Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Samstag, 13. Juni 2009 um 9:17 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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uns deutschen Michels wird von unserer Führungstruppe, falls überhaupt, erzählt, das „Quantitative Pleasing“ diene dazu, die gefürchtete Liquiditätsklemme zu vermeiden.
In Wirklichkeit kaufen unsere EU-Banker mit dem von der EZB zu 1 % zur Verfügung gestellten Geld langfristige Staatsanleihen zu 4 % und sanieren ihre maroden Bilanzen mit der Zinsdifferenz, die aus diesem Deal erwächst.
Ratet mal, wer letztlich die Zeche zahlt! Wer glaubt, Schaufelbagger zu hören, die unentwegt unser Steuergeld von unten nach oben befördern, hört richtig.
Im Augenblick sieht es, wie Sie schon sagten, nicht nach
Inflation oder gar Hyperinflation aus, denn dazu müßten
die Menschen ja die -llionen besitzen, die die Waren kosten.
Es hat ja keinen Zweck, eine Kaffeemaschine für
150000 EUR in einem Land anzubieten, indem ein großer Teil
von 345 EUR mtl. Hartz 4 oder von dreistelligen
Monatseinkommen dahinvegetiert, und dem Rest es auch nicht
mehr so gut geht, die Industrie ihre Ware nicht mehr
absetzen kann, und Fabriken, Büros etc. daher an Wert
verlieren, so daß all die Phantastilliarden, die zum
Firmenretten eingesetzt werden, nicht in die Wirtschaft
zurückfließen, da sie auf Grund dessen nicht investiert
werden, stattdessen cash bei denen in der Truhe herumliegen,
die in besseren Tagen all das Geld verdient haben, das den
Banken heute fehlt, so daß man sie retten muß. Hinzu kommt,
daß wegen der Bailouts und Rettungsschirme in nächster
Zukunft die Steuern erhöht werden. Erfahrungsgemäß langt
die Regierung nicht da zu, wo das Geld überreichlich
vorhanden ist. Dazu raubt die wieder einsetzende
Rohstoffspekulation den Menschen das bißchen verbliebene
Geld.
Wie kann es in einer derartigen Situation überhaupt zu
überragenden Preissteigerungen kommen? Unter welchen
Umständen setzt denn die Hyperinflation ein?
Die Hyperinflation kommt immer, wenn viel mehr Geld als Ware da ist. Die Unternehmen fahren jetzt erst einmal die Produktion von Waren radikal nach unten. Wenn dann Dank dramatischer Liquiditaetsschoepfung der Kreditmechanismus der Banken, die ja an jedem Kredit verdienen, wieder einsetzt und auch die Stimmung umschlaegt, die Menschen also Preissteigerung erwarten und lieber heute als morgen kaufen, ist die Inflation da. Es gibt immer noch genug Kaufkraft bei Menschen mit besserem Einkommen, die sofort mobilisiert werden kann, wenn die Krisenaengste verschwinden. Ausserdem wartet die naechste Rohstoff-Hausse, besonders bei Oel, um die Ecke. Die Oelpreise steigen ja bereits wieder.
Herr Jahnke schreibt:”Das Ganze geschieht allerdings um den Preis eines gewaltigen Anstiegs an Liquidität mit all den potentiellen inflationstreibenden Folgen.” – Soweit sicher richtig, aber doch auch um den Preis, dass hier diese risikolosen Gewinne der Banken von den Steuerzahlern finanziert werden. Das ist einfach genial eingefädelt: Der Steuerzahler zahlt jetzt nicht mehr nur für die Privatisierung der Verluste von Unternehmen, sondern auch für die Privatisierung im Sinne von kostenloser Herstellung von Gewinnen. Super! Jetzt erschließt sich auch die Bedeutung der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”: Das sozial steht dabei nicht mehr für die Schaffung von sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit für die sozial Schwächeren, sondern zunehmend für die radikale Umverteilung von Unten nach Oben.- Kann sich eigentlich noch jemand an die Stamokaptheorie der 70 er Jahre erinnern? Hier wuchert der staatsmonopolistische Kapitalismus doch par exzellence – was für eine Riesen-Volksverdummung.
der staatsmonopolistische Kapitalismus, auch Stamokap genannt, beschreibt die immer enger werdende Verbindung von Staatsmacht und Konzernherrschaft auf Kosten der Demokratie und der Marktwirtschaft. Insbesondere die Aktivisten der RAF hingen dieser Theorie an und griffen ganz praktisch zu den Waffen.
