1578

global news 1578 21-06-09: Die Weltwirtschaft auf dem Weg zu einer neuen niedrigeren Normalhöhe

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11 Antworten zu 1578

  1. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    wir befinden uns also in einem globalen Teufelskreislauf.

    Wenn mehr Güter vorhanden sind, als von der durch Lohn-/Gehaltsdrückerei gebeutelten Bevölkerung gekauft werden, sinkt die Profitrate des Unternehmers und somit seine Investitionsneigung. Um die Profitrate zu halten, wird der Unternehmer Menschen entlassen, was dazu führt, dass der Konsum noch weiter sinkt und die Löhne/Gehälter gleichzeitig noch weiter gedrückt werden, was die negative Situation am Binnenmarkt wiederum verschärft. Verschont bleibt natürlich auch nicht der Dienstleistungsbereich, der peu á peu seinen Niedergang erlebt.

    Manche Unternehmer benutzen ihr durch den Investitionsverzicht wachsendes Vermögen, um andere Firmen aufzukaufen. Es geht ihnen allerdings nicht um die zusätzlichen Produktionsanlagen und Mitarbeiter, sondern lediglich um neue Marktanteile. Das heißt, dass sehr bald die zugekauften Produktionsanlagen aufgegeben und die Mitarbeiter entlassen werden.

    Was macht ein Unternehmer mit Mitarbeitern und Produktionsmaschinen, die er eigentlich nicht gebraucht? Die Arbeitskraft kann dazu eingesetzt werden, überflüssige Produktionsmaschinen zu zerstören, um so die Produktivität zu senken. Arbeitskraft kann eingesetzt werden, um ganze Firmen abzureißen oder Waren herzustellen, die keine Investitions- und keine Konsumgüter sind, wie beispielsweise Güter für die Rüstungsindustrie.

    Natürlich wird es auch Unternehmer geben, die mit ihrem Vermögen in Wertpapieren spekulieren, was die Finanzkrise schlimmstenfalls noch verschärft.

    Der meines Erachtens nicht nur deutsche Kardinalfehler der letzten Jahre war und ist, dass die Löhne/Gehälter nicht mit der Produktivität gewachsen sind. So konnten sich in allen Bereichen enorme Überkapazitäten an Gütern aufbauen, für die sich immer weniger Abnehmer finden. Die Unternehmer haben sich, zugespitzt formuliert, kaputt gespart.

    Geiz ist also nicht geil, sondern brandgefährlich!

    Gaby

  2. alex k sagt:

    Viele Firmen halten an ihrem Personal fest, bauen Arbeitszeitkonten ab, ordnen Werksferien an oder nutzen Kurzarbeit. Dadurch werden weniger Stunden gearbeitet, der Lohn und die Lohnnebenkosten sinken jedoch nicht in gleichem Umfang. Das Ergebnis sind höhere Kosten pro Stunde – im ersten Quartal 2009 stiegen sie in Deutschland um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Lohnstückkosten erhöhten sich. Weil weniger produziert wird, wuchsen sie in der Industrie im selben Zeitraum gar um 25 Prozent

  3. hans-im-glueck sagt:

    Mir scheint, nicht die Unternehmer haben sich kaputt gespart, sondern sie haben uns allen den Aufschwung vorenthalten, weil sie den Hals nicht voll genug kriegen konnten.
    Und noch ein bißchen die Lieferanten drücken, und noch ein bißchen die eigenen Mitarbeiter ausbeuten, zum Beispiel mit unbezahlten Arbeitszeitverlängerungen über sog. “All-inclusive-Verträge”, und noch ein bißchen die Mitbestimmung aushebeln und die Löhne beschneiden, und hier noch etwas, und da noch etwas.
    DAS war der gefährliche Geiz!

    Vor wenigen Jahren noch hieß das Motto: Leben und leben lassen!
    Heute nur noch: Geiz ist geil! Oder: ich bin doch nicht blöd (und mache auch meinen kleinen Reibach).

