Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Mittwoch, 22. Juli 2009 um 10:46 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Hallo an alle
Aufklärung als Angst abbauendes Elemen besonders wenn man weiss, das alles muss nicht so sein, es ist zu ändern.
Die Rede zur Eröffnung der UNO Konferenz in New York, 24. bis 30. Juni 2009, von H.E. Miguel D’Escoto Brockmann (Nicaragua), Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen:
Sie ist auch ein Gruss aus Lateinamerika, der die Änderung des best. Unrechtssystems u.die Solidarität der Lebenden mit den Lebenden einfordert: Lesenswert!! http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr28-vom-1372009/konferenz-der-vereinten-nationen-zur-weltfinanz-und-weltwirtschaftskrise/
Ein Auszug daraus:
“Es wäre weder human noch verantwortungsbewusst, eine Arche Noah einzig zur Rettung des bestehenden Wirtschaftssystems zu bauen und die überwiegende Mehrheit der Menschheit ihrem Schicksal zu überlassen und sie die negativen Auswirkungen eines Systems erleiden zu lassen, das eine verantwortungslose, aber mächtige Minderheit aufzwang….
Vor allem anderen müssen wir eine bedrückende Vergangenheit überwinden und eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen. Dazu müssen wir eingestehen, dass die Finanzkrise das Endergebnis einer egoistischen und verantwortungslosen Art des Lebens, Produzierens, Konsumierens und Aufbaus der Beziehungen untereinander und zur Natur ist, die systematische Aggression gegen die Erde und ihre Ökosysteme und ein tiefgreifendes soziales Ungleichgewicht mit sich brachte – ein analytischer Begriff, der eine perverse weltweite soziale Ungerechtigkeit verdeckt. Meiner Meinung nach haben wir die äusserste Grenze erreicht. Es scheint, dass wir am Ende des bisherigen Weges angelangt sind, sollten wir auf diesem Wege weiterfahren, könnte uns dasselbe Schicksal ereilen, das schon den Dinosauriern widerfahren ist…………..
Deshalb sind Kontrollen und Korrekturen am bestehenden Modell, obwohl zweifellos notwendig, mittel- und langfristig unzureichend. Deren inhärente Fähigkeit zur Bewältigung der globalen Krise hat sich als zu schwach erwiesen. Bei Kontrollen und Korrekturen des Modells stehenzubleiben wäre Zeugnis eines grausamen Mangels an sozialer Sensibilität, Vorstellungskraft und Engagement zur Bildung eines gerechten und dauerhaften Friedens.
Egoismus und Gier können nicht korrigiert werden. Sie müssen durch Solidarität ersetzt werden, was ganz offensichtlich einen radikalen Wandel mit einschliesst……………
Die erste Bejahung dieser globalen Ethik besteht darin, das Gemeinwohl der Erde und der Menschheit zu erklären und zu wahren. Wir beginnen mit der Voraussetzung, dass die Gemeinschaft der Völker eine Gemeinschaft gemeinsamer Güter ist. Diese können von niemandem privat in Besitz genommen werden und müssen dem Leben aller, der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen und der Gemeinschaft aller Lebewesen, dienen.
Niemand und nichts kann von diesem globalen Gemeinwohl ausgeschlossen werden. Auf Grund seiner Natur steht es zudem allen frei zur Verfügung und kann daher weder gekauft noch verkauft werden oder Gegenstand des Wettbewerbs sein. Ausserdem muss es allen ständig verfügbar sein, sonst wäre das Gemeinwohl kein gemeinsames mehr. …
. Wem gehört die Erde? Die Erde gehört nicht den Mächtigen, die sich die Güter und Dienstleistungen aneignen, sondern allen Ökosystemen, die das Ganze ausmachen. Sie ist eine Gabe des Universums,……………
Besonders Wasser, Ozeane und Wälder gehören zum Gemeinwohl der Menschheit und der Erde. Wasser ist eine natürliche Ressource, ein lebenswichtiges Gemeingut, für das es keinen Ersatz gibt und zu dem alle das Recht auf Zugang haben, unabhängig von den Kosten, die mit seiner Fassung, Lagerung, Reinigung und Verteilung verbunden sind, die von Regierungen und der Gesellschaft getragen werden. Der Eifer, es zu privatisieren und zu einer Handelsware zu machen, die viel Geld einbringen kann, ist uns daher eine grosse Sorge. Wasser ist Leben, und Leben ist heilig und sollte nicht gehandelt werden…………….
In allen Kulturen besteht die klare Erkenntnis, dass der Menschheit eine unantastbare Würde zukommt. Jene, die Kriege führen und Instrumente des Todes konstruieren, die das menschliche Leben vom Erdboden eliminieren und die Biosphäre schwer schädigen, begehen Verbrechen gegen die Menschheit.
Deshalb, meine lieben Brüder und Schwestern, dürfen wir nicht länger warten. Wir müssen unverzüglich die völlige Abschaffung von Atomwaffen voranbringen – nicht nur deren Reduzierung oder Nichtweiterverbreitung. Für Atomwaffen muss dringend ein Null-Toleranz-Standard festgelegt werden, und Entscheidungen in diesem Bereich dulden keinen Aufschub mehr…..(Bemerkung von mir: Sind denn die anderen Waffen so viel netter, dass wir sie behalten sollen?)
Genausowenig kann die Welt fortfahren, die Obszönität von immer weiter steigenden astronomischen Rüstungsausgaben zu tolerieren, während sie absurd kleine Beträge zur Verfügung stellt, um die Hälfte der Menschheit aus unentschuldbarem Grad an Armut zu heben, welcher zudem eine Zeitbombe für alle Gesellschaften darstellt. Gewalt erzeugt Gewalt, und Menschen im Zustand des Hungers und in menschenunwürdigen Lebensumständen zu halten ist die schlimmste Form von Gewalt………………………….
Demokratie auf alle sozialen Beziehungen und Einrichtungen ausweiten. Sie sollte nicht nur in der politischen Arena angewendet und gestärkt werden mit einer neuen Definition des Staates und internationaler Organisationen, sondern auch auf die Bereiche von Wirtschaft, Kultur und die Beziehung zwischen Mann und Frau ausgeweitet werden, so dass Demokratie zu einem universalen Wert und einem bleibenden Zustand wird………….
.. Der ausschliessliche und übermässige Gebrauch des instrumentell-analytischen Denkens in der heutigen Zeit hat uns taub gemacht für den Ruf der Erde und gefühllos gegenüber den Schreien der Unterdrückten, welche die überwiegende Mehrheit der Menschheit ausmachen. Im Innersten unserer menschlichen Natur sind wir Wesen der Liebe, der Solidarität, des Mitgefühls und des Teilens. Deshalb müssen wir unsere analytische Denkweise erweitern um ein Denken der Empfindsamkeit, des Gemüts und des Herzens, das die Quelle der erwähnten Werte ist.