Bis heute wird die Stamokap-Theorie konträr diskutiert.
So, wie ich es verstanden habe, kam der Aufschwung der
Konjunktur nach 2001 nur dadurch zustande, daß es Leute
gab, die Risiken aus Krediten übernahmen, die
kreditunwürdigen Amerikanern gewährt wurden, mit
denen diese ihrerseits Konsum und Ausbildung bezahlen
konnten. Werden dieselben Leute nun immer noch dazu bereit
sein, unmittelbar nachdem sie damit böse auf die Nase
gefallen sind? Oder gibt es noch andere Mechanismen als
die Kreditsause, die eine Wirtschaftsaufschwung bewirken
können?
Hat die Rohstoff-Hausse nicht den Charakter jeder anderen
Blase auch? Wird sie nicht wie alle anderen Blasen
zusammenbrechen, sobald niemand mehr in den Markt einsteigt,
und die Hoffnung derjenigen vernichtet werden, die sich long
positioniert haben, ihre Positionen zu einem besseren Preis
glattstellen zu können, als sie die eröffnet haben?
Außerdem wirkt nicht gerade die Rohstoff-Hausse deflationär,
da sie der Wirtschaft doch zusätzlich Geld entzieht, also die
Verbraucher belastet, und die Ertragslage der Unternehmen
verschlechtert, so daß damit auch die Investitionstätigkeit
zurückgeht, und das Geld schlußendlich in den Truhen bleibt?
Margenwahnsinn der Banken
…
Joachim Jahnke beschreibt in “Von den Schattenbanken zur Schattensanierung der Banken”, wie die Banken sich Geld zu einem beinahe-null-Zin……
Hallo miteinander,
uns deutschen Michels wird von unserer Führungstruppe, falls überhaupt, erzählt, das „Quantitative Pleasing“ diene dazu, die gefürchtete Liquiditätsklemme zu vermeiden.
In Wirklichkeit kaufen unsere EU-Banker mit dem von der EZB zu 1 % zur Verfügung gestellten Geld langfristige Staatsanleihen zu 4 % und sanieren ihre maroden Bilanzen mit der Zinsdifferenz, die aus diesem Deal erwächst.
Ratet mal, wer letztlich die Zeche zahlt! Wer glaubt, Schaufelbagger zu hören, die unentwegt unser Steuergeld von unten nach oben befördern, hört richtig.
Bis denne,
Gaby
Lieber Herr Dr. Jahnke!
Ich hätte einige Fragen zu den -flationen.
Im Augenblick sieht es, wie Sie schon sagten, nicht nach
Inflation oder gar Hyperinflation aus, denn dazu müßten
die Menschen ja die -llionen besitzen, die die Waren kosten.
Es hat ja keinen Zweck, eine Kaffeemaschine für
150000 EUR in einem Land anzubieten, indem ein großer Teil
von 345 EUR mtl. Hartz 4 oder von dreistelligen
Monatseinkommen dahinvegetiert, und dem Rest es auch nicht
mehr so gut geht, die Industrie ihre Ware nicht mehr
absetzen kann, und Fabriken, Büros etc. daher an Wert
verlieren, so daß all die Phantastilliarden, die zum
Firmenretten eingesetzt werden, nicht in die Wirtschaft
zurückfließen, da sie auf Grund dessen nicht investiert
werden, stattdessen cash bei denen in der Truhe herumliegen,
die in besseren Tagen all das Geld verdient haben, das den
Banken heute fehlt, so daß man sie retten muß. Hinzu kommt,
daß wegen der Bailouts und Rettungsschirme in nächster
Zukunft die Steuern erhöht werden. Erfahrungsgemäß langt
die Regierung nicht da zu, wo das Geld überreichlich
vorhanden ist. Dazu raubt die wieder einsetzende
Rohstoffspekulation den Menschen das bißchen verbliebene
Geld.
Wie kann es in einer derartigen Situation überhaupt zu
überragenden Preissteigerungen kommen? Unter welchen
Umständen setzt denn die Hyperinflation ein?