    Das kann nur in eine Sackgasse führen.
    Leider mit den am wenigsten geschützten Menschen als Hauptleidtragende: Rentner, Arme, Arbeitslose, Kranke, Jugendliche, aber auch allen Werktätigen, die gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen.

    Und das alles nur, weil wir mitmachen, weil wir alle “gelernt” haben, das Geld zu vergöttern und zu unserem einzigen Wertmaßstab zu machen.
    Wie soll es weiter gehen mit uns?

  4. Gaby sagt:

    Hallo, Hans im Glück,

    alles, was Du im ersten Absatz Deines Kommentars beschreibst, fasse ich kurz und knapp in die Formel „Die Unternehmen haben sich kaputt gespart.“ Sie haben sich durch alle ihre geizigen Maßnahmen selbst die Absatzmärkte ausgetrocknet.

    Na, ich kenne etliche Menschen meines Dunstkreises, die das Geld nicht vergöttern, sondern lediglich als Existenz sicherndes Element ansehen. Gegen ein selbst gebasteltes Häkeldeckchen kann ich keinen Laib Brot tauschen. Waren erhalte ich in unserer hochentwickelten Gesellschaft in den häufigsten Fällen nur gegen Geld. OK, es gibt Ausnahmeerscheinungen wie z. B. Tauschbörsen, vor allem in der linken Szene, aber das sind wirklich Ausnahmen.

    Du fragst, wie es mit uns weitergeht? Jedes Problem dieser Welt ist lösbar, wenn die Ursachen erkannt werden. Dr. Jahnke schreibt in seinem Buch „Die zweite Große Depression“ auf Seite 116, Kapitel 7: „Aus der Krise kommen wir nur heraus, wo wir hinein gekommen sind.“ Selbstredend beschreibt er die Maßnahmen, die uns in diesen Murks geführt haben.

    Bis unsere „Eliten“ aus Politik und Wirtschaft erkennen, dass wir den Rückwärtsgang einlegen müssen, müssen wir lernen, mit der Unsicherheit einer nicht vorhersehbaren Zukunft zu leben.

    Bis denne,

    Gaby

  5. hans-im-glueck sagt:

    Liebe Gaby,
    gegen das Geld als Tauschmittel hat ja niemand etwas.
    Es ist doch aber so, daß diese Rolle eine immer mehr untergeordnete wird: Geld ist Mittel zum Akkumulieren von Reichtum, zum Ausnutzen von anderen Menschen, zur Machtausübung und ähnliches.
    Das alles resultiert aus der besonderen Eigenschaft des Geldes, bei Lagerung nicht (wie alle anderen Waren) zu verderben und seinen Wert zu veringern, sondern im Gegenteil bei Lagerung “sich zu vermehren” (Zins und Zinseszins).
    Nur:
    Geld arbeitet nicht. Menschen und Maschinen arbeiten.

    Und der Wert der Zinsen wird ja im Fed-Reserve-System nie als Geld “geschöpft”, muß also anderswo in der Wirtschaft als Kredit auftauchen – die Zinsgewinne der einen sind also immer die Schulden der anderen, oder einfacher:
    Der Reichtum der einen ist immer die Armut der anderen.

    Daß unsere “Eliten” eine vernünftige Politik betreiben werden, daß kann nur ein hoffnungsloser Optimist (also einer, der nicht über die notwendigen Informationen verfügt) glauben – siehe die Wahlversprecher der etablierten Parteien (vielleicht mit Ausnahme der Linken – seit vorgestern).
    Da kommt nichts, was wir nicht selbst durchsetzen.

    Zu bequem und zu schön ist das Leben der wenigen auf Kosten der vielen – warum sollten diese das aufgeben?
    Und auch noch freiwillig?
    Das ist Sozialträumerei, Utopie, realitätsfern.

    Wenn nicht einmal eine solche weltumspannende Krise unsere Politamateure zu einem Richtungswechsel veranlassen kann – wann soll ein solcher DANN geschehen?

