Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Donnerstag, 16. April 2009 um 7:30 pm und eingeordnet unter Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Die “Gerechtigkeitslücke” ist in dem inzwischen durch und durch neoliberalisierten Reformdeutschland vergleichsweise besonders groß geworden.
Und die SPD als vermeintliche “Partei des kleinen Mannes” hat sogar kräftiger daran mitgewirkt als die andere ehemalige Volkspartei CDU.
Ob standhafte Sozialdemokraten in der SPD künftig wieder eine realistische Chance erhalten werden, ist wohl nur zu erhoffen, wenn die Schröder-SPD nach der Bundestagswahl in der Opposition landet.
Die Gerechtigkeitslücke: Wie die Politik die Gesellschaft spaltet: Ottmar Schreiner: Amazon.de: Bücher
Unter Schröder gingen Landtagswahlen verloren, der Bundesrat war schwarz-gelb. Die dort zu schließenden Kompromisse gingen bereits in die Planung des Kanzleramtes ein – weil es sonst nicht “sein” Erfolg geworden wäre. Falsch war es trotzdem, aber die Erklärung muss auch in den Mehrheitsverhältnissen des Bundesrates gesucht werden,nixht nur dem “Wollen” der SPD. Und obendrein: Alle Wirtschaftsexperten verhielten sich damals schon wie vor Ausbruch der Finanzkrise: Ahnungslos was die Steigerung der Vermögenseinkommen bei Senkung der Erwerbseinkommen volkswirtschaftlich bedeutete. SPD und Grüne verfügten über keinerlei “Expertenberatung” die kapitalistische Krisenentwicklung in den Finanzkreisläufen untersuchen wollte. Die hätte ja bei Luxemburg und Hilferding ansetzen müssen – und den Widerspruch der gesamten bankenorientierten Wirtschaftswissenschaft hervorgerufen. Deren Chefgurus war Norbert Walter – oder Alan Greenspan – Päpste der als heilig behandelten Geldkreislauftheorie, damals. Ohne Finanzkrise würde diese Theorie auch heute noch gelten! Sie ringt auch heute um ihre Wiederanerkennung, sonst hätte Herr Ackermann den Staat aufgerufen, die Selbstzerstörungskräfte der Finanzmärkte zu bekämpfen, statt dessen Selbstheilungskräfte zu unterstützen.
@dietrich sperling
Leider blieben bei mir noch Fragen offen.
[Unter Schröder gingen Landtagswahlen verloren, der Bundesrat war schwarz-gelb.]
Frage: Wieso gingen Landtagswahlen verloren? Wegen der Wirtschafts.-, Finanz.- und Sozialpolitik?
[Die dort zu schließenden Kompromisse gingen bereits in die Planung des Kanzleramtes ein - weil es sonst nicht “sein” Erfolg geworden wäre.]
Frage: Waren es Kompromisse oder wurden die Beschlüsse der SPD-Basis gegenüber nur als Kompromisse dargestellt? Gingen diese Kompromisse in die Agenda 2010 ein oder existierten die Leitlinien der Agenda schon vorher?
[Falsch war es trotzdem, aber die Erklärung muss auch in den Mehrheitsverhältnissen des Bundesrates gesucht werden,nixht nur dem “Wollen” der SPD. Und obendrein: Alle Wirtschaftsexperten verhielten sich damals schon wie vor Ausbruch der Finanzkrise: Ahnungslos was die Steigerung der Vermögenseinkommen bei Senkung der Erwerbseinkommen volkswirtschaftlich bedeutete. SPD und Grüne verfügten über keinerlei “Expertenberatung” die kapitalistische Krisenentwicklung in den Finanzkreisläufen untersuchen wollte.]
Frage: Wer bestimmte, welche Experten zu Rate gezogen wurden?
[Die hätte ja bei Luxemburg und Hilferding ansetzen müssen - und den Widerspruch der gesamten bankenorientierten Wirtschaftswissenschaft hervorgerufen. Deren Chefgurus waren Norbert Walter - oder Alan Greenspan - Päpste der als heilig behandelten Geldkreislauftheorie, damals. Ohne Finanzkrise würde diese Theorie auch heute noch gelten! Sie ringt auch heute um ihre Wiederanerkennung, sonst hätte Herr Ackermann den Staat aufgerufen, die Selbstzerstörungskräfte der Finanzmärkte zu bekämpfen, statt dessen Selbstheilungskräfte zu unterstützen.]
Frage: Gab es nicht auch Expertenstimmen, die behaupteten, dass eine Finanz.- und Wirtschaftskrise quasi automatisch entstehen könnte, wenn die bis jetzt geltenden Steuerungsinstrumente in der bekannten Form angewendet werden?