……….Erlauben Sie mir, liebe Brüder und Schwestern, diese Reflexionen mit den Worten des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI, für diese Konferenz abzuschliessen:
«Ich bitte für alle Teilnehmer der Konferenz und für all jene, die für das öffentliche Leben und das Schicksal des Planeten verantwortlich sind, um den Geist der Weisheit und der menschlichen Solidarität, auf dass die gegenwärtige Krise zu einer Gelegenheit werden möge, die uns helfen kann, der Würde jedes Menschen mehr Beachtung zu schenken und eine gleichberechtigte Verteilung der Entscheidungsgewalt und der Ressourcen zu fördern – mit besonderer Berücksichtigung der Armen, deren Zahl unglücklicherweise ständig zunimmt.»
So bittet also der Papst die in der UNO anwesenden Staatsvertreter …..
Nun ja, nur machen werden die kaum etwas, ohne Bewegung an der Basis, die eine Veränderung erheischt: Durch Wahlen oder auch sonstige Proteste.
Schönen Tag
Elfi
ich rate dringend davon ab, mit der Angst der Menschen zu spielen, das gilt im Kleinen (persönliches Umfeld) wie im Großen (politische Ebene). Angst macht gefügig, das stimmt, aber nur eine gewisse Zeit, dann wandelt sich Angst in unberechenbaren Zorn. Unsere Geschichtsbücher sind voller dieser Beispiele.
Außerdem: Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die angstresistent sind. Diese Eigenschaft gepaart mit Gerechtigkeitssinn, Mut, Charisma und Redekunst hat so manchen unserer Artgenossen zu einer Leitfigur gemacht, die, wenn es gut läuft, die Menschheit ein Stück voran brachte, die aber auch, wenn es mies läuft, extremes Unheil stiften kann. Hitler ist ein Beispiel für den miesen Verlauf jüngerer Geschichte.
Angst als Mittel der Gewalt ist viel zu unberechenbar, als dass sie ein zuverlässiges, demagogisches Werkzeug genannt werden könnte.
Die Reden vor der UNO, die elfi vorstellt, hören sich zwar gut an, sind aber reine Lippenbekenntnisse. Sie sind nicht ernst gemeint, waren sie nie, auch dann nicht, wenn sie vom Papst persönlich stammen.
Letztlich, da gebe ich elfi vollumfänglich recht, verheißt die Aufklärung die besten Ergebnisse, will man Menschen lenken. Aber daran haben die Eliten dieser Welt kaum je Interesse gehabt, denn das setzt reine Ehrlichkeit und ehrenvolle Ziele voraus. Sie aber setzen viel mehr auf Angstmache und Demagogie, schließlich haben sie eine ganze Menge Schandtaten zu verbergen und wollen sich die Menschen durch Lügen gewogen machen.
Das heißt letztlich, dass es jedem Menschen selbst obliegt, sich der Mühe der Aufklärung durch eigenes Nachdenken, neugieriges Fragen und unermüdliches Forschen zu unterziehen. Das kostet viel Zeit, viel Kraft und so machen Kopfschmerz, weil man/frau sich peu á peu von so manchem Vorurteil und auch lieb gewonnenen Ängsten (ja, die gibt es auch!) trennen muss, um klare Gedanken, also einen inneren Kompass zu entwickeln.
Dr. Jahnkes Bloggs sind übrigens hervorragend zur Persönlichkeitsbildung geeignet, werden nie langweilig und regen Tag für Tag aufs Neue zum Nachdenken an. Kann ich also nur empfehlen und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie anziehend seine klaren Worte auf die Menschen meines Umfeldes wirken.
Und weil wir glücklicherweise in einem Land leben, in dem wir frei wählen dürfen, mit welchen Informationen wir unser Hirn und unsere Seele füttern, sollten wir die Chance der Selbstaufklärung nicht ungenutzt an uns vorbei ziehen lassen – keinen einzigen Tag lang!
Hallo Gaby,
wie du, mache ich mir auch keine Illusionen über die UNO.
Für mich hat sie sich ähnlich “unfehlbar” erwiesen wie der Papst, die Päpste. Die UNO ist kein Ort der Wahrheits – oder Gerechtigkeitsfindung. Dazu sind die dort vertretenen Staaten viel zu abhangig von der Finanzwelt und viel zu korrumpierbar und auch korrumpiert.
Da kann z. B. der ägyptische Botschafter in der UNO lange für den Golfkrieg 1991 votiern und dafür ein paar Milliarden von der USA für Ägpten kassieren, was die Bevölkerung in diesem Land oder anderen Ländern denkt und will, ist etwas komplett anderes.
Ich habe die Rede des Präsidenten (Nicaragua) der UNO wert gefunden gelesen zu werden, weil sie m.M. nicht gerade für die UNO typisch ist.
Auch hat sie mich an Naomi Kleins Analyse der Schock Strategie erinnert. Dort kommt sie zu dem Schluss, dass Lateinamerika der erste “Kontinent” war, der dieser Schockbehandlung durch die Weltbank und IWF
ausgesetzt wurde, um dort hemmungslos zu privatisiern, aufzukaufen und gnadenlos auszubeuten.
Das Resultat ist, dass in Lateinamerika nun nach vielen Jahren der Schockstarre sich weltweit zuerst ein Widerstand gegen diese Politik der Ausbeutung durch das internat. Kapital = Freihandel= Globalisierung gebildet hat. Viele Basisbewegungen u. darauf aufbauend andere Wahlergebniss haben dafür gesorgt. Und in dieser Rede denke ich kann man das erkennen.
Bis denne, schönen Tag
Elfi
Angst ist (neben dem unbewussten Fluchtreflex) ein erlernbarer Schutz- und Überlebensmechanismus aus grauen Vorzeiten. Nachts in der dunklen Natur war es ungesund und von Beginn an verlorener Kampf sich „blind“ den jagenden Raubtieren und Schlangen und Skorpionen … als Opfer anzubieten. Die hatten die besseren Sensoren, Waffen und alle Feldvorteile. Die Dunkelheit lässt nichts erkennen und daher sind keine rationalen Entscheidungen möglich. Also bleib in Deiner Höhle und mach die Tür (Steinbrocken) zu bis mit der Sonne die Wahrheit ans Tageslicht kommt, was draußen wirklich los ist.