    Das Finanz-Kasino hat schon wieder geöffnet, es geht munter weiter.
    Also?
    Wir müssen lernen, mit den Folgen zu leben?
    Das kann ja wohl nicht ganz dein Ernst sein.

    Sorry, wenn ich mich etwas persönlich ausgedrückt habe, nichts gegen dich und deine Meinung, die ich achte. Aber taugt das als Lösung?
    Und ist das realisierbar?
    Du siehst mich zweifeln.

    Alles Gute!
    Hans

    • globalnote sagt:

      @hans-im-glueck

      Da ist mir zu viel Vereinfachung. Geld wird schrecklich mißbraucht. Das wissen wir und deshalb muß es anders verteilt werden. Doch es wird auch zu viel mehr als nur als Tauschmittel gebraucht. Die Finanzierung von Investitionen aus Ersparnissen ist eine der Hauptaufgaben, die mit dem bloßen Tauschen nichts zu tun hat. Auch die zeitweise Finanzierung des Konsums über Kredit geht in Ordnung, wenn es sich um seriösen Kredit handelt. Wer hat nicht schon einmal auf Kredit leben müssen? Der Reichtum kommt nicht nur aus einer Unart des Geldes, sondern einfach aus wirtschaftlichen Machstellungen ohne ein ausreichend ausgleichendes soziales System. Solche Machtstellungen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Da sollten wir wirklich keine Illusionen haben. Selbst im Sowjetkommunismus oder jetzt bei den chinesischen Kommunisten ist das so. Es hilft nichts, sich das Paradies herbeizuwünschen, von dem Marx einmal geträumt hat. Es wird nicht kommen!

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  6. Gaby sagt:

    Hallo, Hans im Glück,

    zuerst einmal schließe ich mich Dr. Jahnkes Ausführungen an. Der Mann hat recht, mit dem was er schreibt. Für uns Menschen wird es in unseren künstlich geschaffenen Kulturen niemals das Paradies auf Erden geben. Denn alles, was der Mensch erschafft, bleibt unvollkommen, weil der Mensch nicht vollkommen ist.

    Uns bleibt, auch wenn Du mir noch so heftig widersprichst, nichts anderes übrig, als zu lernen, mit dieser unabwägbaren Krise zu leben. Wir leben mittendrin, wir können nicht aussteigen!

    Also müssen wir lernen, mit Kurzarbeit umzugehen. Wir müssen lernen, Arbeitslosigkeit zu ertragen. Wir müssen lernen, mit täglich immer mieser werdenden Nachrichten umzugehen. Wir müssen lernen, was es praktisch bedeutet, wenn die Staatseinnahmen schmelzen, nämlich Sozialabbau. Wir müssen lernen, dass Moral und Ethik einen relativen Niedergang erfahren werden und wir müssen lernen, mit steigender Kriminalität umzugehen. Wir müssen darüber hinaus lernen, der Armut ins Gesicht zu sehen.

    Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit dieser Krise zu arrangieren, sonst landen wir entweder in der Nervenheilanstalt oder im Knast; schlimmstenfalls droht sogar Selbstmord.

    Wir werden uns in Folge dieser Krise in einem derart veränderten Deutschland wiederfinden, wie wir es uns vor einem Jahr nicht hätten vorstellen können. Du brauchst Deinen Blick nur in die Weimarer Republik zu richten. Da lebten Menschen, wie Du und ich. Die hätten sich niemals vorstellen können, welche wirtschaftliche Katastrophe auf sie zukommen wird und sie hätten sich niemals das viele Leid und Elend vorstellen können, in das Deutschland plötzlich versank, sich aus lauter Not teilweise radikalisierte und als vermeintlich politische Lösung diesen kleinen, schnauzbärtigen Mann mit der schlechten Aussprache vertraute. Unter den Splittern dieser Geschichte leiden wir heute noch heute.

