1577

global news 1577 20-06-09: Akt 2 der Bankenkrise unterwegs

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20 Antworten zu 1577

    • globalnote sagt:

      @alex k

      “Damit ist noch vor dem Ende des Sommers 2009 der Weg frei zu einem finanziellen und wirtschaftlichen Doppelschlag gegen die Weltwirtschaft: Insolvenz der USA und Insolvenz Großbritanniens.” Das ist leider die unsinnige Dramatisierung, die derzeit auf vielen Webseiten betrieben wird. Beide Laender haben viel weniger Bankenkrise als Deutschland und sind viel weniger vom Export abhaengig, und beide sind viel weniger Glaeubiger von angeschlagenen Laendern in Osteuropa und der Dritten Welt. Ausserdem koennen beide zu unseren Lasten Dollar bzw. Pfund drucken, was die EZB nicht kann. Ich wundere mich immer wieder, welche Sumpfblueten da derzeit in der Krise gezuechtet werden.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  1. alex k sagt:

    Naja neulich hat china und russland nur gesagt wir wollen demnächst Dollar weniger kaufen , ist er gleich um mehrere cent gefallen .

    Der Pfund entwickelt sich wirklich zurzeit gut , obwohl die BOE monosiert.

    Aber wenn die Banken weiterhin abschreiben müssen , und die Arbeistlosigkeit weiter wachsen wird, mehr Insolvenzen , wird das der totale Teufelskries werden.

    • globalnote sagt:

      @alex k

      Ich fuerchte, die Eurozonenbanken muessen viel mehr abschreiben (so auch die Ansicht des IWF), was in Deutschland bis nach den Wahlen verzoegergt wird. China hat keine richtige Alternative, so lange das Land weiter so bloedsinnig auf Export setzt. Die Arbeitslosigkeit wird vor allem in Deutschland steigen, die Insolvenzen wegen der vielen kreditgestuetzten Heuschrecken-Uebernahmen und der stuerzenden Profitraten der Unternehmen auch. Wir sitzen da wirklich in einem Glaskasten mit der dramatischen deutschen Exportabhaengigkeit und der seit Jahren zedrstoerten Binnenkonjunktur bei einer superaengstlichen und stark alternden Bevoelkerung. Deswegen wundere ich mich immer wieder ueber die verzweifelten Steinwuerfe Richtung USA und GB von Merkel, Steinbrueck u. Co.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  2. alex k sagt:

    ich mein ich seh auch ein , wenn die Leute mehr Geld haben das Sie mehr ausgeben und die Wirtschaft wächst.

    Aber UK und USA haben nur von Betrug gelebt, die schaffen Buchwerte die es gar nicht gibt, die spekulieren nur Ihren scheiß hoch und verkaufen an alle.

    Wenn man hört der Welthandel täglich 45mrd umsetzt , aber schon währungsspekulation bei 3billionen liegt.

    Das sind doch alles nur Lügner und Diebe da drüber , Bürger mit wertlosen Aktien abzocken .

    Die Amis haben 6$ schulden gemacht damit Ihre Wirtschaft um 1$ wächst . wooow toll

    UK/USA die Gesellschaft ist total verschuldet , und das obwohl Sie kein richtiges Sozialsystem haben.
    Keine Rente, schlechte KV.

    In BRD leben 43% von der Arbeit , der rest versorgt der Sozialstaat.

    Japan,China auch kein richtiges Sozialsystem aber die Leute dort sparen die Quoten liegeb bei 30-50%
    das hat doch USA öfter bemängelt , das Sie nicht sparen sollen , sondern konsumieren .

    Aber ohne Job = keine Versorgung mehr , man muss sparen :-)

    • globalnote sagt:

      @Alex K

      USA und UK haben nicht vom Betrug gelebt, sondern von der Dummheit der Chinesen und Deutschen voll auf kreditierten Export zu setzen. In der Regel sind die exportversessenen Glaeubiger dann schlechter dran als die Schuldner. Ausserdem war die deutsche Bankenaufsicht so bekloppt, die Finanzierung ueber miese Papiere durch deutsche Banken und Anleger unbeanstandet zu lassen, so dass jetzt der deutsche Steuerzahler die Rechnung begleichen muss.