Diese starke Emotion kann aber auch gezielt zur Steuerung von Volksmassen benutzt werden und damit diese und jene Ziele erreichen lassen. So kann die Behauptung einer Bedrohung oder die mediale Erzeugung des Gefühls steigender Kriminalitätsraten (hier reicht die verstärkte Berichterstattung über Morde oder Kindesentführungen gleichzeitig in TV und Presse) bereits die Umsätze der Hersteller von Waffen, Reizgas und Alarmanlagen hochschnellen lassen. Das variierbare Feindbild oder die jeweilige Bedrohungslage können dem zu erreichenden Umsatzziel, zur Chaosstiftung und Ablenkung von anderen Strategiezielen oder Disziplinierung eingesetzt werden. „Ihr bald neuer Nachbar ist ein haftentlassener Kinderschänder“ hat ganze Stadtteile samt neuer Bürgerwehr zu Nachtstreifen bewegt, obwohl gar keiner da war. „Kauft nicht bei Juden.“ Meine Großmutter landete bei der Gestapo, weil sie in ihrem Laden einer gekennzeichneten Jüdin Lebensmittel verkaufte und denunziert wurde. Dafür wurde sie mit Geldstrafe belegt, Haft angedroht und medial als Abschreckung (Angst vor Regimestrafe bei Verweigerung der Teilnahme an Unmenschlichkeit) in die Zeitung gesetzt. Ihre Schwester wurde gemaßregelt, weil sie den Hitlergruß beim Göhring-Besuch nicht mitmachte. Sie wurde in der Öffentlichkeit von der Polizei aufgefordert, die hochgehende Fahne zu grüßen. Sie tat es: „Grüß dich, Fahne!“
Wer Angst hat und ständig damit übermäßig gestresst wird, wird krank, insbesondere bei sozialer Angst und reagiert krank. Er ist dann ideales Opfer eines Rechts- und auch Gesundheitssystems. Manchmal hilft ein bisschen Humor, die negative Emotion zu schwächen und bei manchen wird zur Kompensation die noch stärkere Gegenemotion geweckt: Hass. Und so schaukelt sich der soziale Reaktor langsam hoch.
Auch erwähnen sollte man die Angst, die viele Arbeitsuchende haben.
Angst, selbst an einem Sonntag mal für eine Stunde in den Nachbarort zu fahren, weil sie nicht ortsabwesend sein dürfen. Angst, in Jobcentern weiter gedemütigt, beleidigt, erpresst und genötigt zu werden. Angst vor weiterer Hetze der Politiker und Medien gegen sie. Angst, dass andere mitkriegen, dass sie keine Arbeit haben, weil sie stigmatisiert werden.
Ich selber bin betroffen und kenne viele Betroffene. Wir sind inzwischen teilweise arbeitsunfähig, weil psychisch krank durch die menschenverachtende Maschinerie der BA und der Argen. Wir leiden an Depressionen, Suizidgedanken (ich selber wurde übrigens bei einem “Motivationsseminar” von Jobstart zusammen mit 14 anderen Teilnehmern auch schon einmal indirekt zum Selbstmord aufgefordert, beschimpft und gedemütigt), Schlaf- und Esstörungen. Wir kriegen Herzrasen und Panikattacken, wenn nur ein Brief des Jobcenters im Postkasten liegt.
Aber so langsam fängt man an, seine Angst zu überwinden. Denn wir haben ja eh nichts mehr zu verlieren…
Ich habe diesen Bericht, der unter die Haut geht, und ihren anderen ebenfalls sehr eindrucksvollen zur Einstimmung auf die Webseite über “Die Würde des Menschen und die Angst“ http://www.jjahnke.net/wuerde.html genommen.
Ich konnte das, was hier geschrieben wurde, sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es genau so, wie Martina BC.
Sie ist über 40, ich war über 50 und noch krank dazu.
Die Krankenkasse stempelte mich zum Simulanten, obwohl fachliche Gutachten von meiner Erkrankung vorlagen. Die wollten nicht mehr zahlen. Das ARGE Arbeitsamt wusste nicht, was sie mit mir machen sollten und für den Rententräger war ich noch zu jung. So wurde ich zwischen den 3 Institutionen direkt zermahlen, mit allen zur Verfügung stehenden Schikanen. Ich wurde depressiv, zog mich von allem zurück und hatte schreckliche Lebensangst. Das äusserte sich teilweise so, als bekäme ich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, jedenfalls Beschwerden in dieser Richtung.
Ich werde nie die Untersuchung beim Vertrauensarzt vergessen. Das war eine Demütigung, wie sie schlimmer nicht mehr ausfallen kann. Als ich weinte, bemängelte die Ärztin auch noch meine labile Psyche und wollte mich in die Psychiatrie stecken.
Danach war mein Mass des Leidens erreicht und ich sagte mir: “Entweder machen die Dich jetzt ganz kaputt oder Du wehrst Dich!”
Es hat mir viel Mühe bereitet, aber mein Wehren war sehr erfolgreich! – Keiner hat es “danach” noch einmal gewagt, so mit mir umzugehen.
Mein Rezept: “Ich habe die Herrschaften mit ihren eigenen Mitteln benutzt.”
Und die Vorschriften, die man mir aufzeigte, die ich zu befolgen hätte, waren sehr oft nur interne, mit denen ich nichts zu tun hatte. – Ich bat immer um Angabe eines passendes Gesetzes – was mir keiner nennen konnte.
Ihr glaubt nicht, wie oft ich nichts zu Beissen hatte, weil man mir wieder das Geld gesperrt hatte. Aber immer wieder habe ich alles nachgezahlt bekommen. Das letzte meiner vielen, vielen Einsprüche trudelte dann ein, als ich schon lange Rente bezog und nicht mehr an einen Einspruch dachte.
Ich kann wirklich nachvollziehen, was diese Arbeitslosigkeit aus einem Menschen macht – ein körperliches Wrack. – Diese Zeit hat mich allerdings auch sehr stark werden lassen.
Meine Bitte an Alle: Nicht aufgeben, nutzt jede Chance, Euch zu wehren. Mit Hartz4 seid Ihr die Aussortierten. Man lässt Euch da auch so schnell nicht mehr heraus. Euch möchte man als billige Arbeitssklaven verwenden, egal, welches Schicksal hinter Euch steht, egal welchen Bildungsstand Ihr aufzuweisen habt. – Die Wirtschaft muss doch gut und billig bedient werden.
Wartet nur bis nach den Wahlen ab. Dann kommt die Zwangsarbeit oder Kürzung des Unterhaltes! Ihr tragt durch Eure Arbeit dann dazu bei, dass reguläre Arbeitsplätze frei werden und die Entlassenen werden dann die späteren Hartzer. – Viel mehr Geld bekommt Ihr allerdings dann auch nicht mehr!
So ist das gedacht! Schliesslich müssen wir den Chinesen Konkurrenz bieten, besser und billiger werden als die, obwohl das nicht geht!!
Doch wenn man die Beschäftigten schon unter Druck und Zwang arbeiten lässt, kommt dabei schon ein ganz passables Ergebnis zustande. Man braucht ihnen ja nur in Aussicht stellen, dass sie evtl. mal einen richtigen Arbeitsvertrag erhalten.