    Wir alle müssen uns mental rüsten, um gesund aus dieser Krise rauszukommen und vor allen Dingen sollten wir, wenn wir gerufen werden, wählen gehen. Das ist wichtig! Sehr wichtig sogar. Wenn wir nicht wählen gehen, kommen unsere „Eliten“ gar auf den Gedanken, dass es uns gar nicht mehr gibt und dann fallen womöglich die letzten Hemmungen, die jetzt noch einer radikal liberalisierten Marktwirtschaft im Wege stehen.

    Noch ein Wort zum Trost, damit Du nicht gänzlich verzweifelst: Es hat in der Geschichte der Menschheit keine Generation gegeben, die nicht eine ökologische wie ökonomische Katastrophe ertragen musste. Warum sollten wir also ungeschoren davon kommen?

    Hab Mut, Hans im Glück. Dein Nickname ist Programm!

    Gaby

  7. hans-im-glueck sagt:

    Hallo Herr Dr. Jahnke, hallo Gaby,
    vielen Dank für eure Reaktionen. Ich möchte auch nicht als notorischer Nörgler erscheinen, und ich bin selbstverständlich ganz eurer Meinung, daß die in der gegenwärtigen Rest-Demokratie noch gegebenen Rechte und Möglichkeiten von jedem wahrgenommen werden müssen, sonst wird es NOCH schlimmer.
    Keine Frage!
    Auch daß ein gesunder Fatalismus oftmals hilfreich ist, bestimmte Situationen leichter zu ertragen, ist ebenfalls unstrittig, zumal wenn einiges an Personen und Vorgängen in der Geschichte auch anders betrachtet werden kann.

    Die Verzweiflung bricht sich immer dann Bahn, wenn auf lange Sicht so gar keine positive Veränderung absehbar ist. Und da sind wir heute.

    Was mich umtreibt, das sind die Erscheinungen, die ich als systemimmanent erkannt habe, d.h. die NICHT vom Mißbrauch unzureichender Regulierungen durch Einzelne oder ganze Gruppen herrühren, sondern die dem Wirtschaftssystem und der Gesellschaft in ihrer gegenwärtigen Form eigen sind.

    Dazu gehören, in ungeordneter Folge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zum Beispiel folgende:
    + die Privatisierung der Gewinne und die Sozialisierung der Verluste (Beispiel: die Banken),
    + das Zinssystem im Zusammenhang mit der Geldschöpfung im Fed-Reserve-System (siehe oben),
    + der Niedergang der Parteiendemokratie, m.E. begründet in der Art der Auswahl der Repräsentanten / Abgeordneten durch die Ochsentour in den Parteien, nicht jedoch durch Kompetenz oder Charakter (siehe die zUsammensetzung unseres Bundestages, die so gar nicht unser Volk repräsentiert),
    + der brutale ökonomische Zwang zur Selbstvermarktung und Anpassung, der auf jede/n Einzelne/n ausgeübt wird, der nicht (mehr oder weniger zufällig) ein großes Geldvermögen sein eigen nennt,
    und so weiter und so fort.
    Daran werde ich mich nicht gewöhnen können.

    Und ich weigere mich, diese Gesellschaft als “die beste die zur Zeit möglich ist” anzuerkennen, wir alle wissen – es ginge anders.

    Und, Herr Dr. Jahnke, ob Marx oder Moritz, ein Paradies hat bisher keiner der Philosophen und relevanten Wissenschaftler bieten können, nicht mal theoretisch. Es hilft auch nichts, immer auf die Fehler zu zeigen, die in der Geschichte hier oder dort gemacht wurden und werden – es ist Zeit, eine neue Seite im Leben der Menschheit aufzuschlagen.
    Mit Fügsamkeit wird das nicht gelingen.