      Nein, lieber Alex k, am Ende sind Deutsche und Chinesen die eigentlich Dummen dieser Krise. Niemand hat uns gezwungen, so einseitig auf Export und Kredit an weit ueberschuldete Abnehmer zu setzen. Das ist alles deutsche Dummheit und es wird Zeit, dass das endlich begriffen wird. Wer hat denn diesen Bloedsinn von der Exportweltmeisterschaft gepredigt und wer hat denn daran gelaubt? Sicher nicht USA oder GB.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  3. Gaby sagt:

    Hallo, alex k,

    Danke für den Link. Ich habe mir den Artikel angeschaut. Allerdings komme ich zu dem Schluss, dass da nichts Neues drin steht.

    Kleiner Tipp: Schau mal in Herrn Dr. Jahnkes Buch „Die zweite Große Depression“. Da wird sehr verständlich aufgezeigt, wo die Krise herkommt und wo sie hinführt.

    Bis denne,

    Gaby

  4. alex k sagt:

    Naja wenn China und BRD nichts mehr exportieren würde , würde es doch UK/USA ebenfalls schlecht gehen , da Sie nichts mehr kaufen könnten ^^

    Ich mein zurzeit arbeitet Brd/China schaffen werte her , bekommen dafür wertlosen Dollar .

    Wenn wir nichts mehr herstellen würden , hätten wir mehr Arbeitslose, da wir keine Rohstoffe und Landwirtschaft mehr haben , könnten wir die Bevölkerung nicht mehr ernähren und wären schnell pleite , eigetlich brächte die ganze welt ein neues system.

    • globalnote sagt:

      Die USA koennten sich bequem durch ihre eigene Industrie versorgen. Statt deutsche Autos wuerden sie wieder eigene kaufen, etc. Sie haetten dann weniger Arbeitslosigkeit und Deutschland mehr.

  5. skeptiker33 sagt:

    Deutschland beherrscht alle Technologien und die Landwirtschaft erzeugt Überschüsse.
    Was uns fehlt sind Rohstoffe (Öl, Gas, Metalle).
    Deswegen sollte Deutschland mit den Rohstoffländern (Russland, Afrika) strategische Partnerschaften nach dem Motto “Technologie für Rohstoffe” eingehen.
    Was mit Amerika oder GB passiert, wenn es hart auf hart kommt, kann uns egal sein. Deutschland ist auf diese Länder nicht angewiesen. Wer braucht schon Kelloggs-Corneflakes oder den Finanzplatz London zum Überleben?

    @globalnote

    • globalnote sagt:

      @skeptiker33

      Was uns derzeit fehlt, sind nicht Rohstoffe, die man ueberall kaufen kann, sondern Abnehmer fuer unsere Waren. Da helfen “strategische Partnerschaften” ueberhaupt nicht. Die USA und GB sind unsere zweit- und drittwichtigsten Absatzmaerkte. Mit Cornflakes hat das wirklich nichts zu tun.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  6. Steffen sagt:

    Ursache und Wirkung?

    USA 2008, die privaten Konsumentenausgaben (10,0579 Billionen Dollar) betrugen 70,5% des nominalen BIPs (14,2646 Billionen Dollar). Der Anteil der Exporte am BIP betrug sogar nur 13,03% (1,8594 Billionen Dollar)!

    Deutschland 2008, die privaten Konsumentenausgaben (1,177 Billionen Euro)betrugen 56,37% des nominalen BIPs (2,4914 Billionen Euro). Der Anteil der Exporte (1,4046 Billionen Euro) am deutschen BIP betrug gewaltige 47,24%!

    Steht deshalb die USA besser da? Mitnichten! Was sagt denn das chronische Handelsdefizit der USA aus. Wertschöpfung und Arbeit sind durch eine fortgeschrittene Deindustriealisierung abhanden gekommen und wurden durche Kredite und Spekulation ersetzt. Die niedrige Exportrate ist auf eine in weiten Teilen nicht konkurenzfähige Industrie zurückzuführen, nicht nur GM, Ford und Chrysler. So eine Ökonomie, mit sinkender Wertschöpfung und explodiernder Verschuldung musste in die Krise rasen. Es war nur eine Frage der Zeit!

    Daran gemessen steht Deutschland wesentlich besser da.Der Wertschöpfungsanteil der Industrieproduktion am BIP der USA in 2008 betrug 11,48% und in Deutschland 26,3%!

    Sicher ist der hohe Exportanteil Deutschlands eine Bürde, aber am nachlassenden Konsum der Amerikaner leiden auch die US-Firmen, denn auch der inländische Konsum fällt, genau wie die Importe und die Exportvolumen abstürzen.