Christels Bericht spiegelt die ganz normale Hartz-IV-Realität wider. So sieht die Wirklichkeit aus! Viele, die es sich irgendwie leisten können, melden sich aus Hartz-IV ab, um den Demütigungen zu entgehen, folglich werden diese Menschen in der Arbeitslosenstatistik auch nicht mehr mitgezählt.
Ich rate Euch dringend, geht nicht allein zum Amt. Nehmt jemanden mit! Ihr habt ein Recht darauf, auch wenn Euch der ARGE-Mitarbeiter das verbieten will. Stell Euch stur. Es ist Euer Recht, dass Euch jemand zum Gespräch begleitet. Ihr braucht einen Zeugen für eine eventuell später von Euch eingereichte Klage beim Sozialgericht.
Lasst Euch, mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen erklären, warum Ihr etwas unterschreiben sollt und wo es steht, dass Ihr das unterschreiben müsst. Freundlich sein solltet Ihr deshalb, weil der ARGE-Mitarbeiter nur Befehlsempfänger ist und tut, was man ihm sagt. Hartnäckig nachhaken sollt Ihr, weil in den ARGEs Willkür herrscht, die nur ausgehebelt werden kann, wenn Ihr auf Eurem Informationsrecht besteht und Euch nicht einschüchtern lasst, auch wenn Euch mit Kürzung gedroht wird, auch wenn der ARGE-Mitarbeiter noch weitere Mitarbeiter zu Hilfe holt, um Euch Angst zu machen. Leistet passiven Widerstand!
Ein kleiner Seitenhieb des bekannten Kabarettisten Georg Schramm:
“Frau Merkel regiert jetzt mit würde.”
????
“Konjunktiv.”
Lassen wir uns also, solange es Artikel 1 GG noch gibt, nicht von jedem auf der Seele herumtreten. Versuchen wir, freundlich aber nachdrücklich unsere (wenigen verbliebenen) Rechte durchzusetzen, zu hinterfragen, was uns da an der einen oder anderen Stelle zugemutet wird.
Die Angst hat nähmlich Methode in der neoliberalen Politik, und je mehr Menschen dies begreifen und einsehen, daß sie durch die Mainstream-Medien (siehe auch die Website lwi2009.wordpress.com) nur im Sinne der Mächtigen manipuliert werden, desto eher werden sie auch den Mut haben, sich NICHT den Einflüsterungen der professionellen Lügner in diesen Medien zu unterwerfen, sondern selbstbewußt sich nach ihren eigenen Wünschen und Motivationen zu richten.
Und das täglich, und natürlich bei allen Wahlen und sonstigen Aktionen.
Auch Hartz4-Empfänger sind Wähler!
Handelt entsprechend!
Martina, Christel … und immer wieder stechen aus dem Heuhaufen unserer Realität die dort zuhauf versenkten und verleugneten Nadeln heraus, als ob ein feiner Magnet (auch im Infoportal) sie dazu anregt sich zu erheben und andere wach zu pieken und manchmal einfach nur zu berichten was wirklich geschah. Das ist mutig und alle, die sich wehrten und anfangs glaubten schwach zu sein, haben ihre Ehre bewahrt und die vieler anderer, die weniger mutig auf ein Zeichen, einen Anstoß, ein Argument – einen Weg aus der Misere suchten und vielleicht zu falschen Lösungen neigten. Meine Wahl – alles egal?
Deshalb müssen die Medien von den Oberen kontrolliert werden. Es gibt kein entrinnen und Basta. Und wenn sich das Internet als freiheitlicher Raum, der genauso so virtuell ist wie die Gedanken seiner weltweiten Nutzer zu einem Tribunal entwickelt, dann muss es mit Kinderschändern, Pornos und Geldbetrügern und Viren, Würmern und Bundestrojanern verseucht und zum hoheitlich überwachten Raum erklärt werden: Das alles gab es schon Tausend Jahre und mehr vor dem Internet. Und warum sollten von den Nabucco-Joschka-Grünen als Steuern- und KK zahlende Prostituierte beiderlei Geschlechts nicht auch das Recht der ‚offen sichtlichen‘ Berufsausübung im und über das Internet haben. Unsere Kinder brauchen schließlich eine abgeschlossene Berufsschule und Fernausbildung.
Die Eliten haben nicht versagt, aber sich damit die Kontrolle gesichert. Durch das selbst gegebene Recht Recht zu schöpfen und zu sprechen. „Ich gebe Euch mein Ehrenwort“, dass „ich nie Sex mit dieser Frau hatte“, denn ich gab den „Spendern mein Ehrenwort, sie nicht zu nennen“, wegen der „jüdischen Vermächtnisse an die CDU in der Schweiz“, weshalb die „Rente sicher ist“ und alle können sich niemals an nichts in Untersuchungsausschüssen erinnern, außer dass die DDR ein UNRECHTSTAAT war, ein Begriff den es gar nicht gibt im Recht. Was ist dann die USA? Ein Fliegerhorst?
Und eine besondere Rolle beim Schmerzen verbreiten kommt dabei dem deutschen Rechtssystem zu, das vom RECHTSTAAT immer mehr auf Abstand geht, einem Rechts-Staat immer ähnlicher wird.
Alles ist verfassungsrechtlich unbedenklich. Alles ist sozialrechtlich unbedenklich. Weil die Richter nur dem Gesetz verpflichtet sind. Und dieses Gesetz, das Unrecht der materielle Ungleichheit verstärkend und Lebenschancen nehmend wie Hartz 1-4 und anderes, bindet sie alleinig und daher müssen sie formal bleiben, es sei denn sie erkennten an, das solche Gesetze ein Grundgesetzverstoß sind, wie fast das ganze Volk es sieht. Aber dazu sind zu feige.
Das Formalverhalten der Richter macht den Staat zu einem formalen Rechtstaat, solange das Gesamtergebnis aller Rechtsprechung trotz Rechtausübung der Benachteiligten immer wieder heißt: Superreicheiche werden reicher, Arme und Superarme werden noch ärmer und der Mittelstand wird auch arm. Diese Kritik muss sich das formale urteilende und real besser verdienende und berentete (Maßstab der Diäten des Parlaments, die letzteres selbst festlegt) Richtertum gefallen lassen. Das hieß in Nürnberg „Befehlsnotstand“ (musste gehorchen, Widerstand unmöglich.)
Mögen euch wenigstens die kleinen Nadeln hier pieken.
Hallo an alle
Aufklärung als Angst abbauendes Elemen besonders wenn man weiss, das alles muss nicht so sein, es ist zu ändern.
