Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Donnerstag, 18. Juni 2009 um 8:30 am und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Wenn man bedenkt , das 70% des BIP in USA von der Binnennachfrage kommen.
Sollten einige Zahlen stutzig machen.
Aktienkurse waren bullisch , amis haben sich verschuldet Häuser gebaut 4,2% arbeitslosenquote gehabt.
Einzelhandel war bei +5% Bevölkerung hatte eine Sparquote von -2%
2009 : Aktienkurse fielen von 14.000 auf 7000 , in 18Monate haben ca. 3,3Mio Bürger Ihre Häuser verloren , arbeitslosenquote bei 9,4% Einzelhandel -10% Sparquote + 4%
Bip war um 4% gewachsen bei Sparquote -2% und Einzelhandel +5%
nun SQ: +4% EH: -10%
dadurch müßte schon das Bip -6 .. -10% fallen
Da wird auf dem gelinkten Bericht auch Einiges unnoetig dramatisiert, vor allem wenn man im deutschen Glashaus sitzt. 70 % von der Binnennachfrage und nur 30 % vom Export abhaengigzu sein, ist in dieser Krise, in der der Export am Meisten einbricht, noch besser als die deutsche Situation, wo zu einer bereits seit Jahren stotternden Binnennachfrage nun ein gewaltiger Exporteinbruch dazukommt, und das bei einer – verglichen mit den USA – stark alternden und entsprechend aengstlichen Bevoelkerung. Auch scheinen die deutschen Banken eher noch schlechter als die amerikanischen dran zu sein. Warten wir doch mal die deutschen Arbeitslosenzahlen des naechsten Jahres ab, ob die nicht schlimmer als die amerikanischen ausfallen, wobei sie auf beiden Seiten des Atlantik geschoent werden.
Sowohl die amerikanischen Aktienkurse, wie die Hauspreise haben im Uebrigen nur einen Teil von dem verloren, was sie in den vorausgegangenen Jahren ziemlich kuenstlich gewonnen hatten. Ein weniger aufgeblasener Einzelhandel und eine bessere Sparquote ist ausserdem eher eine Entwicklung in Richtung Normalitaet, die laengst ueberfaellig war.
wie Herr Dr. Jahnke bereits schrieb: Die große Unbekannte in dieser Weltwirtschaftskrise sind die milliardenschweren Konjunkturpakete. Niemand weiß, ob sie tatsächlich eine positive Wirkung entfalten. Ich bin auf den Ausgang dieses beispiellosen Experiments sehr gespannt.
Ich kenne eine ganze Menge Leute, die freuten sich ungefähr ab dem Jahr 2000 wie die Kinder darüber, dass es plötzlich so viele billige Dinge zu kaufen gab. Sie kauften, ich auch. Es hat richtig Spaß gemacht, alles zum halben Preis oder noch billiger, regelrecht nachgeworfen zu bekommen.
In 2003 verbreitete der Elektronikladen SATURN plötzlich den Werbeslogan: „Geiz ist geil!“ Weder ich, noch mein Ehemann, noch viele unserer Freunde und Bekannten fanden diesen Spruch toll, sondern ekelhaft abstoßend. Klammheimlich wuchs, ohne jede Absprache, das Bewußtsein, dass wir unsere heimische Wirtschaft schädigen, wenn wir stets „Made in Asia“ kaufen und darüber hinaus waren wir eh nicht mit der Qualität zufrieden. Es entstand ein Gegenslogan: „Man kann sich auch kaputt sparen!“
Durch Zufall bekam ich ab Mitte 2003 nach und nach heraus, dass es gar nicht wenige Menschen gibt, die wie ich denken, also lieber etwas mehr für „Made in Germany“ bzw. „Made in Europe“ ausgeben, statt für „Made in Asia & Co.“.
Das heißt, der sogenannte „Protektionismus“ hat bei etlichen Deutschen sehr früh eingesetzt und gerade jetzt, in der Krise, gibt es nicht wenige Deutsche, die sich ihrer heimischen Wirtschaft noch stärker bewusst werden und ganz genau darauf achten, dass die von ihnen benötigten Güter und Nahrungsmittel aus Deutschland bzw. Europa stammen.
Ich wette, dass die Menschen in anderen Staaten ein ebensolches Nationalbewusstsein entwickeln und, sofern sie es sich leisten können, heimische Produkte jedem Importprodukt vorziehen.
Da können unsere „Eliten“ Protektionismus-Verbote erlassen, wie sie wollen, der Bürger folgt seinem eigenen Instinkt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass tatsächlich genug Salär vorhanden ist, nicht zwingend auf Billigstimporte angewiesen zu sein.