    Die US-Konsumenten waren und sind (leicht abnehmend) mit ihren kreditgetriebenen Ausgaben für 18% des Welt-BIPs verantwortlich und dies ohne entsprechende Wertschöpfung und Einkommen.

    Gruß Steffen

    • globalnote sagt:

      @Steffen,

      Das stimmt m.E. so nicht ganz. Die USA haben traditionell nur einen kleinen Aussenhandelsanteil wegen ihres enorm grossen Binnenmarktes. Das ist ganz normal. Auch andere grosse Laender haben kleinere Aussenhandelsanteile als Deutschland. Der deutsche Exportanteil ist seit etwa 2000 explodiert, weil deutsche Arbeitnehmer Lohnverzicht leisten mussten und weil wichtige Absatzmaerkte, vor allem USA und GB (Nr. 2 und 3 unter den deutschen Absatzmaerkten), aber auch viele in Europa, z.B. Spanien, Defizite und Verschuldung akzeptiert haben, was nun vorbei ist.

      Die deutschen Banken sind so schlecht dran, dass vor den Wahlen nicht einmal ein Stresstest gewagt wird. Die Kreditverengung drosselt derzeit wichtige Bereiche der Wirtschaft.

      Nun wird sich zeigen muessen, wie Deutschland damit klar kommt. Derzeit hat Deutschland jedenfalls nach Japan die groesste Sinkrate und die schlechtesten Aussichten fuer 2010 unter vergleichbaren Laendern (G7) u.a., in der EU ist es die Schlussposition noch hinter Italien (nur Spanien faellt staerker). Die Arbeitslosigkeit, bei der Deutschland schon seit Jahren die Spitze in der EU unter Langzeitarbeitslosigkeit haelt, wird 2010 schlimm ausfallen.

      Ich wuerde mit dem Urteil daher noch sehr vorsichtig sein.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  7. skeptiker33 sagt:

    @globalnote
    Zitat:
    “Was uns derzeit fehlt, sind nicht Rohstoffe, die man ueberall kaufen kann, sondern Abnehmer fuer unsere Waren.”

    Wie lange glauben Sie ist das noch so? Sie plädieren für mehr Konsum in Deutschland und China. Wieviel Öl bleibt denn noch übrig, wenn China auf unserem Niveau konsumiert? Wie lange kann das gut gehen?
    Ihr Lösungsansatz, dass mehr Konsum die Weltwirtschaft rettet, ist nach meiner Meinung nicht nachhaltig.

    Im worst case (=Zusammenbruch des globalen Wirtschaftssystems) interessiert es nicht, ob Deutschland an die USA oder GB Waren exportiert. In einer solchen existenziellen Situation geht es darum, Zugang zu den essentiellen Rohstoffen zu haben. In diesem Punkt helfen uns die USA nicht weiter.

    Nehmen wir einmal an, es gäbe ein Land, das alle Technologien beherrscht, alle nötigen Rohstoffe besitzt und dessen Landwirtschaft genügend Nahrungsmittel produziert.
    Warum muß dieses Land mit anderen Ländern Handel treiben?

    • globalnote sagt:

      @skeptiker33

      Es ging mir mit meiner Bemerkung um die derzeitige und noch anhaltende schwere Krise. Da fallen uns in der Tat wichtige Absatzmaerkte weg. Deswegen muss Deutschland seinen notleidenden Binnenkomsum wieder aufbauen, wozu vor allem eine gerechtere und sozialere Einkommensverteilung noetig ist.

      Langfristig gibt es natuerlich eine Verknappung von Rohstoffen. Doch das wird weit nach der derzeitigen Krise sein. Hier hilft in der Tat nur nachhaltiges Wirtschaften, fuer das weltweit noch viel Raum ist. Vor allem China geht derzeit mit Energie unverantwortlich ineffizient um. Doch das hat wirklich nichts mit meinem Rundbrief zu tun, der von der Bankenkrise handelt.

      Lassen Sie uns doch erst einmal bei der derzeitigen Krise bleiben. Sie ist schlimm genug und nicht durch nachhaltiges Wirtschaften zu loesen.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  8. Gaby sagt:

    Hallo, alex k, Skeptiker33 und Steffen,

    nationale wie globale Makro-Ökonomie hat nichts mit dem Hausstand einer schwäbischen Hausfrau zu tun. Wie unsere Kanzlerin zwar, aufs einfache Leben bezogen, richtig, aber im Kontext der Finanzkrise falsch denkt, gibt die schwäbische Hausfrau nach Angies Auffassung nur so viel Geld aus, wie sie in der Geldbörse hat.