Die “Gerechtigkeitslücke” ist in dem inzwischen durch und durch neoliberalisierten Reformdeutschland vergleichsweise besonders groß geworden.
Und die SPD als vermeintliche “Partei des kleinen Mannes” hat sogar kräftiger daran mitgewirkt als die andere ehemalige Volkspartei CDU.
Ob standhafte Sozialdemokraten in der SPD künftig wieder eine realistische Chance erhalten werden, ist wohl nur zu erhoffen, wenn die Schröder-SPD nach der Bundestagswahl in der Opposition landet.
Die Gerechtigkeitslücke: Wie die Politik die Gesellschaft spaltet: Ottmar Schreiner: Amazon.de: Bücher
Unter Schröder gingen Landtagswahlen verloren, der Bundesrat war schwarz-gelb. Die dort zu schließenden Kompromisse gingen bereits in die Planung des Kanzleramtes ein – weil es sonst nicht “sein” Erfolg geworden wäre. Falsch war es trotzdem, aber die Erklärung muss auch in den Mehrheitsverhältnissen des Bundesrates gesucht werden,nixht nur dem “Wollen” der SPD. Und obendrein: Alle Wirtschaftsexperten verhielten sich damals schon wie vor Ausbruch der Finanzkrise: Ahnungslos was die Steigerung der Vermögenseinkommen bei Senkung der Erwerbseinkommen volkswirtschaftlich bedeutete. SPD und Grüne verfügten über keinerlei “Expertenberatung” die kapitalistische Krisenentwicklung in den Finanzkreisläufen untersuchen wollte. Die hätte ja bei Luxemburg und Hilferding ansetzen müssen – und den Widerspruch der gesamten bankenorientierten Wirtschaftswissenschaft hervorgerufen. Deren Chefgurus war Norbert Walter – oder Alan Greenspan – Päpste der als heilig behandelten Geldkreislauftheorie, damals. Ohne Finanzkrise würde diese Theorie auch heute noch gelten! Sie ringt auch heute um ihre Wiederanerkennung, sonst hätte Herr Ackermann den Staat aufgerufen, die Selbstzerstörungskräfte der Finanzmärkte zu bekämpfen, statt dessen Selbstheilungskräfte zu unterstützen.
@dietrich sperling
Leider blieben bei mir noch Fragen offen.
[Unter Schröder gingen Landtagswahlen verloren, der Bundesrat war schwarz-gelb.]
Frage: Wieso gingen Landtagswahlen verloren? Wegen der Wirtschafts.-, Finanz.- und Sozialpolitik?
[Die dort zu schließenden Kompromisse gingen bereits in die Planung des Kanzleramtes ein - weil es sonst nicht “sein” Erfolg geworden wäre.]
Frage: Waren es Kompromisse oder wurden die Beschlüsse der SPD-Basis gegenüber nur als Kompromisse dargestellt? Gingen diese Kompromisse in die Agenda 2010 ein oder existierten die Leitlinien der Agenda schon vorher?
[Falsch war es trotzdem, aber die Erklärung muss auch in den Mehrheitsverhältnissen des Bundesrates gesucht werden,nixht nur dem “Wollen” der SPD. Und obendrein: Alle Wirtschaftsexperten verhielten sich damals schon wie vor Ausbruch der Finanzkrise: Ahnungslos was die Steigerung der Vermögenseinkommen bei Senkung der Erwerbseinkommen volkswirtschaftlich bedeutete. SPD und Grüne verfügten über keinerlei “Expertenberatung” die kapitalistische Krisenentwicklung in den Finanzkreisläufen untersuchen wollte.]
Frage: Wer bestimmte, welche Experten zu Rate gezogen wurden?
[Die hätte ja bei Luxemburg und Hilferding ansetzen müssen - und den Widerspruch der gesamten bankenorientierten Wirtschaftswissenschaft hervorgerufen. Deren Chefgurus waren Norbert Walter - oder Alan Greenspan - Päpste der als heilig behandelten Geldkreislauftheorie, damals. Ohne Finanzkrise würde diese Theorie auch heute noch gelten! Sie ringt auch heute um ihre Wiederanerkennung, sonst hätte Herr Ackermann den Staat aufgerufen, die Selbstzerstörungskräfte der Finanzmärkte zu bekämpfen, statt dessen Selbstheilungskräfte zu unterstützen.]
Frage: Gab es nicht auch Expertenstimmen, die behaupteten, dass eine Finanz.- und Wirtschaftskrise quasi automatisch entstehen könnte, wenn die bis jetzt geltenden Steuerungsinstrumente in der bekannten Form angewendet werden?