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/big-unwind.html sehr informativer Eintrag ,
Wenn man bedenkt , das 70% des BIP in USA von der Binnennachfrage kommen.
Sollten einige Zahlen stutzig machen.
Aktienkurse waren bullisch , amis haben sich verschuldet Häuser gebaut 4,2% arbeitslosenquote gehabt.
Einzelhandel war bei +5% Bevölkerung hatte eine Sparquote von -2%
2009 : Aktienkurse fielen von 14.000 auf 7000 , in 18Monate haben ca. 3,3Mio Bürger Ihre Häuser verloren , arbeitslosenquote bei 9,4% Einzelhandel -10% Sparquote + 4%
Bip war um 4% gewachsen bei Sparquote -2% und Einzelhandel +5%
nun SQ: +4% EH: -10%
dadurch müßte schon das Bip -6 .. -10% fallen
@alex k
Da wird auf dem gelinkten Bericht auch Einiges unnoetig dramatisiert, vor allem wenn man im deutschen Glashaus sitzt. 70 % von der Binnennachfrage und nur 30 % vom Export abhaengigzu sein, ist in dieser Krise, in der der Export am Meisten einbricht, noch besser als die deutsche Situation, wo zu einer bereits seit Jahren stotternden Binnennachfrage nun ein gewaltiger Exporteinbruch dazukommt, und das bei einer – verglichen mit den USA – stark alternden und entsprechend aengstlichen Bevoelkerung. Auch scheinen die deutschen Banken eher noch schlechter als die amerikanischen dran zu sein. Warten wir doch mal die deutschen Arbeitslosenzahlen des naechsten Jahres ab, ob die nicht schlimmer als die amerikanischen ausfallen, wobei sie auf beiden Seiten des Atlantik geschoent werden.
Sowohl die amerikanischen Aktienkurse, wie die Hauspreise haben im Uebrigen nur einen Teil von dem verloren, was sie in den vorausgegangenen Jahren ziemlich kuenstlich gewonnen hatten. Ein weniger aufgeblasener Einzelhandel und eine bessere Sparquote ist ausserdem eher eine Entwicklung in Richtung Normalitaet, die laengst ueberfaellig war.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Hallo, miteinander,
wie Herr Dr. Jahnke bereits schrieb: Die große Unbekannte in dieser Weltwirtschaftskrise sind die milliardenschweren Konjunkturpakete. Niemand weiß, ob sie tatsächlich eine positive Wirkung entfalten. Ich bin auf den Ausgang dieses beispiellosen Experiments sehr gespannt.
Ich kenne eine ganze Menge Leute, die freuten sich ungefähr ab dem Jahr 2000 wie die Kinder darüber, dass es plötzlich so viele billige Dinge zu kaufen gab. Sie kauften, ich auch. Es hat richtig Spaß gemacht, alles zum halben Preis oder noch billiger, regelrecht nachgeworfen zu bekommen.
In 2003 verbreitete der Elektronikladen SATURN plötzlich den Werbeslogan: „Geiz ist geil!“ Weder ich, noch mein Ehemann, noch viele unserer Freunde und Bekannten fanden diesen Spruch toll, sondern ekelhaft abstoßend. Klammheimlich wuchs, ohne jede Absprache, das Bewußtsein, dass wir unsere heimische Wirtschaft schädigen, wenn wir stets „Made in Asia“ kaufen und darüber hinaus waren wir eh nicht mit der Qualität zufrieden. Es entstand ein Gegenslogan: „Man kann sich auch kaputt sparen!“
Durch Zufall bekam ich ab Mitte 2003 nach und nach heraus, dass es gar nicht wenige Menschen gibt, die wie ich denken, also lieber etwas mehr für „Made in Germany“ bzw. „Made in Europe“ ausgeben, statt für „Made in Asia & Co.“.
Das heißt, der sogenannte „Protektionismus“ hat bei etlichen Deutschen sehr früh eingesetzt und gerade jetzt, in der Krise, gibt es nicht wenige Deutsche, die sich ihrer heimischen Wirtschaft noch stärker bewusst werden und ganz genau darauf achten, dass die von ihnen benötigten Güter und Nahrungsmittel aus Deutschland bzw. Europa stammen.
Ich wette, dass die Menschen in anderen Staaten ein ebensolches Nationalbewusstsein entwickeln und, sofern sie es sich leisten können, heimische Produkte jedem Importprodukt vorziehen.
Da können unsere „Eliten“ Protektionismus-Verbote erlassen, wie sie wollen, der Bürger folgt seinem eigenen Instinkt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass tatsächlich genug Salär vorhanden ist, nicht zwingend auf Billigstimporte angewiesen zu sein.
Bis denne,
Gaby