauf betreiben.
Warum?
Wir haben unsichere Zeiten.
Es geht mit Sicherheit in die Deflation.
Das bedeutet, demnächst können wir noch billiger einkaufen.
Wir wären schön blöd, wenn wir jetzt wie gewohnt die Lager füllen würden, um dann ein paar Monate später unter Einkaufspreis verkaufen müssen, weil andere schlauer waren als wir.
Ist ein bischen wie Poker.
Die Verbraucher mag man mit gezielten Kampagnen täuschen können, den Einzelhandel nicht.
Unser Einkäufer sagt, bei den Einkaufspreisen ist der Boden noch nicht erreicht.
Nur, ich habe das Gefühl, das wir uns mit dieser Strategie das eigene Grab schaufeln.
Die Produzenten können nicht endlos die Preise senken.
Viele produzieren schon heute nicht mehr kostendeckend.
Es wird zu massiven Kündigungen kommen.
Wir werden wohl in absehbarer Zeit einen enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit bekommen.
Das Lügengebäude der Regierung wird zusammenbrechen, ganz doof sind die Verbraucher auch nicht, und, dann kommt der Absturz im Einzelhandel, und zwar richtig.
Und das, denke ich, beschleunigt dann die Deflation.
Ich wünschte, ich hätte ein Rezept, wie wir aus dieser Spirale rauskommen.
Im Prinzip müssen die Verbraucher erheblich mehr Geld zur Verfügung haben.
Kräftige Lohnerhöhungen, ein Mindestlohn nicht unter 10 Euro, weg mit Hartz4, hin zu einer wirklich existenzsichernden Alimentierung der Arbeitslosen, finanziert durch eine entsprechend angepasste Erbschafts und Vermögenssteuer, durch Anhebung des Spitzensteuersatzes, und einige andere Unsäglichkeiten gegenüber denen, die noch im Geld schwimmen.
Ausserdem muss der Staat massiv investieren, auch wenn die Verschuldung steigt.
Tut der Staat nichts, steigt die Verschuldung genau so.(Steuermindereinnahmen)
Die Politik muss jetzt handeln, auch wenn die Gefahr besteht, dass sich noch mehr Multimillionäre vor Züge werfen, oder rausblasen, dass sie ja auch jetzt beim Aldi einkaufen müssen, und höchstens noch zum Italiener um die Ecke zum Futtern gehen.
Darauf kann in dieser prekären Situation keine Rücksicht genommen werden.
Jakob