Die Rede zur Eröffnung der UNO Konferenz in New York, 24. bis 30. Juni 2009, von H.E. Miguel D’Escoto Brockmann (Nicaragua), Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen:
Sie ist auch ein Gruss aus Lateinamerika, der die Änderung des best. Unrechtssystems u.die Solidarität der Lebenden mit den Lebenden einfordert: Lesenswert!!
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr28-vom-1372009/konferenz-der-vereinten-nationen-zur-weltfinanz-und-weltwirtschaftskrise/
Ein Auszug daraus:
“Es wäre weder human noch verantwortungsbewusst, eine Arche Noah einzig zur Rettung des bestehenden Wirtschaftssystems zu bauen und die überwiegende Mehrheit der Menschheit ihrem Schicksal zu überlassen und sie die negativen Auswirkungen eines Systems erleiden zu lassen, das eine verantwortungslose, aber mächtige Minderheit aufzwang….
Vor allem anderen müssen wir eine bedrückende Vergangenheit überwinden und eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen. Dazu müssen wir eingestehen, dass die Finanzkrise das Endergebnis einer egoistischen und verantwortungslosen Art des Lebens, Produzierens, Konsumierens und Aufbaus der Beziehungen untereinander und zur Natur ist, die systematische Aggression gegen die Erde und ihre Ökosysteme und ein tiefgreifendes soziales Ungleichgewicht mit sich brachte – ein analytischer Begriff, der eine perverse weltweite soziale Ungerechtigkeit verdeckt. Meiner Meinung nach haben wir die äusserste Grenze erreicht. Es scheint, dass wir am Ende des bisherigen Weges angelangt sind, sollten wir auf diesem Wege weiterfahren, könnte uns dasselbe Schicksal ereilen, das schon den Dinosauriern widerfahren ist…………..
Deshalb sind Kontrollen und Korrekturen am bestehenden Modell, obwohl zweifellos notwendig, mittel- und langfristig unzureichend. Deren inhärente Fähigkeit zur Bewältigung der globalen Krise hat sich als zu schwach erwiesen. Bei Kontrollen und Korrekturen des Modells stehenzubleiben wäre Zeugnis eines grausamen Mangels an sozialer Sensibilität, Vorstellungskraft und Engagement zur Bildung eines gerechten und dauerhaften Friedens.
Egoismus und Gier können nicht korrigiert werden. Sie müssen durch Solidarität ersetzt werden, was ganz offensichtlich einen radikalen Wandel mit einschliesst……………
Die erste Bejahung dieser globalen Ethik besteht darin, das Gemeinwohl der Erde und der Menschheit zu erklären und zu wahren. Wir beginnen mit der Voraussetzung, dass die Gemeinschaft der Völker eine Gemeinschaft gemeinsamer Güter ist. Diese können von niemandem privat in Besitz genommen werden und müssen dem Leben aller, der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen und der Gemeinschaft aller Lebewesen, dienen.
Niemand und nichts kann von diesem globalen Gemeinwohl ausgeschlossen werden. Auf Grund seiner Natur steht es zudem allen frei zur Verfügung und kann daher weder gekauft noch verkauft werden oder Gegenstand des Wettbewerbs sein. Ausserdem muss es allen ständig verfügbar sein, sonst wäre das Gemeinwohl kein gemeinsames mehr. …
. Wem gehört die Erde? Die Erde gehört nicht den Mächtigen, die sich die Güter und Dienstleistungen aneignen, sondern allen Ökosystemen, die das Ganze ausmachen. Sie ist eine Gabe des Universums,……………
Besonders Wasser, Ozeane und Wälder gehören zum Gemeinwohl der Menschheit und der Erde. Wasser ist eine natürliche Ressource, ein lebenswichtiges Gemeingut, für das es keinen Ersatz gibt und zu dem alle das Recht auf Zugang haben, unabhängig von den Kosten, die mit seiner Fassung, Lagerung, Reinigung und Verteilung verbunden sind, die von Regierungen und der Gesellschaft getragen werden. Der Eifer, es zu privatisieren und zu einer Handelsware zu machen, die viel Geld einbringen kann, ist uns daher eine grosse Sorge. Wasser ist Leben, und Leben ist heilig und sollte nicht gehandelt werden…………….
In allen Kulturen besteht die klare Erkenntnis, dass der Menschheit eine unantastbare Würde zukommt. Jene, die Kriege führen und Instrumente des Todes konstruieren, die das menschliche Leben vom Erdboden eliminieren und die Biosphäre schwer schädigen, begehen Verbrechen gegen die Menschheit.
Deshalb, meine lieben Brüder und Schwestern, dürfen wir nicht länger warten. Wir müssen unverzüglich die völlige Abschaffung von Atomwaffen voranbringen – nicht nur deren Reduzierung oder Nichtweiterverbreitung. Für Atomwaffen muss dringend ein Null-Toleranz-Standard festgelegt werden, und Entscheidungen in diesem Bereich dulden keinen Aufschub mehr…..(Bemerkung von mir: Sind denn die anderen Waffen so viel netter, dass wir sie behalten sollen?)
Genausowenig kann die Welt fortfahren, die Obszönität von immer weiter steigenden astronomischen Rüstungsausgaben zu tolerieren, während sie absurd kleine Beträge zur Verfügung stellt, um die Hälfte der Menschheit aus unentschuldbarem Grad an Armut zu heben, welcher zudem eine Zeitbombe für alle Gesellschaften darstellt. Gewalt erzeugt Gewalt, und Menschen im Zustand des Hungers und in menschenunwürdigen Lebensumständen zu halten ist die schlimmste Form von Gewalt………………………….
Demokratie auf alle sozialen Beziehungen und Einrichtungen ausweiten. Sie sollte nicht nur in der politischen Arena angewendet und gestärkt werden mit einer neuen Definition des Staates und internationaler Organisationen, sondern auch auf die Bereiche von Wirtschaft, Kultur und die Beziehung zwischen Mann und Frau ausgeweitet werden, so dass Demokratie zu einem universalen Wert und einem bleibenden Zustand wird………….
.. Der ausschliessliche und übermässige Gebrauch des instrumentell-analytischen Denkens in der heutigen Zeit hat uns taub gemacht für den Ruf der Erde und gefühllos gegenüber den Schreien der Unterdrückten, welche die überwiegende Mehrheit der Menschheit ausmachen. Im Innersten unserer menschlichen Natur sind wir Wesen der Liebe, der Solidarität, des Mitgefühls und des Teilens. Deshalb müssen wir unsere analytische Denkweise erweitern um ein Denken der Empfindsamkeit, des Gemüts und des Herzens, das die Quelle der erwähnten Werte ist.