Vielen Dank im voraus
@georgi,
Die Hyperinflation kommt immer, wenn viel mehr Geld als Ware da ist. Die Unternehmen fahren jetzt erst einmal die Produktion von Waren radikal nach unten. Wenn dann Dank dramatischer Liquiditaetsschoepfung der Kreditmechanismus der Banken, die ja an jedem Kredit verdienen, wieder einsetzt und auch die Stimmung umschlaegt, die Menschen also Preissteigerung erwarten und lieber heute als morgen kaufen, ist die Inflation da. Es gibt immer noch genug Kaufkraft bei Menschen mit besserem Einkommen, die sofort mobilisiert werden kann, wenn die Krisenaengste verschwinden. Ausserdem wartet die naechste Rohstoff-Hausse, besonders bei Oel, um die Ecke. Die Oelpreise steigen ja bereits wieder.
Beste Gruesse
Joachim Jahnke
Herr Jahnke schreibt:”Das Ganze geschieht allerdings um den Preis eines gewaltigen Anstiegs an Liquidität mit all den potentiellen inflationstreibenden Folgen.” – Soweit sicher richtig, aber doch auch um den Preis, dass hier diese risikolosen Gewinne der Banken von den Steuerzahlern finanziert werden. Das ist einfach genial eingefädelt: Der Steuerzahler zahlt jetzt nicht mehr nur für die Privatisierung der Verluste von Unternehmen, sondern auch für die Privatisierung im Sinne von kostenloser Herstellung von Gewinnen. Super! Jetzt erschließt sich auch die Bedeutung der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”: Das sozial steht dabei nicht mehr für die Schaffung von sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit für die sozial Schwächeren, sondern zunehmend für die radikale Umverteilung von Unten nach Oben.- Kann sich eigentlich noch jemand an die Stamokaptheorie der 70 er Jahre erinnern? Hier wuchert der staatsmonopolistische Kapitalismus doch par exzellence – was für eine Riesen-Volksverdummung.
Hallo, Karl Schröder,
der staatsmonopolistische Kapitalismus, auch Stamokap genannt, beschreibt die immer enger werdende Verbindung von Staatsmacht und Konzernherrschaft auf Kosten der Demokratie und der Marktwirtschaft. Insbesondere die Aktivisten der RAF hingen dieser Theorie an und griffen ganz praktisch zu den Waffen.
Bis heute wird die Stamokap-Theorie konträr diskutiert.
Bis denne,
Gaby
Lieber Herr Dr. Jahnke!
Vielen Dank für die Antwort!
So, wie ich es verstanden habe, kam der Aufschwung der
Konjunktur nach 2001 nur dadurch zustande, daß es Leute
gab, die Risiken aus Krediten übernahmen, die
kreditunwürdigen Amerikanern gewährt wurden, mit
denen diese ihrerseits Konsum und Ausbildung bezahlen
konnten. Werden dieselben Leute nun immer noch dazu bereit
sein, unmittelbar nachdem sie damit böse auf die Nase
gefallen sind? Oder gibt es noch andere Mechanismen als
die Kreditsause, die eine Wirtschaftsaufschwung bewirken
können?
Hat die Rohstoff-Hausse nicht den Charakter jeder anderen
Blase auch? Wird sie nicht wie alle anderen Blasen
zusammenbrechen, sobald niemand mehr in den Markt einsteigt,
und die Hoffnung derjenigen vernichtet werden, die sich long
positioniert haben, ihre Positionen zu einem besseren Preis
glattstellen zu können, als sie die eröffnet haben?
Außerdem wirkt nicht gerade die Rohstoff-Hausse deflationär,
da sie der Wirtschaft doch zusätzlich Geld entzieht, also die
Verbraucher belastet, und die Ertragslage der Unternehmen
verschlechtert, so daß damit auch die Investitionstätigkeit
zurückgeht, und das Geld schlußendlich in den Truhen bleibt?
Mit freundlichen Grüßen
Dax heute -2,5% schön
aber das Gold und Euro und Öl am fallen sind
Die 10 jährigen Staatsanleihe sind wieder von 4% auf 3,72% gefallen.
der Euro zu Pfund ist bei 0,85 finde den Pfund ziemlich stark zurzeit.