    • globalnote sagt:

      @Hans-im-Glück,

      Mir geht es nur darum, keinen absoluten Illusionen anzuhängen, wie die Abschaffung des Geldes, der Banken oder der Zinsen. Es reicht mir schon, wenn wir einen Weg zurück zur sozialen Marktwirtschaft finden. Dazu kann erstens mehr Aufklärung helfen, indem man immer wieder auf die Veränderungen in die falsche Richtung aufmerksam macht (deshalb nehme ich z. B. die ganze Arbeit immer wieder auf mich), und mehr noch die Krisenerfahrung der Menschen. Lassen Sie doch mal die echte Arbeitslosenquote auf 18 % im nächsten Jahr steigen und keine Hoffnung auf Abbau, da der Export immer noch im Tief hängt (siehe http://www.jjahnke.net/rundbr57.html#oecd), dann werden schon mehr Seifensieder aufgehen.

      In einer demokratisch verfaßten Gesellschaft schielen die Politiker mindestens zu Wahlzeiten nach den Wählern und bei knappen Mehrheiten erst recht. Der demokratische Kapitalismus hat sich jedenfalls schon sehr oft als lernfähig erwiesen. Dann gibt es natürlich noch ein deutsches Problem von der Neigung zur Anpassung und zum Rückzug in die Privatsphäre her (diese Zeilen schreibe ich in Frankreich, wo die Uhren immer etwas anders gehen).

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  8. Gaby sagt:

    Hallo, Hans im Glück,

    ich habe niemals, wie Du es beschreibst, von Fatalismus gesprochen. Dein Zitat:

    “Auch daß ein gesunder Fatalismus oftmals hilfreich ist, bestimmte Situationen leichter zu ertragen, ist ebenfalls unstrittig, zumal wenn einiges an Personen und Vorgängen in der Geschichte auch anders betrachtet werden kann.”

    Niemals würde ich Fatalismus predigen, sondern das Besinnen auf den eigenen Verstand, gutmütigen Witz und menschenfreundliche Tücke.

    Niemals (!!!) würde ich zum Fatalismus aufrufen, sondern dafür, die Realität so zu sehen, wie sie ist und sich mit legalen Mitteln gegen Unrecht zu wehren. Für gewaltfreien Widerstand nehme ich auch aktive Prügel am eigenen Leib in kauf, leiste also passiven Widerstand, werfe keine Steine und lege keine Brandsätze.

    Hey, Hans im Glück, Du solltest dass Deinem Nicknamen zugrunde liegende Märchen der Gebrüder Grimm kennen. Warum also so verzagt?!

    Der Hans sagt im Märchen, nachdem er allen Reichtum verloren hatte:

    “So glücklich wie ich, gibt es keinen Menschen unter der Sonne”. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.

    Bis denne,

    Gaby

  9. hans-im-glueck sagt:

    Hallo Gaby,

    möglicherweise habe ich mich nicht klar ausgedrückt: ich finde einen GESUNDEN Fatalismus oft ganz hilfreich, um mit bestimmten Situationen fertigzuwerden, in denen man/frau seine/ihre Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein “vorgeführt” bekommt; mir hat es geholfen, die Bitternis zu überwinden nach sehr engagierten Arbeitsjahren “weggeworfen” (sprich entlassen) zu werden.
    Natürlich ist das keine brauchbare Lebenseinstellung, aber als “Krücke” schon geeignet.

    Auch du selbst hast ja mit deinen Zeilen (weiter oben) dazu aufgerufen, sich mit den Dingen abzufinden, die man eh nicht ändern kann; getreu der fernöstlichen Weisheit:
    “Herr, gib mir die Kraft die Dinge anzupacken, die ich verändern kann.
    Und gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
    Und schenke mir die Weisheit, die einen von den anderen zu unterscheiden.”

    Ihr alle kennt die Zahlen, wieviele Tier- und Pflanzenarten tagtäglich endgültig von unserer Erde verschwinden, ausgerottet von uns und unseren Handlungen (und deren Folgen).
    Ihr wißt, wieviele Kindern täglich an Hunger sterben auf der Welt.
    Und dennoch gibt es für viele unserer lieben Mitbürger täglich nichts Wichtigeres als DSDS, Marienhof und ähnlichen Schwachsinn.
    Tun wir genug?

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