……….Erlauben Sie mir, liebe Brüder und Schwestern, diese Reflexionen mit den Worten des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI, für diese Konferenz abzuschliessen:
«Ich bitte für alle Teilnehmer der Konferenz und für all jene, die für das öffentliche Leben und das Schicksal des Planeten verantwortlich sind, um den Geist der Weisheit und der menschlichen Solidarität, auf dass die gegenwärtige Krise zu einer Gelegenheit werden möge, die uns helfen kann, der Würde jedes Menschen mehr Beachtung zu schenken und eine gleichberechtigte Verteilung der Entscheidungsgewalt und der Ressourcen zu fördern – mit besonderer Berücksichtigung der Armen, deren Zahl unglücklicherweise ständig zunimmt.»
So bittet also der Papst die in der UNO anwesenden Staatsvertreter …..
Nun ja, nur machen werden die kaum etwas, ohne Bewegung an der Basis, die eine Veränderung erheischt: Durch Wahlen oder auch sonstige Proteste.
Schönen Tag
Elfi
Schönen guten Tag,
ich rate dringend davon ab, mit der Angst der Menschen zu spielen, das gilt im Kleinen (persönliches Umfeld) wie im Großen (politische Ebene). Angst macht gefügig, das stimmt, aber nur eine gewisse Zeit, dann wandelt sich Angst in unberechenbaren Zorn. Unsere Geschichtsbücher sind voller dieser Beispiele.
Außerdem: Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die angstresistent sind. Diese Eigenschaft gepaart mit Gerechtigkeitssinn, Mut, Charisma und Redekunst hat so manchen unserer Artgenossen zu einer Leitfigur gemacht, die, wenn es gut läuft, die Menschheit ein Stück voran brachte, die aber auch, wenn es mies läuft, extremes Unheil stiften kann. Hitler ist ein Beispiel für den miesen Verlauf jüngerer Geschichte.
Angst als Mittel der Gewalt ist viel zu unberechenbar, als dass sie ein zuverlässiges, demagogisches Werkzeug genannt werden könnte.
Die Reden vor der UNO, die elfi vorstellt, hören sich zwar gut an, sind aber reine Lippenbekenntnisse. Sie sind nicht ernst gemeint, waren sie nie, auch dann nicht, wenn sie vom Papst persönlich stammen.
Letztlich, da gebe ich elfi vollumfänglich recht, verheißt die Aufklärung die besten Ergebnisse, will man Menschen lenken. Aber daran haben die Eliten dieser Welt kaum je Interesse gehabt, denn das setzt reine Ehrlichkeit und ehrenvolle Ziele voraus. Sie aber setzen viel mehr auf Angstmache und Demagogie, schließlich haben sie eine ganze Menge Schandtaten zu verbergen und wollen sich die Menschen durch Lügen gewogen machen.
Das heißt letztlich, dass es jedem Menschen selbst obliegt, sich der Mühe der Aufklärung durch eigenes Nachdenken, neugieriges Fragen und unermüdliches Forschen zu unterziehen. Das kostet viel Zeit, viel Kraft und so machen Kopfschmerz, weil man/frau sich peu á peu von so manchem Vorurteil und auch lieb gewonnenen Ängsten (ja, die gibt es auch!) trennen muss, um klare Gedanken, also einen inneren Kompass zu entwickeln.
Dr. Jahnkes Bloggs sind übrigens hervorragend zur Persönlichkeitsbildung geeignet, werden nie langweilig und regen Tag für Tag aufs Neue zum Nachdenken an. Kann ich also nur empfehlen und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie anziehend seine klaren Worte auf die Menschen meines Umfeldes wirken.
Und weil wir glücklicherweise in einem Land leben, in dem wir frei wählen dürfen, mit welchen Informationen wir unser Hirn und unsere Seele füttern, sollten wir die Chance der Selbstaufklärung nicht ungenutzt an uns vorbei ziehen lassen – keinen einzigen Tag lang!
Bis denne,
Gaby
Hallo Gaby,
wie du, mache ich mir auch keine Illusionen über die UNO.
Für mich hat sie sich ähnlich “unfehlbar” erwiesen wie der Papst, die Päpste. Die UNO ist kein Ort der Wahrheits – oder Gerechtigkeitsfindung. Dazu sind die dort vertretenen Staaten viel zu abhangig von der Finanzwelt und viel zu korrumpierbar und auch korrumpiert.
Da kann z. B. der ägyptische Botschafter in der UNO lange für den Golfkrieg 1991 votiern und dafür ein paar Milliarden von der USA für Ägpten kassieren, was die Bevölkerung in diesem Land oder anderen Ländern denkt und will, ist etwas komplett anderes.
Ich habe die Rede des Präsidenten (Nicaragua) der UNO wert gefunden gelesen zu werden, weil sie m.M. nicht gerade für die UNO typisch ist.
Auch hat sie mich an Naomi Kleins Analyse der Schock Strategie erinnert. Dort kommt sie zu dem Schluss, dass Lateinamerika der erste “Kontinent” war, der dieser Schockbehandlung durch die Weltbank und IWF
ausgesetzt wurde, um dort hemmungslos zu privatisiern, aufzukaufen und gnadenlos auszubeuten.
Das Resultat ist, dass in Lateinamerika nun nach vielen Jahren der Schockstarre sich weltweit zuerst ein Widerstand gegen diese Politik der Ausbeutung durch das internat. Kapital = Freihandel= Globalisierung gebildet hat. Viele Basisbewegungen u. darauf aufbauend andere Wahlergebniss haben dafür gesorgt. Und in dieser Rede denke ich kann man das erkennen.
Bis denne, schönen Tag
Elfi
Angst ist (neben dem unbewussten Fluchtreflex) ein erlernbarer Schutz- und Überlebensmechanismus aus grauen Vorzeiten. Nachts in der dunklen Natur war es ungesund und von Beginn an verlorener Kampf sich „blind“ den jagenden Raubtieren und Schlangen und Skorpionen … als Opfer anzubieten. Die hatten die besseren Sensoren, Waffen und alle Feldvorteile. Die Dunkelheit lässt nichts erkennen und daher sind keine rationalen Entscheidungen möglich. Also bleib in Deiner Höhle und mach die Tür (Steinbrocken) zu bis mit der Sonne die Wahrheit ans Tageslicht kommt, was draußen wirklich los ist.