    Diese einfache Formel des sich nicht Verschuldens gilt für Privatleute, aber nicht für den Staat, schließlich investiert er in Güter, von denen nachfolgende Generationen noch etwas haben (z.B. Infrastruktur und Bildung) und die sich deshalb gut und gerne an diesen Kosten beteiligen können.

    Selbst die Ansicht, die globale Wirtschaft sei mit einem angebotsorientierten Kartoffelmarkt zu vergleichen ist falsch. Nicht das Angebot, sondern die Nachfrage nach Gütern ist wichtig, um den Markt relativ gleichgewichtig am Laufen zu halten. Im Zuge der aktuellen Weltwirtschaftskrise hapert es ganz dolle an der Nachfrage von Gütern und zwar weltweit. Ein hausgemachtes Problem, denn Überakkumulation (Überproduktion) lässt die Masseneinkommen der arbeitenden Menschen schrumpfen, verursacht also Armut breiter Bevölkerungsschichten.

    Es ist völlig egal, ob wir Deutsche amerikanische Kellogs Cornflakes futtern oder nicht. Fakt ist, dass die USA heute mit 51 % ihres Bruttoinlandsprodukts verschuldet sind, Deutschland aber zu 60 % und Japan gar mit 100 %.

    Die USA stehen im Verhältnis zu Deutschland gut da – die USA sind volkswirtschaftlich gesehen ein beneidenswertes Volk! Vom Untergang kann nicht ausgegangen werden.

    Wir Deutsche sitzen im Glashaus!!!!!! Unsere Exporte werden noch mehr einbrechen, der deutsche Binnenmarkt, der eh seit Jahren am Krückstock humpelt, wird noch weiter schrumpfen. Hier wird sich Armut ausbreiten und zwar noch viel schlimmer, als in den USA.

    Wenn wir Pech haben, und das Pech liegt bereits spürbar in unseren Händen, landen wir auf dem Niveau Japans, mit allen negativen sozialen Konsequenzen, die eine solch miserable Wirtschaftspolitik, wie sie unsere deutschen Politiker seit rund 25 Jahren betrieben haben, mit sich führt.

    Bis denne,

    Gaby

  9. skeptiker33 sagt:

    @gaby, globalnote

    There is no free lunch! Egal auf welcher Ebene Sie das betrachten. Einfach nur die Verschuldung steigern oder Geld drucken und ausgeben löst kein einziges Problem auf die Dauer. Wohlstand entsteht durch Produktion und nicht durch schuldenfinanzierten Konsum.
    Die Frage warum ein fiktives Land, das alles hat, mit anderen Ländern Handel treiben muß, haben Sie nicht beantwortet.

    @gaby
    Wenn Sie die Verschuldung von Volkswirtschaften miteinander vergleichen, dann müssen Sie auch die Verschuldung der Privatleute und der Pensionsfonds etc. berücksichtigen. Wenn Sie dazu noch die Dynamik der Schuldenentwicklung (Trend) berücksichtigen, werden Sie erkennen, dass ihr rosarot angemaltes Bild der USA nicht stimmt!
    Vor wen oder was haben die Yankees eigentlich so Angst, dass sie den Militäretat wieder um 10% erhöhen müssen. Food for thougt!

    Bei der ökonomischen Betrachtung erscheint mir die Ansicht von Prof. Binswanger (Doktorvater von J. Ackermann) überzeugender, wonach ein Zwang zum Wirtschaftswachstum besteht und dies unweigerlich zu einer exponentiellen Wachstumsspirale führt. Die Vorstellung eines stabilen Gleichgewichtes stimmt nicht.
    http://www.metropolis-verlag.de/Die-Wachstumsspirale/554/book.do
    Konstantes prozentuales Wirtschaftswachstum (=exponentielles Wachstum) ist aber in einer endlichen Welt auf Dauer nicht möglich. Reines exponentielles Wachstum gibt es in der Natur nicht, sondern nur exponentielles Wachstum mit Sättigungswert oder Selbstvergiftung.
    Der exponentiell wachsenden Geldmenge (=Kreditmenge) steht also ein beschränktes Wachstum der realen Wirtschaft gegenüber, was unweigerlich zu Inflation oder Bankrott führen muß.
    Die Finanzaristokraten wollen ihre Pfründe auf keinen Fall abgeben und haben sich für Inflationierung entschieden.
    Den Preis für die “Rettung”, die nicht nachhaltig sein kann, zahlt natürlich wieder der kleine Mann.

