1571

global news 1571 14-06-09: Von den Schattenbanken zur Schattensanierung der Banken

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8 Antworten zu 1571

  1. Anonymous sagt:

    Margenwahnsinn der Banken

    Joachim Jahnke beschreibt in “Von den Schattenbanken zur Schattensanierung der Banken”, wie die Banken sich Geld zu einem beinahe-null-Zin……

  2. Gaby sagt:

    Hallo miteinander,

    uns deutschen Michels wird von unserer Führungstruppe, falls überhaupt, erzählt, das „Quantitative Pleasing“ diene dazu, die gefürchtete Liquiditätsklemme zu vermeiden.

    In Wirklichkeit kaufen unsere EU-Banker mit dem von der EZB zu 1 % zur Verfügung gestellten Geld langfristige Staatsanleihen zu 4 % und sanieren ihre maroden Bilanzen mit der Zinsdifferenz, die aus diesem Deal erwächst.

    Ratet mal, wer letztlich die Zeche zahlt! Wer glaubt, Schaufelbagger zu hören, die unentwegt unser Steuergeld von unten nach oben befördern, hört richtig.

    Bis denne,

    Gaby

  3. georgi sagt:

    Lieber Herr Dr. Jahnke!

    Ich hätte einige Fragen zu den -flationen.

    Im Augenblick sieht es, wie Sie schon sagten, nicht nach
    Inflation oder gar Hyperinflation aus, denn dazu müßten
    die Menschen ja die -llionen besitzen, die die Waren kosten.
    Es hat ja keinen Zweck, eine Kaffeemaschine für
    150000 EUR in einem Land anzubieten, indem ein großer Teil
    von 345 EUR mtl. Hartz 4 oder von dreistelligen
    Monatseinkommen dahinvegetiert, und dem Rest es auch nicht
    mehr so gut geht, die Industrie ihre Ware nicht mehr
    absetzen kann, und Fabriken, Büros etc. daher an Wert
    verlieren, so daß all die Phantastilliarden, die zum
    Firmenretten eingesetzt werden, nicht in die Wirtschaft
    zurückfließen, da sie auf Grund dessen nicht investiert
    werden, stattdessen cash bei denen in der Truhe herumliegen,
    die in besseren Tagen all das Geld verdient haben, das den
    Banken heute fehlt, so daß man sie retten muß. Hinzu kommt,
    daß wegen der Bailouts und Rettungsschirme in nächster
    Zukunft die Steuern erhöht werden. Erfahrungsgemäß langt
    die Regierung nicht da zu, wo das Geld überreichlich
    vorhanden ist. Dazu raubt die wieder einsetzende
    Rohstoffspekulation den Menschen das bißchen verbliebene
    Geld.

    Wie kann es in einer derartigen Situation überhaupt zu
    überragenden Preissteigerungen kommen? Unter welchen
    Umständen setzt denn die Hyperinflation ein?

    Vielen Dank im voraus

    • globalnote sagt:

      @georgi,

      Die Hyperinflation kommt immer, wenn viel mehr Geld als Ware da ist. Die Unternehmen fahren jetzt erst einmal die Produktion von Waren radikal nach unten. Wenn dann Dank dramatischer Liquiditaetsschoepfung der Kreditmechanismus der Banken, die ja an jedem Kredit verdienen, wieder einsetzt und auch die Stimmung umschlaegt, die Menschen also Preissteigerung erwarten und lieber heute als morgen kaufen, ist die Inflation da. Es gibt immer noch genug Kaufkraft bei Menschen mit besserem Einkommen, die sofort mobilisiert werden kann, wenn die Krisenaengste verschwinden. Ausserdem wartet die naechste Rohstoff-Hausse, besonders bei Oel, um die Ecke. Die Oelpreise steigen ja bereits wieder.

      Beste Gruesse
      Joachim Jahnke

  4. Schröder, Karl sagt:

    Herr Jahnke schreibt:”Das Ganze geschieht allerdings um den Preis eines gewaltigen Anstiegs an Liquidität mit all den potentiellen inflationstreibenden Folgen.” – Soweit sicher richtig, aber doch auch um den Preis, dass hier diese risikolosen Gewinne der Banken von den Steuerzahlern finanziert werden. Das ist einfach genial eingefädelt: Der Steuerzahler zahlt jetzt nicht mehr nur für die Privatisierung der Verluste von Unternehmen, sondern auch für die Privatisierung im Sinne von kostenloser Herstellung von Gewinnen. Super! Jetzt erschließt sich auch die Bedeutung der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”: Das sozial steht dabei nicht mehr für die Schaffung von sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit für die sozial Schwächeren, sondern zunehmend für die radikale Umverteilung von Unten nach Oben.- Kann sich eigentlich noch jemand an die Stamokaptheorie der 70 er Jahre erinnern? Hier wuchert der staatsmonopolistische Kapitalismus doch par exzellence – was für eine Riesen-Volksverdummung.

  5. Gaby sagt:

    Hallo, Karl Schröder,

    der staatsmonopolistische Kapitalismus, auch Stamokap genannt, beschreibt die immer enger werdende Verbindung von Staatsmacht und Konzernherrschaft auf Kosten der Demokratie und der Marktwirtschaft. Insbesondere die Aktivisten der RAF hingen dieser Theorie an und griffen ganz praktisch zu den Waffen.

    Bis heute wird die Stamokap-Theorie konträr diskutiert.

    Bis denne,

    Gaby

  6. georgi sagt:

    Lieber Herr Dr. Jahnke!

    Vielen Dank für die Antwort!

    So, wie ich es verstanden habe, kam der Aufschwung der
    Konjunktur nach 2001 nur dadurch zustande, daß es Leute
    gab, die Risiken aus Krediten übernahmen, die
    kreditunwürdigen Amerikanern gewährt wurden, mit
    denen diese ihrerseits Konsum und Ausbildung bezahlen
    konnten. Werden dieselben Leute nun immer noch dazu bereit
    sein, unmittelbar nachdem sie damit böse auf die Nase
    gefallen sind? Oder gibt es noch andere Mechanismen als
    die Kreditsause, die eine Wirtschaftsaufschwung bewirken
    können?

    Hat die Rohstoff-Hausse nicht den Charakter jeder anderen
    Blase auch? Wird sie nicht wie alle anderen Blasen
    zusammenbrechen, sobald niemand mehr in den Markt einsteigt,
    und die Hoffnung derjenigen vernichtet werden, die sich long
    positioniert haben, ihre Positionen zu einem besseren Preis
    glattstellen zu können, als sie die eröffnet haben?

    Außerdem wirkt nicht gerade die Rohstoff-Hausse deflationär,
    da sie der Wirtschaft doch zusätzlich Geld entzieht, also die
    Verbraucher belastet, und die Ertragslage der Unternehmen
    verschlechtert, so daß damit auch die Investitionstätigkeit
    zurückgeht, und das Geld schlußendlich in den Truhen bleibt?

    Mit freundlichen Grüßen

  7. alex sagt:

    Dax heute -2,5% schön

    aber das Gold und Euro und Öl am fallen sind

    Die 10 jährigen Staatsanleihe sind wieder von 4% auf 3,72% gefallen.

    der Euro zu Pfund ist bei 0,85 finde den Pfund ziemlich stark zurzeit.

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