Diese starke Emotion kann aber auch gezielt zur Steuerung von Volksmassen benutzt werden und damit diese und jene Ziele erreichen lassen. So kann die Behauptung einer Bedrohung oder die mediale Erzeugung des Gefühls steigender Kriminalitätsraten (hier reicht die verstärkte Berichterstattung über Morde oder Kindesentführungen gleichzeitig in TV und Presse) bereits die Umsätze der Hersteller von Waffen, Reizgas und Alarmanlagen hochschnellen lassen. Das variierbare Feindbild oder die jeweilige Bedrohungslage können dem zu erreichenden Umsatzziel, zur Chaosstiftung und Ablenkung von anderen Strategiezielen oder Disziplinierung eingesetzt werden. „Ihr bald neuer Nachbar ist ein haftentlassener Kinderschänder“ hat ganze Stadtteile samt neuer Bürgerwehr zu Nachtstreifen bewegt, obwohl gar keiner da war. „Kauft nicht bei Juden.“ Meine Großmutter landete bei der Gestapo, weil sie in ihrem Laden einer gekennzeichneten Jüdin Lebensmittel verkaufte und denunziert wurde. Dafür wurde sie mit Geldstrafe belegt, Haft angedroht und medial als Abschreckung (Angst vor Regimestrafe bei Verweigerung der Teilnahme an Unmenschlichkeit) in die Zeitung gesetzt. Ihre Schwester wurde gemaßregelt, weil sie den Hitlergruß beim Göhring-Besuch nicht mitmachte. Sie wurde in der Öffentlichkeit von der Polizei aufgefordert, die hochgehende Fahne zu grüßen. Sie tat es: „Grüß dich, Fahne!“
Wer Angst hat und ständig damit übermäßig gestresst wird, wird krank, insbesondere bei sozialer Angst und reagiert krank. Er ist dann ideales Opfer eines Rechts- und auch Gesundheitssystems. Manchmal hilft ein bisschen Humor, die negative Emotion zu schwächen und bei manchen wird zur Kompensation die noch stärkere Gegenemotion geweckt: Hass. Und so schaukelt sich der soziale Reaktor langsam hoch.
Auch erwähnen sollte man die Angst, die viele Arbeitsuchende haben.
Angst, selbst an einem Sonntag mal für eine Stunde in den Nachbarort zu fahren, weil sie nicht ortsabwesend sein dürfen. Angst, in Jobcentern weiter gedemütigt, beleidigt, erpresst und genötigt zu werden. Angst vor weiterer Hetze der Politiker und Medien gegen sie. Angst, dass andere mitkriegen, dass sie keine Arbeit haben, weil sie stigmatisiert werden.
Ich selber bin betroffen und kenne viele Betroffene. Wir sind inzwischen teilweise arbeitsunfähig, weil psychisch krank durch die menschenverachtende Maschinerie der BA und der Argen. Wir leiden an Depressionen, Suizidgedanken (ich selber wurde übrigens bei einem “Motivationsseminar” von Jobstart zusammen mit 14 anderen Teilnehmern auch schon einmal indirekt zum Selbstmord aufgefordert, beschimpft und gedemütigt), Schlaf- und Esstörungen. Wir kriegen Herzrasen und Panikattacken, wenn nur ein Brief des Jobcenters im Postkasten liegt.
Aber so langsam fängt man an, seine Angst zu überwinden. Denn wir haben ja eh nichts mehr zu verlieren…
@MarinaBC,
Ich habe diesen Bericht, der unter die Haut geht, und ihren anderen ebenfalls sehr eindrucksvollen zur Einstimmung auf die Webseite über “Die Würde des Menschen und die Angst“ http://www.jjahnke.net/wuerde.html genommen.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Ich konnte das, was hier geschrieben wurde, sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es genau so, wie Martina BC.
Sie ist über 40, ich war über 50 und noch krank dazu.
Die Krankenkasse stempelte mich zum Simulanten, obwohl fachliche Gutachten von meiner Erkrankung vorlagen. Die wollten nicht mehr zahlen. Das ARGE Arbeitsamt wusste nicht, was sie mit mir machen sollten und für den Rententräger war ich noch zu jung. So wurde ich zwischen den 3 Institutionen direkt zermahlen, mit allen zur Verfügung stehenden Schikanen. Ich wurde depressiv, zog mich von allem zurück und hatte schreckliche Lebensangst. Das äusserte sich teilweise so, als bekäme ich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, jedenfalls Beschwerden in dieser Richtung.
Ich werde nie die Untersuchung beim Vertrauensarzt vergessen. Das war eine Demütigung, wie sie schlimmer nicht mehr ausfallen kann. Als ich weinte, bemängelte die Ärztin auch noch meine labile Psyche und wollte mich in die Psychiatrie stecken.
Danach war mein Mass des Leidens erreicht und ich sagte mir: “Entweder machen die Dich jetzt ganz kaputt oder Du wehrst Dich!”
Es hat mir viel Mühe bereitet, aber mein Wehren war sehr erfolgreich! – Keiner hat es “danach” noch einmal gewagt, so mit mir umzugehen.
Mein Rezept: “Ich habe die Herrschaften mit ihren eigenen Mitteln benutzt.”
Und die Vorschriften, die man mir aufzeigte, die ich zu befolgen hätte, waren sehr oft nur interne, mit denen ich nichts zu tun hatte. – Ich bat immer um Angabe eines passendes Gesetzes – was mir keiner nennen konnte.
Ihr glaubt nicht, wie oft ich nichts zu Beissen hatte, weil man mir wieder das Geld gesperrt hatte. Aber immer wieder habe ich alles nachgezahlt bekommen. Das letzte meiner vielen, vielen Einsprüche trudelte dann ein, als ich schon lange Rente bezog und nicht mehr an einen Einspruch dachte.
Ich kann wirklich nachvollziehen, was diese Arbeitslosigkeit aus einem Menschen macht – ein körperliches Wrack. – Diese Zeit hat mich allerdings auch sehr stark werden lassen.
Meine Bitte an Alle: Nicht aufgeben, nutzt jede Chance, Euch zu wehren. Mit Hartz4 seid Ihr die Aussortierten. Man lässt Euch da auch so schnell nicht mehr heraus. Euch möchte man als billige Arbeitssklaven verwenden, egal, welches Schicksal hinter Euch steht, egal welchen Bildungsstand Ihr aufzuweisen habt. – Die Wirtschaft muss doch gut und billig bedient werden.
Wartet nur bis nach den Wahlen ab. Dann kommt die Zwangsarbeit oder Kürzung des Unterhaltes! Ihr tragt durch Eure Arbeit dann dazu bei, dass reguläre Arbeitsplätze frei werden und die Entlassenen werden dann die späteren Hartzer. – Viel mehr Geld bekommt Ihr allerdings dann auch nicht mehr!
So ist das gedacht! Schliesslich müssen wir den Chinesen Konkurrenz bieten, besser und billiger werden als die, obwohl das nicht geht!!
Doch wenn man die Beschäftigten schon unter Druck und Zwang arbeiten lässt, kommt dabei schon ein ganz passables Ergebnis zustande. Man braucht ihnen ja nur in Aussicht stellen, dass sie evtl. mal einen richtigen Arbeitsvertrag erhalten.