    Die einzige kapitalistische Lösung wäre natürlich das Bankrottgehen (Schumpeters kreative Zerstörung).
    Die Staatsinterventionen durch massive Ausweitung der Verschuldung werden den notwendigen Bereinigungsprozeß nur verzögern aber nicht aufhalten können und den Schaden insgesamt erhöhen.

    • globalnote sagt:

      @skeptiker33

      Wo habe ich denn jemals für „free lunch“ plädiert oder gar für Steigerung der Verschuldung oder Gelddrucken? Das ist genau das Gegenteil meiner ständigen Argumentation im Infoportal. Wohlstand entsteht natürlich durch Produktion materieller und geistiger Güter – eine reine Binsenwahrheit! Nur um zu konsumieren, brauchen normale deutsche Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche, statt seit Jahren sinkenden Reallöhnen und einer immer stärkeren Spreizung selbst der Arbeitnehmereinkommen (Ackermann gehört auch dazu); und sie müssen auch die ständige Angst vor Langzeitarbeitslosigkeit und Armut im Alter verlieren, die ihnen ständig auferlegt wird. Das kann doch eigentlich nicht so schwer zu begreifen sein.

      Es gibt in der Welt kein Land das alles hat. Und selbst wenn es das hätte, wäre es absoluter Blödsinn, auf den Außenhandel zu verzichten. Die Weltarbeitsteilung macht nun wirklich Sinn, indem dort produziert wird, wo das am Günstigsten möglich ist. Heutzutage für Autarkie zu plädieren, ist einfach Wahnsinn (Sie müßten dann als erstes auch den Austritt Deutschlands aus der EU fordern). Also sollten alle Länder das exportieren, was sie günstig produzieren können, doch eben nicht auf Dauerkredit, wie das vor allem Deutschland und China getan haben, und nicht unter Einsatz von Dumping, wie das vor allem China tut.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  10. skeptiker33 sagt:

    @globalnote

    Zitat: “Die Weltarbeitsteilung macht nun wirklich Sinn, indem dort produziert wird, wo das am Günstigsten möglich ist.”

    Sie kämpfen also nur gegen die Exporterfolge Deutschlands und nicht gegen die Auswirkungen der Globalisierung. An anderer Stelle haben Sie mal geschrieben, dass der Exportüberschuß Deutschlands nur durch den erpressten Lohnverzicht der Arbeitnehmer zustande gekommen ist.
    Ohne Lohnverzicht wäre die Produktion dank “Weltarbeitsteilung” aber ins “günstigere” Ausland abgewandert, was Sie oben als sinnvoll bezeichnen.
    Ja was nun?
    Die Einhaltung der deutschen Sozial- und Umweltstandards werden Sie den Chinesen nie vorschreiben können, also wird man dort immer günstiger produzieren können. Also alle Arbeitsplätze nach China?

    Oberstes Ziel einer Volkswirtschaft ist es, die existenziellen Güter für das Überleben der Bevölkerung bereit zu stellen und nicht für unendliche Globalisierungsgewinne einer internationalen Finanzelite zu sorgen. Deswegen sollte jedes Land nach Autarkie streben, um in einer schweren Krise nicht vom Ausland abhängig zu sein.
    Für Deutschland sind daher strategische Partnerschaften mit den Rohstoffländern essentiell.
    Zur Europa-Frage empfehle ich als Lektüre “Die Euro-Lüge” von Prof. Dr. Hankel.

    Beste Grüsse,
    sceptic

    • globalnote sagt:

      @skeptiker33

      Nun denke ich, dass ich mich deutlich genug und auch lange genug erklaert habe, auch zu dem, was gegen chinesisches Lohndumping zu tun waere. Antidumpingverfahren sind nun mal nach der WTO erlaubt und werden auch immer wieder angewandt. Den von Ihnen wiederholten Ruf nach Autarkie kann ich nur auf Ihr Unwissen zurueckfuehren. Niemand kommt sonst auf eine solche Idee. Vom Ausland wird man nur abhaengig, wenn man unbedingt gewaltige Exportueberschuesse hochfahren will. Dazu hat niemand Deutschland gezwungen.

      Lassen Sie uns bitte diese Diskussion beenden, zumal sie ohnehin zu nichts fuehrt.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

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