Herzlich willkommen, Christel,
hallo, liebe Mitlesende,
Christels Bericht spiegelt die ganz normale Hartz-IV-Realität wider. So sieht die Wirklichkeit aus! Viele, die es sich irgendwie leisten können, melden sich aus Hartz-IV ab, um den Demütigungen zu entgehen, folglich werden diese Menschen in der Arbeitslosenstatistik auch nicht mehr mitgezählt.
Ich rate Euch dringend, geht nicht allein zum Amt. Nehmt jemanden mit! Ihr habt ein Recht darauf, auch wenn Euch der ARGE-Mitarbeiter das verbieten will. Stell Euch stur. Es ist Euer Recht, dass Euch jemand zum Gespräch begleitet. Ihr braucht einen Zeugen für eine eventuell später von Euch eingereichte Klage beim Sozialgericht.
Lasst Euch, mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen erklären, warum Ihr etwas unterschreiben sollt und wo es steht, dass Ihr das unterschreiben müsst. Freundlich sein solltet Ihr deshalb, weil der ARGE-Mitarbeiter nur Befehlsempfänger ist und tut, was man ihm sagt. Hartnäckig nachhaken sollt Ihr, weil in den ARGEs Willkür herrscht, die nur ausgehebelt werden kann, wenn Ihr auf Eurem Informationsrecht besteht und Euch nicht einschüchtern lasst, auch wenn Euch mit Kürzung gedroht wird, auch wenn der ARGE-Mitarbeiter noch weitere Mitarbeiter zu Hilfe holt, um Euch Angst zu machen. Leistet passiven Widerstand!
Das „Erwerbslosen-Forum Deutschland“ bietet Euch Hilfe an und beantwortet Eure Fragen.
http://www.erwerbslosenforum.de/
Bis denne und haltet unbedingt die Ohren steif; lasst Euch nicht unterkriegen!
Gaby
Ein kleiner Seitenhieb des bekannten Kabarettisten Georg Schramm:
“Frau Merkel regiert jetzt mit würde.”
????
“Konjunktiv.”
Lassen wir uns also, solange es Artikel 1 GG noch gibt, nicht von jedem auf der Seele herumtreten. Versuchen wir, freundlich aber nachdrücklich unsere (wenigen verbliebenen) Rechte durchzusetzen, zu hinterfragen, was uns da an der einen oder anderen Stelle zugemutet wird.
Die Angst hat nähmlich Methode in der neoliberalen Politik, und je mehr Menschen dies begreifen und einsehen, daß sie durch die Mainstream-Medien (siehe auch die Website lwi2009.wordpress.com) nur im Sinne der Mächtigen manipuliert werden, desto eher werden sie auch den Mut haben, sich NICHT den Einflüsterungen der professionellen Lügner in diesen Medien zu unterwerfen, sondern selbstbewußt sich nach ihren eigenen Wünschen und Motivationen zu richten.
Und das täglich, und natürlich bei allen Wahlen und sonstigen Aktionen.
Auch Hartz4-Empfänger sind Wähler!
Handelt entsprechend!
@ alle
Martina, Christel … und immer wieder stechen aus dem Heuhaufen unserer Realität die dort zuhauf versenkten und verleugneten Nadeln heraus, als ob ein feiner Magnet (auch im Infoportal) sie dazu anregt sich zu erheben und andere wach zu pieken und manchmal einfach nur zu berichten was wirklich geschah. Das ist mutig und alle, die sich wehrten und anfangs glaubten schwach zu sein, haben ihre Ehre bewahrt und die vieler anderer, die weniger mutig auf ein Zeichen, einen Anstoß, ein Argument – einen Weg aus der Misere suchten und vielleicht zu falschen Lösungen neigten. Meine Wahl – alles egal?
Deshalb müssen die Medien von den Oberen kontrolliert werden. Es gibt kein entrinnen und Basta. Und wenn sich das Internet als freiheitlicher Raum, der genauso so virtuell ist wie die Gedanken seiner weltweiten Nutzer zu einem Tribunal entwickelt, dann muss es mit Kinderschändern, Pornos und Geldbetrügern und Viren, Würmern und Bundestrojanern verseucht und zum hoheitlich überwachten Raum erklärt werden: Das alles gab es schon Tausend Jahre und mehr vor dem Internet. Und warum sollten von den Nabucco-Joschka-Grünen als Steuern- und KK zahlende Prostituierte beiderlei Geschlechts nicht auch das Recht der ‚offen sichtlichen‘ Berufsausübung im und über das Internet haben. Unsere Kinder brauchen schließlich eine abgeschlossene Berufsschule und Fernausbildung.
Die Eliten haben nicht versagt, aber sich damit die Kontrolle gesichert. Durch das selbst gegebene Recht Recht zu schöpfen und zu sprechen. „Ich gebe Euch mein Ehrenwort“, dass „ich nie Sex mit dieser Frau hatte“, denn ich gab den „Spendern mein Ehrenwort, sie nicht zu nennen“, wegen der „jüdischen Vermächtnisse an die CDU in der Schweiz“, weshalb die „Rente sicher ist“ und alle können sich niemals an nichts in Untersuchungsausschüssen erinnern, außer dass die DDR ein UNRECHTSTAAT war, ein Begriff den es gar nicht gibt im Recht. Was ist dann die USA? Ein Fliegerhorst?
Und eine besondere Rolle beim Schmerzen verbreiten kommt dabei dem deutschen Rechtssystem zu, das vom RECHTSTAAT immer mehr auf Abstand geht, einem Rechts-Staat immer ähnlicher wird.
Alles ist verfassungsrechtlich unbedenklich. Alles ist sozialrechtlich unbedenklich. Weil die Richter nur dem Gesetz verpflichtet sind. Und dieses Gesetz, das Unrecht der materielle Ungleichheit verstärkend und Lebenschancen nehmend wie Hartz 1-4 und anderes, bindet sie alleinig und daher müssen sie formal bleiben, es sei denn sie erkennten an, das solche Gesetze ein Grundgesetzverstoß sind, wie fast das ganze Volk es sieht. Aber dazu sind zu feige.
Das Formalverhalten der Richter macht den Staat zu einem formalen Rechtstaat, solange das Gesamtergebnis aller Rechtsprechung trotz Rechtausübung der Benachteiligten immer wieder heißt: Superreicheiche werden reicher, Arme und Superarme werden noch ärmer und der Mittelstand wird auch arm. Diese Kritik muss sich das formale urteilende und real besser verdienende und berentete (Maßstab der Diäten des Parlaments, die letzteres selbst festlegt) Richtertum gefallen lassen. Das hieß in Nürnberg „Befehlsnotstand“ (musste gehorchen, Widerstand unmöglich.)
Mögen euch wenigstens die kleinen Nadeln hier pieken.
Zitat:
Aber so langsam fängt man an, seine Angst zu überwinden. Denn wir haben ja eh nichts mehr zu verlieren.
Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun…
Ich werde bald anfangen…
Mlg